Nische mit Potenzial (Teil 3)


Navigationssystem Einbau

Aufgrund der relativ hohen Anforderungen schrecken viele TK-Händler vor einer Vermarktung von Festeinbauten zurück. Die Zielgruppe ist zudem wesentlich kleiner als bei Stand-alone-Navigatoren, nicht zuletzt wegen des Kostenfaktors. Dennoch: „Individuell auf den Kunden bezogene Einbaulösungen bedeuten für Autofahrer, die ihr Fahrzeug als persönliches Aushängeschild sehen, sehr viel“, sagt Kotman.
Auch bei Aetka ist man der Ansicht, dass es immer noch eine nicht unerhebliche Anzahl potenzieller Kunden gibt, die sich für diese Art von Navigationssystemen begeistern lassen: „Viele Fahrzeuge der oberen Klasse verfügen über Ab-Werk-Anlagen“, erklärt Uwe Bauer. „Diese kosten bis zu 3.000 Euro extra. Eine nachträglich eingebaute Anlage ist bis zu 60 Prozent günstiger.“

Mit diesem Argument kann der Händler unter Umständen auch Kunden für ein eingebautes Navi begeistern, die nicht auf Navigation im Auto verzichten wollen oder können, die hohe Investition in ein werksseitig eingebautes Gerät aber scheuen. Diese sind zudem eher als potenzielle Käufer von Stand-alone-Navigationsgeräten bereit, für Beratung und Einbau einen angemessenen Preis zu bezahlen. Doch auch Kunden, die schon seit längerem ein tragbares Navi benutzen, kann der Händler unter Umständen zum Kauf eines Festeinbaus bewegen.

„Immer wieder stehen Kunden in den Shops, die sich beschweren, dass sich die mobile Navigation während der Fahrt von der Scheibe gelöst hat, und eine bessere Lösung suchen“, erzählt Olaf Tiegel, Key Account Manager Navigation bei Eno Telecom. Ein weiteres Argument für die Vermarktung von Festeinbauten: Im Gegensatz zum PND-Verkauf stellt das Internet keine Konkurrenz für den Händler dar, allein schon aufgrund der hohen Beratungsintensität.

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