Die eigene App: Kundenbindung 2.0
11.05.2011 Christopher Bertele
Mailings sind ein probates Mittel zur Kundenbindung. Wer neue Wege gehen will und mehrere Filialen hat, kann sich mit einer eigenen Smartphone-App leicht von der Konkurrenz abheben und Kunden in den Laden locken.
Mehr als ein Drittel der deutschen Konsumenten informiert sich laut einer Studie von GfK, iProspect, Vodafone und Google vor dem Abschluss eines Handy-Vertrags erst im Internet, geht dann aber in ein Ladengeschäft, um das Produkt zu kaufen. Zu den Informationsquellen dieser Kundenschicht zählt aber nicht mehr nur das Web beziehungsweise die Suchmaschine Google. Mittlerweile nutzen viele Konsumenten auch ihr Smartphone für die Suche nach neuen Produkten. Spannend für den Handel: Immer häufiger suchen die Kunden über Apps wie Qype auch nach dem am nächsten gelegenen Handy-Shop, der das gewünschte Produkt gerade vorrätig hat. Mit der Listung in solchen Apps kann der Händler relativ einfach Kunden gewinnen.
Ein anderer Weg, übers Web Kontakt zum Kunden herzustellen, besteht darin, sich für den Shop eine eigene App programmieren zu lassen. Was auf den ersten Blick etwas ungewöhnlich klingt, kann sich gerade für Händler mit mehreren Filialen durchaus lohnen. Um neue Kunden in den Laden zu locken, sind personalisierte Apps nicht unbedingt geeignet, weil die Konsumenten in den App-Stores nicht gezielt danach suchen werden. Dafür lässt sich mit einer eigenen App aber sehr einfach Kundenbindung betreiben: Je nach Funktionsumfang der App kann der Händler seine Stammkundschaft so über neue Produkte oder aktuelle Rabattaktionen informieren.
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Leserkommentare (1)
Warum für alles eine App? | Dienstag, 17. Mai 2011 13:50:12
Martin
Also ich kann natürlich verstehen das eine Firma Geld verdienen will aber warum muss es für jeden kleinkram eine App geben ?
Wenn eine Firma seine Filialen mit ein paar Produkten darstellen will, warum dann nicht eine mobile Webseite?
Eine App ist immernoch als Programm gedacht und das soll eigentlich kein Programm sein, welches eine Homepage aufruft.
Bereits jetzt sind die App Stores voll mit irgendwelchen Apps die keinen Sinn machen da brauch man nicht auch noch eine App von Supermarkt XY Köln die im Prinzip nichts anderes ist wie eine mobile Webseite.
Wie sich die Preise zusammensetzen ist mir auch schleierhaft.
249€ einmalig und 79€ monatlich?
249€ ist ja ansich ok aber was rechtfertigt denn die 79€ bzw. 99€ ?
Das Gerüst einer solchen App ist für jeden "Kunden" das gleiche, es unterscheidet sich lediglich von Text und Bildern sowie den Produkten. Mindestens letzteres wird aber mit Sicherheit über eine Homepage mit Datenbankanbindung gepflegt.. vermutlich eher alles.
D.h. wenn diese App 1x erstellt ist, hat man im besten fall danach keine Arbeit mehr mit dem Kunden.
Für mich klingt das ganze nach einem Homepage Baukasten für die verschiedenen App-Stores. Für Homepages im Netzs gibt es sowas mitlerweile in massen kostenlos.