Verkaufstipps: Umsatzchancen am PoS


Dass es aber auch schon heute funktionieren kann, zeigt nicht nur der Händler Rapke, sondern auch der Service-Retailer The Phone House: Die Münsteraner hatten im vergangenen Herbst den Service „Notebook-2-Go“ eingeführt. Kunden können dabei ihr neues Notebook gleich im Shop gebrauchsfertig einrichten lassen, auch dann, wenn sie das Gerät nicht bei TPH gekauft haben. Weitere Services wie Phone-2-Go oder Blackberry-2-Go folgten – das Angebot wird beständig ausgebaut.

Und es ist erfolgreich. Laut Mika Kaijo, Leiter Services und Versicherungen bei TPH, nutzen rund 35 Prozent der Kunden beispielsweise den Notebook-Service. „Nicht die Kunden zögern, diese Services anzunehmen, sondern die Verkäufer, sie anzubieten“, so Kaijo weiter. Die Hemmschwelle liegt, da ist sich Kaijo sicher, hinter dem PoS. Ein fataler Fehler, „denn wenn der Kunde merkt, dass der Händler zögert, dann wird er für einen geleisteten Service auch nicht bereit sein zu zahlen“, warnt auch Thomas Burzler, er ist Management- und Verkaufstrainer in Friedberg bei Augsburg.

Mit diesen Services können Händler beim Kunden punkten
Doch für welche Dienstleistungen sind Kunden auch bereit zu bezahlen? Und wie viel können Händler ihren Kunden berechnen? An erster Stelle steht nach einer Umfrage von Telecom Handel die Datenübertragung von einem Handy zum anderen – beispielsweise dann, wenn ein Kunde ein neues Telefon kauft und das Adressbuch, Fotos oder Videos des alten Handys auch gleich auf dem neuen Gerät nutzen will. „Dieser Service wird von fast allen Kunden gerne akzeptiert, denn sie kennen den Aufwand, der damit verbunden ist“, erklärt Burzler.

Die Preisspanne für diesen Service liegt zwischen fünf und zehn Euro, je nach Umfang. Händler, die diesen Service ausbauen wollen, können sich mit entsprechender Hardware den Aufwand erleichtern, zum Beispiel mit dem UME-36Pro von Cellebrite, einem Stand-alone-Datentransfergerät. Allerdings reißt das Gerät mit einem Preis von 840 Euro erst einmal ein tiefes Loch in die Kasse, nach den ersten zwölf Monaten fallen zudem 175 Euro pro Jahr für Updates an. Der Vorteil: Die Datenübertragung von Handy zu Handy dauert nur wenige Minuten.

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Kommentar der Redaktion

Waltraud Ritzer
Waltraud Ritzer, Redakteurin

Warum eigentlich nicht mit alten Gewohnheiten brechen? Es gibt keinen Grund, warum jeder Service für den Kunden kostenlos sein soll. Die meisten Kunden verstehen, dass Leistung ihren Preis hat. Aber nur, solange dieser angemessen ist und Händler nicht versuchen, Kunden mit überteuerten Konditionen über den Tisch zu ziehen.


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Leserkommentare (2)

Maik | Dienstag, 13. Juli 2010 21:03:43

Kunden

Wer online Kauft oder wo anders der soll gefälligst sich an den Laden wenden oder eben die Hotline anrufen von dem er es hat.
Das schlimmste sind immernoch die Leute die sich erstmal umfassend beraten lassen und anschließend meinen "Danke, ich kauf es mir dann bei [Händler]/ich bestelle es online da ist es (etwas) billiger."

Händler aus dem Ruhrgebiet | Dienstag, 13. Juli 2010 14:40:11

kann ich nur zustimmen...

Es ist nicht empfehlenswert, für jede Kleinigkeit geld einzukassieren, aber wenn man merkt, zuviele Kunden wollen "unseren guten Willen" zu helfen ausnutzen dann verlange ich auch manchmal gebühren.
Aber bei Kunden die ein Handy bei mir kaufen, machen wir die Datentransfer natürlich Kostenlos, bzw bei Senioren erkläre ich denen auch die Grundfunktion des Handys auch kostenlos.

solchen Service (Datentransfer/ Handy Konfiguration) bieten bei uns nur sehr wenige (und die wenigen auch noch überteuert) an, und dementsprechend beliebt sind wir hier in unserer Stadt.

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