Konkurrenz aus dem Freundeskreis


Vodafone: Homeseller
Vodafone bietet Verkaufswilligen zwei Möglichkeiten, Festnetz- und Mobilfunkprodukte zu vermarkten. Zum einen steht diesen das Homeseller-Portal zur Verfügung, zum anderen können sie über das Vodafone Partnerprogramm einen eigenen Online-Shop betreiben. Hier läuft die Abrechnung der Provisionen über ein vorher auszuwählendes Affiliate-Programm wie Zanox oder Tradedoubler. Beide Modelle lassen sich relativ einfach handhaben und ermöglichen auch Laien einen schnellen Einstieg in die Vermarktung von TK-Angeboten.
Im Vergleich etwa zur Telekom sind die Basisprovisionen bei Homeseller geringer, dafür greift die sogenannte Mengenprämie bereits ab dem zweiten im Monat geschalteten Vertrag. So werden für einen erfolgreichen Vertragsabschluss im Mobilfunktarif Vodafone Superflat standardmäßig 50 Euro ausgezahlt, bei zwei bis fünf Abschlüssen im laufenden Monat sind es 55 Euro und ab dem sechsten Vertrag noch einmal fünf Euro mehr. Diese Staffelung gilt bei allen Mobilfunk- und Festnetzverträgen gleichermaßen. Die zusätzliche Provision gibt es für alle vermittelten Aufträge, also auch für den ersten Auftrag. Keine Auszahlungen gibt es zum Beispiel für Zubuchoptionen, CallNow, Handy ohne Vertrag und Zubehör.

Das Affiliate-Partnerprogramm von Vodafone eignet sich eher für Verkäufer, die nur wenige Verträge im Jahr schalten, denn hier sind gleich von Anfang an höhere Basisprovisionen vorgesehen. Die oben genannte Superflat wird mit 65 Euro statt 50 Euro provisioniert, erst ab dem 16. Vertrag pro Monat kommen fünf Euro hinzu. Deutlich attraktiver ist beim Partnerprogramm die Vermarktung der Mobile Connect Card, für einen Neukunden bekommt der Verkäufer hier 45 Euro statt 20 Euro als Homeseller.

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Kommentar der Redaktion

Christopher Bertele
Christopher Bertele, Redakteur

Freundschaftswerbung ist seit jeher gang und gäbe in der Branche, die umfangreichen Verkäuferprogramme der Netzbetreiber sorgen beim Handel aber für einigen Unmut. Und das zu Recht, denn Unterstützungsmaßnahmen wie Online-Schulungen und PoS-Material sollten dem Handel vorbehalten sein. So hat praktisch jeder Laie die Möglichkeit, als TK-Reseller zusätzliches Geld zu verdienen. Die Provisionen sind teilweise sehr attraktiv, was einige dazu animieren könnte, nicht nur im Freundeskreis Produkte zu empfehlen, sondern zum Beispiel mit dem zur Verfügung gestellten Gratis-Webshop aktiv auf Kundenfang zu gehen. Damit entsteht dem stationären und auch dem Online-Handel eine direkte Konkurrenz.

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