Endspurt für Weihnachten: Tipps für das Jahresendgeschäft

Endspurt für Weihnachten: Tipps für das Jahresendgeschäft

Lieferanten und TK-Handel müssen jetzt für die Adventszeit planen - Ein gutes Weihnachtsgeschäft kann bis zu einem Viertel des Jahresumsatzes bringen - Das werden die Renner im vierten Quartal.

von Wolfgang Kühn

Die Spannung steigt: Bei Dieter Mühlbauer ebenso wie bei Robert Stockinger oder Olaf Strauch und den vielen tausend anderen TK-Fachhändlern auch. Sie alle rüsten sich für den Jahresendspurt – das Weihnachtsgeschäft. Immerhin, nach einem durchwachsenen Geschäftsverlauf in den ersten drei Quartalen sollen wenigstens beim Schlussspurt die Kassen klingeln. „20 bis 25 Prozent vom Jahresumsatz erwirtschaften wir mit dem Jahresendgeschäft“, sagt Stockinger.

Der Juniorchef von Stockinger Büro & Technik im oberbayerischen Bad Endorf bildet da keine Ausnahme. Auch seine Kollegen, ob Strauch aus Rostock oder Mühlbauer aus Neuenmarkt, sind auf die letzten vier bis sechs Wochen des Jahres angewiesen. Auch wenn Mücom-Geschäftsführer Mühlbauer mit dem zu Ende gehenden Jahr „bei leicht rückläufigem Geschäftsverlauf noch zufrieden“ ist und der Verlauf des Jahresendgeschäfts „nur schwer voraussehbar“ sei, hört er sich schon mal um, was seine Lieferanten so zu bieten haben.

Marktforscher machen dem Handel Mut
Die haben so einiges auf Lager und wollen natürlich auch vom erhofften Käuferansturm profitieren. Immerhin lassen die Marktanalysen der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) oder vom Ifo Institut für Wirtschaftsforschung hoffen: Auf Konsumentenebene ist von Sparen oder Zurückhaltung noch nichts zu spüren. Dieser Trend könnte durchaus noch bis zum Jahresende anhalten. Das würde dem vor allem im Geschäftskundenumfeld gebeutelten Handel sicherlich guttun.

Auf jeden Fall: Lieferanten wie beispielsweise der Grossist Degen werden ihre „aggressive Preispolitik kontinuierlich weiterführen“, wie Einkaufsleiter Christian Strube sagt. Schließlich soll „die kontinuierliche Steigerung aus den ersten drei Quartalen weiter ausgebaut werden“. Entsprechend umfangreich hat der Distributor die Renner-Produkte fürs Weihnachtsgeschäft platziert (siehe Info-Kasten). Und da Strube hofft, dass „die Hersteller zum Jahresendgeschäft genügend Fokusprodukte produzieren und diese dann erst kurz nach Weihnachten in Allokation laufen“, sollten die letzten Wochen im alten Jahr erfolgreich verlaufen.

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Kommentar der Redaktion

Manfred Streit,

Alle Jahre wieder: Elf Monate läuft das Geschäft mehr oder weniger gut, in den letzten vier Wochen brummt der Laden auf Teufel komm raus – hoffentlich! Denn wehe, es kommt Sand ins Getriebe. Dann ist Feuer unterm Dach. Darum muss das Jahresendgeschäft gut geplant sein.

Nur den Trends hinterherzurennen, ist zu kurzfristig gedacht. Wichtiger ist die Kundschaft – neben der Laufkundschaft ganz besonders die Bestandskunden. Ihre Wünsche und Bedürfnisse muss der TK-Fachhändler kennen, vielleicht auch erahnen, auf jeden Fall sich intensiv mit seiner Kundschaft auseinandersetzen – und dann aktiv auf die Lieferanten zugehen.

So wird nicht nur der Umsatz angekurbelt, sondern auch das Ergebnis verbessert. Dazu noch ein paar Trendprodukte, im Zweifel auch von einem zusätzlichen Lieferanten, dann steht einem guten Weihnachtsgeschäft nichts im Wege. Zumal Provider, Hersteller und Distributoren ebenfalls vom Jahresendgeschäft abhängig sind.

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