Verkaufsförderung: Vorsicht bei hohen Rabatten
11.08.2010 Waltraud Ritzer
Preisnachlässe bringen zwar Kunden in den Shop - doch so manche Rabattaktion schadet dem Geschäft. Was Sie zu dem Thema unbedingt wissen sollten, lesen Sie hier.
Kauft ein Kunde bei mir ein Handy mit Vertrag, so bekommt er 20 Prozent Rabatt auf das Zubehör“, berichtet Rainer Krotter, Inhaber des Aetka-Premiumpartner-Shops C&T Krotter in Parsberg bei Regensburg. Darüber hinaus ist Krotter zu keinen weiteren Zugeständnissen beim Preis bereit. Bei den geringen Margen im Mobilfunkfachhandel sei das auch gar nicht möglich, „Rabatte von 60 oder 80 Prozent, wo soll das herkommen?“, fragt sich der Händler.
Diese Rabattaktionen funktionierten vielleicht bei Matratzen-Outlets, Baumärkten wie Praktiker oder Textilketten, die mit gänzlich anderen Margen arbeiteten – im Handy-Shop hingegen sei dafür kein Platz, so Krotter weiter. Die Frage, ob seine Kunden nicht versuchten, am PoS um ein günstigeres Handy zu feilschen, beantwortet er schmunzelnd mit „Jein“. So komme es zwar manchmal vor, dass Kunden anfangen zu handeln, doch er ziehe „kleine Zugaben“ wie eine Handy-Tasche einem kräftigen Preisnachlass vor. „Meine Kunden kennen meine Einstellung zu Rabatten, und sie akzeptieren, dass wir kein Billigheimer sind“, erklärt der Oberpfälzer im Gespräch mit Telecom Handel weiter.
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