Nokia 5800 Xpress Music: Heißer Preis für heiße Rhythmen

Nokia 5800 Xpress Music

Originell: Zur Bedienung des Touchscreens wird ein Plektrum mitgeliefert

Erstes Touchscreen-Handy von Nokia für den Massenmarkt – Überzeugende Fähigkeiten als Musik-Player – Bedienung ist nicht immer optimal gelöst – Akku mit guten Leistungen und umfangreiche Ausstattung zum fairen Preis

Nokias Attacke auf das iPhone und andere Touchscreen-Handys kommt spät, aber gewaltig: Das neue 5800 Xpress Music erscheint in Deutschland mit viel Ausstattung zum Preis von 395 Euro – so viel kostet ein gebrauchtes iPhone. Damit zielt das Handy aus Finnland auf den Massenmarkt und besonders auf Musik-Freaks. In einigen anderen Ländern, in denen es bereits eine Weile verkauft wird, wurden laut Nokia schon über eine Million Geräte abgesetzt. Ein Multimedia-Handy der Luxusklasse wird Nokia dagegen erst später im Jahr mit seinem N97 bringen, das aber auch deutlich teurer werden dürfte. Der Start des 5800 Xpress Music in Deutschland wird begleitet von einer umfangreichen PoS-Kampagne, die vor allem auf die Musik-Features und die leichte Bedienung über den Touchscreen hinweist. Lobenswert ist, dass der Marktführer den Fachhandel in diese Maßnahmen einbezieht und auch auf ihn als Bezugsquelle hinweist. Doch kann sich das neue Nokia auch in der Praxis bewähren?

Wenn es um die Optik geht, kann das Nokia durchaus mit den Konkurrenten mithalten. Das Gehäuse besteht zwar komplett aus Kunststoff, ist aber solide verarbeitet und wirkt hochwertig. Mit 109 Gramm ist der musikalische Finne deutlich leichter als die meisten Konkurrenten, und auch die Abmessungen sind relativ kompakt. Trotzdem hat es Nokia geschafft, auf dieser Fläche einen Touchscreen mit einer Diagonale von acht Zentimetern unterzubringen, was auch für multimediale Inhalte und Webseiten ausreicht. Die Auflösung der Anzeige erreicht mit 640 x 360 Bildpunkten nicht ganz VGA-Qualität, was sich in der Realität kaum bemerkbar macht. Das Display ist schön hell, spiegelt allerdings auch recht stark und nimmt schnell die Fingerabdrücke des Anwenders an.

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