E-Book-Reader: Ein Buch mit sieben Siegeln

Immer was zu lesen: Geräte wie der Kindle von Amazon sind sehr handlich

In den USA boomt das Geschäft mit E-Book-Readern, zunehmend wird elektronische Lektüre auch auf Smartphones konsumiert. Lesen Sie in unserem großen Marktreport, wie TK- und IT-Distributoren das Thema beurteilen.

Als Johannes Gutenberg vor mehr als 500 Jahren den Buchdruck erfand, setzte er für Jahrhunderte den Standard zur Übermittlung von Information und später auch Unterhaltung. Auch der Siegeszug von bewegten Bildern und Tönen im letzten Jahrhundert konnte gedruckte Medien nicht ersetzen.

Im 21. Jahrhundert könnte das anders werden, denn Bücher finden ihren Weg auf Bildschirme, ohne dass Papier und Tinte nötig sind. Sogenannte E-Books sind seit einigen Jahren ein Thema, doch bisher blieb der Durchbruch aus, wofür vor allem die schlechten Lesegeräte, aber auch fehlende Initiativen zur Vermarktung sowie ungeklärte Fragen der Rechte an E-Books verantwortlich waren.

Neue Hardware, neuer Markt
Das könnte sich bald ändern, denn die Hardware-Revolution bei Displays, Akkus und Speicher macht auch vor den E-Book-Lesegeräten nicht halt und ermöglicht zudem – gleichsam als Synergieeffekt der technischen Entwicklung in anderen Bereichen – auch den komfortablen Konsum von Literatur auf Smartphones und portablen PCs. Denn grundsätzlich braucht elektronische Lektüre keine spezielle Hardware, um gelesen zu werden: Seit Jahren konsumieren Japaner ihre Mangas unterwegs auch auf Handy-Displays.

Auf dem iPhone oder BlackBerry werden elektronische Bücher und Zeitschriften immer populärer. Zum Start des Ende April angekündigten iPad eröffnet Apple sogar einen Shop für elektronische Literatur, zudem unterstützt das Gerät das relativ populäre ePub-Format für elektronische Bücher. Auf dem 9,7 Zoll großen Bildschirm sollen Buchseiten und Mischmedien aus Text, Fotos und Video besonders gut zur Geltung kommen.

Zu den Nachteilen vieler mobiler Endgeräte gehören aber auch kurzatmige Akkus und vor allem kleine, beleuchtete Displays, mit denen längeres Lesen ermüdet. Dazu muss der Anwender das Endgerät auch in der Hand halten können, und es sollte auch nicht ganz sensibel auf äußere Einflüsse reagieren.

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Leserkommentare (2)

PL | Mittwoch, 07. April 2010 13:37:39

wird nix

ich denke auch, dass sich bei den aktuellen Pereisen für die Reader die Technik nicht im großen Stil durchsetzen wird in Deutschland. Zumal lesen auf einem Stück Papier tatsächlich angenehmer ist ... und hier auch nicht zu befürchten ist, dass der Akku an der spannendsten Stelle schlapp macht. Wobei die Laufzeiten durchaus okay sind.
Aber lesen in der Badewanne oder am Strand? Ein Buch kann auch paar mehr Tropfen Wasser aushalten und auch Sand macht da nix.
Wenn sich die Inhalte aber Richtung Multimedia entwickeln und Bücher mit Multimediainhalten direkt für solche Reader geschrieben werden, dann kann sich das zukünftig noch ändern - wobei offen ist, was passiert, wenn die Grenze zu einem Film zu fließend wird, denn dann werden Bücher einfach kultiger bleiben.

Axel L. | Freitag, 26. März 2010 13:50:53

e-Book reader

im grunde ist das ding garnicht so übel aber zum einen ist es in deutschland noch recht teuer und zum anderen geht es den meisten ja so, das sie auf papier "besser" lesen können.
gemeint ist... bei größeren texten drucken die meisten sich den text aus um ihn "in der hand" zu haben und zu lesen....
ich denke nicht das es solch einen durchbruch gibt wie in den USA. zumindest nicht wenn der preis für die reader so hoch bleiben... ausserdem, wie im text erwähnt, ist doch noch viel zu wenige literatur zur verfügung.

eure meinung?!

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