Provisionen im Energiemarkt: Kohle aus der Dose
18.11.2010 Silvia Flier
Die Suche nach neuen Geschäftsfeldern führt viele TK-Händler zur Vermarktung von Strom- und Gasprodukten. Die Provisionen variieren hier stark, sind aber oft niedriger als in der TK-Branche - dennoch kann sich der Einstieg lohnen.
Das Telekommunikations- und Mobilfunkgeschäft ist auch nicht mehr das, was es mal war: Die Schlaraffenland-artigen Zustände, in denen die Euro- beziehungsweise D-Mark-Scheine fast wie von selbst in die Kasse flogen, sind längst passé. Für viele Fachhändler scheint da die Vermarktung von Strom- und Gasverträgen ein einträgliches zusätzliches Geschäftsfeld zu sein. Aber ist das tatsächlich so? Zahlt sich der Einstieg in das fachfremde Business wirklich in barer Münze aus? Telecom Handel hat sich in der Branche umgehört und die Provisionen in der Energievermarktung unter die Lupe genommen (siehe auch Tabelle im Downloadbereich).
Provisionen auf dem Prüfstand
Grundsätzlich gilt: Die Provisionen für die Vermittlung von Strom- und Gasverträgen sind niedriger als die für Mobilfunk- und DSL-Verträge. Laut Angaben der befragten Firmen bewegen sich die Provisionen hier zwischen 20 und bestenfalls 160 Euro pro Abschluss – im Privatkundenbereich wohlgemerkt. Denn im Gewerbekundensegment ist durchaus mehr drin: Dort sind dreistellige Beträge gang und gäbe – wovon insbesondere die Partner von HFO Energy profitieren sollen: Der Hofer Energie-Distributor hat sich auf den Geschäftskundenmarkt spezialisiert und bietet für Gewerbekunden mit einem Jahresstromverbrauch bis 100.000 Kilowattstunden individuelle Tarife an, die bis zu dreimal höhere Provisionen als der Marktdurchschnitt versprechen. Bei noch größeren Gewerbe- beziehungsweise Industriekunden, sogenannten leistungsgemessenen Kunden, sind theoretisch sogar in die Tausende gehende Provisionen möglich. „Das liegt daran, dass bei Kunden, die einen Jahresverbrauch von über 100.000 Kilowattstunden haben, ein anderes Provisionsmodell greift“, erklärt Jens Hagel, Leiter Vertrieb und Kooperationen bei PortalHaus Internetservices.
Für die Höhe der Provisionen ist allerdings nicht nur entscheidend, ob es sich um Privat- oder (leistungsgemessene) Gewerbekunden handelt. Wichtig ist auch, ob der jeweilige Energie-Provider Online- oder Handelstarife anbietet. Im Gegensatz zum Gros der befragten Firmen hat sich beispielsweise PortalHaus auf die – günstigeren – Online-Tarife fokussiert: „Klar, dass wir da nicht die höchsten Provisionen zahlen können. Auf der anderen Seite müssen unsere Händler die Konkurrenz aus dem Netz nicht fürchten – und das ist ein ganz entscheidender Vorteil.“ Mit anderen Worten: „Es gibt Anbieter, die zahlen zwar mehr, haben dafür aber die schlechteren Produkte“, so Hagel.
» Übersicht Provisionen Energiemarkt
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Leserkommentare (3)
Berisa | Dienstag, 08. Mai 2012 17:06:09
herrn wegmann
was ist denn mit den herrn wegmann los den kann man irgend wie garnicht mehr erreichen und der hatt mein geld bis heute noch nicht überwiesen was ist dass für ein unseriöses verhalten von der VIM GMBH hab ich dass garnicht gedacht.
Laut letztem telefonat wollte er mich am selben tag noch zurück rufen hatt er aber auch bis heute nicht getätigt sowas ekelhaftes habe ich echt noch nie im meiner berufserfahrung erlebt
comTech | Donnerstag, 18. November 2010 21:02:40
Kohle aus der Dose
Energie und TK passen wunderbar zusammen. Es gibt auch Anbieter, welche gerade für Gewerbliche Kunden, Provisionen als Airtime zusätzlich zum Abschluss ausschütten. Ich persönlich verknüpfe diese beiden Branchen seit mehreren Jahren erfolgreich. Mit Anbietern wie Teldafax arbeite ich überhaupt nicht zusammen, da mir meine Kunden extrem wichtig sind und ich auch nach 2 Jahren dort vorbei schauen möchte.
CB | Donnerstag, 18. November 2010 14:36:10
weiss nicht
Ich bin da etwas vorsichtig, wer Sendungen wie Frontal21 verfolgt hat vielleicht schon mitbekommen was bei Firmen wie Teldafax so los ist ("Schneeballsystem, Ermittlungsverfahren, uvm"). Dem "schmerzfreien Drücker aus dem Vodafoneshop" mag das völlig egal sein, wer aber auf seine Bestandskunden angewiesen ist sollte genau prüfen was er da anbietet.