Datensicherheit: Handy weg - was nun?

Auf einem Smartphone sind viele sensible Informationen gespeichert - ein Diebstahl oder Verlust ist der Stoff, aus dem Albträume sind. Lesen Sie hier, wie Daten gesichert oder wiederhergestellt werden können.

von Lutz Herkner

Autoschlüssel, Kreditkarte, ja sogar der Ehering: alles Tinnef. Zumindest im Vergleich zum Handy – das ergab eine Studie vom Handy-Hersteller Nokia, die nach dem Verlust von Wertgegenständen und deren Wichtigkeit fragte. Kein Wunder, denn in Mobiltelefonen lagert heutzutage so manch kostbare Information, von der Telefonnummer über Erinnerungsfotos bis hin zu Passwörtern, bei Firmen-Handys sind mitunter sogar vertrauliche Dateien auf dem Gerät gespeichert.

Ist all das mit einem Schlag weg, ist der Ärger groß, weshalb fürs Smartphone die gleiche Kardinalregel gilt wie für den PC: Vorbeugen ist besser! Dieser Rat bezieht sich nicht nur auf das Sichern der Daten, um diese im Fall eines verlorenen oder gestohlenen Handys später auf ein Ersatzgerät zu spielen, sondern auch auf Maßnahmen, die Informationen vor unerlaubter Einsichtnahme schützen sollen. Telecom Handel hat beides einmal auf allen gängigen Smartphone-Betriebssystemen getestet.

iPhone
Besitzer eines iPhone haben es leicht: Da der komplette Datentransfer ohnehin über iTunes läuft, weiß Apple bis ins Detail, welche Informationen sich auf dem Telefon befinden. Sofern der Nutzer nicht die entsprechenden Optionen deaktiviert hat, werden alle Daten auch wieder auf ein neues Gerät aufgespielt, inklusive der installierten Apps. Somit stellt das neue iPhone anschließend eine 1:1-Kopie des vorherigen Geräts dar. Über Datensicherungen müssen sich Apple-Kunden also keinerlei Gedanken machen. Auch an die Verwaltung eines verlorenen Telefons hat Apple gedacht: Für alle Geräte mit Software-Version 4.2 oder höher steht die kostenlose App „Mein iPhone suchen“ zur Verfügung.

Ist diese installiert und die gleichnamige Option aktiviert, lässt sich das Gerät über die Website me.com orten. Der Besitzer kann sogar eine Nachricht samt Tonsignal auf das Telefon schicken, beispielsweise um einem ehrlichen Finder die Möglichkeit zu geben, sich zu melden. Anderenfalls lässt sich das Telefon sperren, persönliche Daten können aus der Ferne gelöscht werden.

Das alles klappt allerdings nur, solange das iPhone eingeschaltet und per WLAN oder Mobilfunk mit dem Internet verbunden ist! Zieht der Finder unterdessen die SIM-Karte heraus und deaktiviert das WLAN, bleiben sämtliche Aktionen des Eigentümers folgenlos. Der „Finder“ kann das iPhone dann seelenruhig auf die Werkseinstellungen zurücksetzen und mit seiner eigenen Karte nutzen.

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