Ratgeber: Der Weg zum passenden Webshop


Ab ins Netz: Webshops versprechen zusätzliche Umsätze

Ab ins Netz: Webshops versprechen zusätzliche Umsätze

Kann, Soll, Muss
In diesem zweiten Schritt geht es ans Eingemachte: Welche Punkte auf dem übervollen Wunschzettel sind unverzichtbar für die eigenen Ziele? Welche sind nette Dreingaben, ohne die der Shop aber dennoch prima leben könnte? „In diesem Schritt des Entscheidungsprozesses werden Kann-, Soll- und Muss-Kriterien definiert“, erklärt Eickmann. „Das muss sein, denn kein System kann alle Wünsche erfüllen. Trotzdem wird der Prozess an dieser Stelle oft schmerzhaft.

Manchmal kann ein Blick auf die Konkurrenz bei der Auswahl helfen: Was machen die anderen in meinem Segment, was werden dementsprechend die Kunden wohl von mir erwarten?“ Der so bewertete und strukturierte Wunschzettel wird dann noch mit den absoluten K.o.-Kriterien versehen: Budgetgrenzen, bestehende Support Agreements und notwendige Schnittstellen zu bereits eingesetzten Systemen. K.o.- und Muss-Kriterien zusammen reduzieren die scheinbar unendliche Auswahl des Shop-System-Markts schon deutlich. „Meistens sind zu diesem Zeitpunkt des Prozesses nur noch drei bis fünf Systeme übrig, die infrage kommen“, schätzt Eickmann. „Sind es weniger, muss nochmals an den Muss-Kriterien gearbeitet werden.“
Kontaktaufnahme
Der Händler muss sich nun entscheiden: Nutzt er das – meist deutlich umfangreichere – Angebot eines professionellen Shop-System-Herstellers oder will er eine einfachere Open-Source-Lösung verwenden? Im ersten Fall wird dem Anbieter der fertige Kriterienkatalog geschickt mit der Bitte um Bearbeitung: Welche Funktionalitäten bietet das System, und wie sehen diese in Front- und Backend genau aus? Sind sie in der Standardinstallation enthalten oder kann der Hersteller vielleicht mit einer Spezialanfertigung dienen? Wenn ja, was kostet sie? Dieser erste Kontakt zwischen Shop-Betreiber und potenziellem System-Provider ist nicht nur rein informativer Natur. „Die Reaktion des Shop-System-Herstellers sagt auch etwas über seine Support-Geschwindigkeit aus und darüber, ob die Chemie zwischen Kunde und Dienstleister stimmt“, urteilt Eickmann.

Etwas komplizierter wird es, wenn zu den infrage kommenden Shop-Systemen eine Open-Source-Lösung gehört. Hier muss sich der zukünftige Shop-Betreiber selbst auf die Suche machen und die Möglichkeiten des Systems ausloten. Auch hier kann der Blick auf die Webshops anderer Händler helfen. Den Abschluss des Auswahlprozesses bildet das Rechenbrett: Wie sieht die Kostenplanung aus? Was kostet das System in der Anschaffung, wie schlagen Unterhalt, Support und eventuelle Weiterentwicklungen zu Buche? „In der Regel benutzt man ein Shop-System zwei bis fünf Jahre – eine Kostenplanung sollte daher etwa drei Jahre beinhalten“, so Eickmann.

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04.07.2009
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