Eigen-Markting: Gute Werbung selbst gemacht

Eigen-Markting: Gute Werbung selbst gemacht

So können sich Händler mit eigenem Marketing von den Wettbewerbern abheben – Tipps und Tricks für den Start einer Kampagne – Von vielen unterschätzt, doch sehr wirkungsvoll: die Mundpropaganda

Wer einmal achtlos die Frage „Ist der neu?“ gestellt hat, bekam garantiert die Weichspüler-Antwort zu hören: „Nein, mit Perwoll gewaschen.“ Das war so und ist bis heute so, obwohl dieser Werbespot schon länger nicht mehr im Fernsehen gelaufen ist. Das Beispiel zeigt: Gute Werbung wird zum Dauerbrenner, sie prägt sich ein in den Köpfen der Konsumenten. Hinter solchen Kampagnen stecken meist riesige Agenturen und Millionen-Budgets, die weit jenseits des Vorstellungsvermögens eines Kleinunternehmers liegen.

Aber es kann auch ohne finanziellen Großaufwand funktionieren, wie einst der Müsli-Hersteller Seitenbacher bewies. Im eigenen Keller nahm Firmenchef Willi Pfannenschwarz seine eingängigen Radiospots auf, näselte „Seitenbacher-Müsli – lecker, lecker, lecker ...“ ins Mikrofon und machte seine Produkte deutschlandweit bekannt. Die Idee war einfach – und sie ist ein glänzendes Beispiel dafür, dass man mit wenig viel erreichen kann. Man muss es einfach machen.

„Einfach machen“ ist auch das Motto von Harald Schuster. Der Inhaber der kleinen Shop-Kette „Der Landfunk“, ansässig im Westerwald in Rheinland-Pfalz, will seine zwei Filialen auf eigene Faust bewerben. „Mit den bisherigen Maßnahmen erhielten wir einfach keine spürbare Resonanz“, so Schuster. Er ist Mitglied der Verbundgruppe Aetka, die, wie Aetka-Vorstand Uwe Bauer betont, in Sachen Werbung ein „umfangreiches Unterstützungspaket“ bereitstellt, von monatlichen Flyern „bis hin zu bekanntheitsgradfördernden Unterstützungen wie Großplakatwerbung“.

Harald Schuster reicht das aber nicht, und so reifte sein Plan eines eigenständigen Werbekonzepts. Gerade arbeitet er an seiner Website. „Monatlich soll dort ein anderes Telekommunikationsthema behandelt werden. Das meiste wird also übers Internet laufen; das ist zeitgemäß“, so Schuster. Zusätzlich will er über Laden-TV werben und über Anzeigen in der Lokalpresse, die auf den regelmäßig aktualisierten Web-Auftritt verweisen.

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