Deutsche Telekom: "Die größte Hürde ist der Kopf"
09.08.2011 Roland Bernhard
Mit einem 10-Punkte-Programm will Carola Wahl, Leiterin Indirekter Vertrieb und Service bei der Telekom Deutschland, den Handel fit für die Zukunft machen.
Seit rund vier Monaten ist Carola Wahl als Nachfolgerin von Volkmar Strauch für den indirekten Vertrieb sowie den Kundenservice bei der Telekom Deutschland zuständig. Telecom Handel hat nachgefragt, welche Strategie die Managerin verfolgt und mit welchen Maßnahmen sie den Fachhandel zukünftig unterstützen will.
Telecom Handel: Ihr Chef Thomas Berlemann kündigte letztes Jahr im Interview an, dass ‚die besten Zeiten für den Handel noch kämen‘. Das klang fast wie ein Versprechen. Wie sieht es denn nun aus mit den besten Zeiten?
Carola Wahl: Wir tun viel, um zusammen mit dem Handel eine Erfolgsstory zu schreiben: So haben wir sehr erfolgreich mit den Händlern im April den Aktionstarif ‚Complete Mobile M‘ eingeführt. Und mit unseren neuen Rahmenakquiseverträgen im Bereich GK sind wir jetzt auch regional schneller unterwegs. Außerdem bieten wir beispielsweise Präsenz-Schulungen an und zahlen attraktive Provisionen. Ich denke, damit haben wir unser Versprechen eingelöst.
Telecom Handel: Ein Problem war ja auch, dass Sie bei der integrierten Vermarktung bislang Service-Center und Filialen bevorzugt haben ...
Wahl: Es stimmt, dass wir den Schwerpunkt beim Cross-Selling in den ersten beiden Jahren unseres ‚One-Company-Konzepts‘ auf die eigenen Kanäle gelegt haben. Deshalb haben wir aber jetzt im Juni ein Pilotprojekt gestartet, das unseren 300 Exklusivpartnern alle Telekom-Verträge ihrer Kunden aufzeigt.
Telecom Handel: Wie funktioniert dies genau?
Wahl: Wenn bislang ein Mobilfunkkunde in den Laden des Händlers kam, konnte dieser in den telekomeigenen Systemen nicht sehen, welche Festnetzprodukte, etwa Double-Play, Triple-Play oder VDSL, dieser Kunde hat. Das ist jetzt möglich.
Telecom Handel: Wann werden Sie das Projekt ausdehnen und alle Händler anschließen?
Wahl: Der Pilot dauert drei Monate. Wenn er erfolgreich ist, werden wir die Ausweitung auf alle Partner und Themen prüfen.
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Leserkommentare (4)
T-Partner | Montag, 05. September 2011 11:42:39
Strategie?
Sehr geehrte Frau Wahl,
zunächst einmal herzlichen Glückwunsch! Der Wille etwas zu verändern war sicherlich auch bei dem einen oder anderen Ihrer Vorgänger vorhanden. Leider sind diese, wie viele andere auch, an der Trägheit des Konzerns gescheitert. Anders kann ich mir es nicht erklären, daß unsere reklamierte Jahreszielvereinbarung im September immer noch nicht bearbeitet ist.
Ein Shop-in-Shop System in einer Bank? Welche Bank spielt da mit und zu welchen horrenden Konditionen? Sicherlich gibt keine Bank die eben mal so ein paar Quadratmeter abgibt.
Dann sollten Sie mal dafür sorgen, daß der Wechsel ohne DSL für den Handel wieder als Neuvertrag gewertet wird denn ohne das kein WKZ!! Und ohne WKZ keine Werbung!! Und ohne Werbung keine Absätze!! Da brauch ich kein BWL Studium dafür um zu erkennen daß das ein kurzfristig, monetär motivierter Teufelskreis ist!
Und wenn Sie damit fertig sind, Fr. Wahl, dann kümmern Sie sich bitte mal darum, daß Festnetzanschlüsse und übermittelte Aufträge auch in den Systemen gebucht werden und dann auch tatsächlich realisiert werden. Da muß man schon Hotlines anrufen um Verfügbarkeiten zu klären und bekommt das GO und 2 Wochen später steht der Kunde im Laden - nichts ist geschalten und auf NACHFRAGE erhält man dann die Aussage: ups! doch nichts möglich! Oder das Kunden DSL Anschlüsse mit 16.000 KB betreiben aber nicht auf IP umstellen können obwohl der Indirekte Vertrieb Druck drauf hat.....
Ich könnte Ihnen mal einige Baustellen im Konzern zeigen. Kommen Sie doch mal auf einen Kaffee bei uns vorbei!
kleiner Verkäufer | Dienstag, 09. August 2011 23:58:52
welch Aussage
Also sie Dame sollte in die Politik wechseln...
Nach der Frage bezgl des Wegnehmens von Umsatz vom Handel bei ihrem Shop-in Shop-konzept kommt die Aussage: "Feindbilder helfen nicht weiter"! WOW!!!
Das soll sie dann mal dem Fachhändler um die Ecke sagen der einen Umsatzeinbruch von x% hat wegen eines neuen Shop-in-Shops nebenan.
Eigentlich eine Dreistheit so ene Aussage. Man könnte sie auch anders formulieren: "Ist mir doch egal" past da genauso gut hin wie das was jetzt da steht.
Aber der Kunde wird am Ende entscheiden und mit solchen Machenschaften hoffentlich nicht mitmachen.
Shop | Dienstag, 09. August 2011 20:52:32
Abwarten
Also die Systeme lassen das schon zu, dass es möglich ist, aber es liegt ganz klar an den Produkten, die einfach zu teuer sind wenn man sie kombiniert! Wenn ich einem Kunden was verkaufen soll, dass bei der Telekom 170 € im Monat kostet und bei den Mitbewerbern alles zusammen 60 € kann ich argumentieren wie ich will!
Earl Bundy | Dienstag, 09. August 2011 12:55:36
Syteme
Mal schauen ob das die Systeme mit machen....