The Phone House: Indirekter Vertrieb geht eigene Wege


Neuer Name, neues Logo – neue Distributionsmarke

Neuer Name, neues Logo – neue Distributionsmarke

Kein Händler-, sondern ein Key-Account-Konzept
So stellt Koßmeier von vornherein klar: „Wir haben kein Händler-, sondern ein Key-Account-Konzept. Würden wir den Fachhandel direkt ansprechen, würden wir uns die Distribution und damit unsere eigenen Kunden zum Feind machen. Unser Ziel ist aber, der Distribution in Deutschland zu helfen, ihre Partner zu bedienen, nicht wegzunehmen.“ So steht für ihn auch außer Frage, dass Selectric als wichtiger Key Account an Bord bleibe und den freien Fachhandel weiterhin „mit dem Großteil unserer Einkaufsvorteile“ beliefere. Daher soll sich für Reseller – auch unter den neuen Vorzeichen – nichts ändern.

Reaktion auf Konsolidierung in der Distribution
Hintergrund der strategischen Neuausrichtung des Distributionsgeschäfts sind für TPH die Veränderungen im ITK-Markt. „TPH folgt damit konsequent den jüngsten Entwicklungen bei den Lieferanten – beispielsweise Nokia oder Telefónica O2 Germany –, die sich sukzessive auf einige wenige strategische Partner konzentrieren“, so Koßmeier. Im Klartext: MobileWorld möchte insbesondere an diejenigen Distributoren und Subdistributoren herantreten, die keine direkten Lieferverträge (mehr) haben und neue Wege der Warenbeschaffung suchen. „Wir wollen die Konsolidierungstendenzen nicht vorantreiben, sondern eine Antwort darauf geben“, betont Koßmeier.

Dienstleister Komsa an Bord
Erstaunlich ist, wie das erreicht werden soll: nämlich durch die Auslagerung wesentlicher Prozesse des eigenen Distributionsgeschäfts an Komsa. So übernimmt der Hartmannsdorfer Distributor für MobileWorld den technischen Service, die logistische Auftragsabwicklung, den Innendienst, die Provisionsabrechnung, die Kundenbetreuung inklusive Bestellannahme sowie über die Tochter-Agentur Saxonum auch das Marketing; MobileWorld/ TPH obliegen hingegen der Vertrieb, die Vertriebssteuerung und der Einkauf. „Komsa ist nicht unser Distributor, sondern unser Dienstleister, sozusagen unser Business-Outsourcing-Partner“, stellt Koßmeier klar. Einen Stellenabbau in Münster soll es vor diesem Hintergrund dennoch nicht geben.

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Kommentar der Redaktion

Silvia Flier
Silvia Flier, Redakteurin

Trotz der relativ geringen Markenbekanntheit in Deutschland und der im Vergleich zu Großbritannien niedrigen Shop-Dichte: „The Phone House muss man ernst nehmen“, heißt es bisweilen anerkennend aus der ITK- beziehungsweise Distributionsbranche. Und in der Tat: Man sollte die Münsteraner nicht unterschätzen – nicht zuletzt aufgrund der guten Einkaufskonditionen über die Mutter Best Buy Europe/Carphone Warehouse. Hinzu kommt ein oft sicheres Gespür für aktuelle Trends und Entwicklungen im Markt – als Beispiel sei hier das Konzept der sogenannten „Notebook-Shops“ genannt, welches das Boom-Thema Mobility frühzeitig aufgegriffen hat.

Mit dem jüngsten MobileWorld-Schachzug zieht The Phone House letztlich die Konsequenz aus den derzeitigen Veränderungen und Konsolidierungstendenzen in der deutschen Distributionslandschaft. Clever ist der Coup aber auch aus anderen Gründen: Auf der einen Seite bringen die Münsteraner mit der jetzt eingeführten Marke deutlich mehr Transparenz und Klarheit in das eigene Distributionsgeschäft, das – bislang wenig offensiv kommuniziert – immer schon zum Business-Modell des Anbieters gehörte. Zum anderen schaffen sie durch den neuen Namen eine gewisse Distanzierung von den The Phone House-Shops im Eigen- oder Franchise-Betrieb – was wiederum die Gewinnung neuer Kundengruppen deutlich erleichtern könnte.

Ganz nebenbei unterstreicht die Namensgebung den von TPH angestrebten Weg in Richtung „Wireless World“ – weg von der reinen Fokussierung auf Telefonie (The Phone House) hin zur konvergenten Welt der mobilen Datenkommunikation (MobileWorld). Dass die neue Distributionsmarke dabei den gleichen Namen trägt wie die TPH-eigenen Prepaid-Tarife, sei hier nur eine Randnotiz. Schlagzeilenträchtiger ist da vielleicht schon eher, dass der Hartmannsdorfer Distributor Komsa als Dienstleister für MobileWorld Distribution – und damit für den Wettbewerb – in Erscheinung tritt.


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Leserkommentare (2)

Gast | Donnerstag, 15. Juli 2010 15:24:10

..

das mag meines Vorredners persönliche Erfahrung sein, The Phone House hat mich super beraten, und mir ein prima Angebot gemacht, da konnte selbst der Netzbetreiber nicht mithalten. Ich würd' immer wieder hingehen

unbekannt | Donnerstag, 11. Februar 2010 14:42:52

TPH

the phone house ist wirklich einer der schlimmsten "handy-läden" die es gibt so ein unfreundliches und unkompetentes personal wie dort habe ich noch nie erlebt.
bin gespannt wie erfolgreich the phone house sein wird, denn druck haben die in mengen.

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