Motorola Razr im Test: Scharf serviert
13.01.2012 Boris Boden
Der Name weckt Erwartungen: Mit dem Razr hat Motorola einen echten Handy-Klassiker jetzt als Smartphone neu aufgelegt. Ob auch dieses Modell das Zeug zum Bestseller hat, verrät unser Test.
Beim Namen Razr leuchten die Augen mancher Handy-Nostalgiker: Jetzt wagen die US-Amerikaner eine Neuauflage als Smartphone. Das Design und die Wahl der Materialien sollen es von den vielen Konkurrenten mit Android abheben.
Auf den ersten Blick ist das Razr vor allem groß: Die Abmessungen entsprechen ungefähr denen des Samsung Galaxy Nexus; wenigstens ist der US-Amerikaner mit 127 Gramm für ein Smartphone recht leicht und nur 7,1 Millimeter dick. Allerdings ragt das Bauteil mit der Kamera am oberen Ende der Rückseite noch einmal rund drei Millimeter weiter aus dem Gehäuse.
Die Rückseite besteht aus Karbonfaser (Kevlar) und wirkt sehr hochwertig. Da der Akku fest eingebaut ist, stimmt auch die Solidität des Razr, das gegen Staub, Spritzwasser und Kratzer geschützt sein soll. Die Slots für die Micro-SIM- und die MicroSD-Karte liegen unter einer Klappe an der Seite des Telefons, so dass die Speicherkarte auch im laufenden Betrieb gewechselt werden kann.
Das gigantische Display mit 10,8 Zentimeter (4,3 Zoll) Diagonale besteht aus kratzfestem Gorillaglas. Die Auflösung von 960 x 540 Pixeln ist sehr gut, und auch die Farben der Anzeige können überzeugen. Allerdings wirkt das Galaxy Nexus von Samsung noch etwas heller. Der Touchscreen reagiert sehr gut auf die Eingaben des Anwenders.
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Leserkommentare (3)
X3ll | Freitag, 13. Januar 2012 16:54:08
Mehr Inofs im Test bitte. Nicht immer nur Hardware
Vielleicht hätte man im Test mal die Funktion erwähnen sollen, dass man bei dem Motorola RAZR sogenannte Regeln einfügen kann.
Sprich: Telefon erkennt, ob ich auf Arbeit, Unterwegs oder zu Hause bin und stellt automatisch das entsprechende Profil ein, Stellt W-LAN ein uns aus und und und.
Wichtige Infos, die anderen Mobiltelefonen fehlen
Boris Boden | Freitag, 13. Januar 2012 12:28:09
Antwort der Redaktion
Zum Test der Kamera verwenden wir verschiedene Referenzmotive, die typtische Fotosituationen (Landschaft, Portrait, dunkle Umgebung, etc.) abbilden. Natürlich ist diese Methode immer etwas subjektiv, doch aus dem Vergleich lassen sich durchaus Schlüsse ziehen. Jeder Anwender setzt die Kamera ja auch anders ein, was die Motive und die Beleuchtung betrifft. Die Kollegen der Connect haben vor allem die fehlende Bildschärfe bemängelt, das konnten wir außer bei sehr schwachem Licht nicht nachvollziehen. Es gibt sicher noch etwas bessere Kameras (z.B. iPhone 4S), aber vom Kauf des Razr würden wir deswegen nicht abraten.
Connectshop | Freitag, 13. Januar 2012 11:33:40
Kameraqualität - verschiedene Testergebnisse?
"Die 8-Megapixel-Kamera schießt sehr gute Bilder praktisch ohne Auslöseverzögerung. Auch die LED-Leuchte ist recht hell, allerdings wirken die Farben in dunklen Umgebungen wenig realistisch"
Ich frage mich, wie Ihr Testergebnis so abweichend sein kann von dem der Zeitschrift Connect. Die nämlich bemängelt in ihrem Test in der aktuellen Ausgabe insbesondere die Kameraqualität beim RAZR. Nun bin ich etwas verwirrt, ist Ihr Ergebnis (Telecom Handel) vielleicht etwas subjektiv? Welche Kriterien legen Sie für einen Kameratest zugrunde? An sich ist das RAZR nämlich sehr interesant, aber gerade die angeblich so schlechte Kamera hat mich bisher davon abgehalten es meinen Kunden zu empfehlen.