Korruptionsskandal erschüttert Media-Saturn
20.10.2011 Stephan von Voithenberg
Im Rahmen laufender Ermittlungen gegen Media-Saturn wurden nun fünf Personen wegen Korruptionsverdachts verhaftet - darunter ein Spitzenmanager der Elektrofachmarktkette.
Ein schwerer Korruptionsskandal erschüttert derzeit die Media-Saturn-Gruppe. Im Rahmen der laufenden Ermittlungen wurden nun am Mittwoch fünf Personen in Gewahrsam genommen, nachdem Fahnder bereits im Juli unter anderem die Konzernzentrale in Ingolstadt durchsucht hatten. Unter den Verhafteten befindet sich auch ein Top-Manager der Elektrofachmarktkette Media Markt, der hohe Schmiergeldzahlungen für den exklusiven Vertrieb von DSL-Verträgen kassiert haben soll. Bei den anderen Beschuldigten handelt es sich einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge um die Ehefrau des Managers sowie drei Geschäftspartner von Media-Saturn.
Der Augsburger Leitende Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz sprach von "besonders schweren Fällen der Bestechung und der Bestechlichkeit im geschäftlichen Verkehr". Die Verdächtigen sollen gewerbs- und bandenmäßig organisiert gewesen sein. Bei einer Verurteilung drohen den Angeklaten Haftstrafen.
Der Fokus der Ermittler richtet sich derzeit insbesondere auf den Geschäftsmann Peter N. aus Wetzlar, dem ein besonders schwerer Fall von Bestechung vorgeworfen wird. Er soll zwischen 2005 und 2010 rund 3,5 Millionen Euro Schmiergeld an Verantwortliche bei Media-Saturn gezahlt haben, aufgeteilt auf mehr als 200 Einzelvorgänge. Im Gegenzug durfte er in Media-Markt- und Saturn-Märkten exklusiv DSL-Verträge anbieten und kassierte dem Bericht zufolge Provisionen von insgesamt 50 Millionen Euro. Wie es weiter hieß, sollen laut Staatsanwaltschaft verschiedene Marktleiter aus der übergeordneten Media-Saturn-Organisation heraus angewiesen worden sein, mit Peter N. zu kooperieren.
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Leserkommentare (4)
UETK Fuzzi | Donnerstag, 20. Oktober 2011 14:34:55
MSH
Keine Sorge geehrtes Puplikum, MSH steht das Wasser auch bis zum Hals und die Zeit der Arroganz ist endgültig vorbei. Die haben über viele Jahre die Marktentwicklung verpennt und werden in den nächten 5 Jahren ganz deutlich an Bedeutung im Deutschen Markt verlieren. Dies wird der Schwenk auf zusätzliche Onlinevermarktung auch nicht bremsen. Prognose: bis zu 80 Märkte weniger in den nächten 5 Jahren.
Werner | Donnerstag, 20. Oktober 2011 14:10:53
Immer das gleiche Spiel
Wie immer bei MSH werden Pordukte nur verkauft, wenn ordentlich Kohle schon vorab in die Kasse fließt!
Wie kann es sonst sein...Die Provider müssen sich einkaufen, um mit diesem Verein Geschäfte zu machen.
Leider hat uns noch keiner was geschenkt :-(
Falkone | Donnerstag, 20. Oktober 2011 14:07:44
10 Jahre Haft für jeden Beteiligten
Warum kommt da bei mir nur Schadenfreude auf ???
Wer anderen das Geschäft versaut, sollte selbst in den Knast dafür gehen müssen !!!
So ist das halt, wenn man nicht genug bekommen kann. Irgendwann rächt sich das immer.
Ich hoffe, das einige dieser blöden Deppenmärkte den Bach runter gehen. Große Sprüche und nichts dahinter.
Ich hab jedee Menge Kunden, die schauen sich die Waren in diesen Märkten an, und dann kommen sie zu mir in den Fachhandel und kaufen die Ware hier.
Sind also doch zu was gut - oder ?
1234 | Donnerstag, 20. Oktober 2011 12:47:56
MSH
...wer ist da jetzt blöd?
Da sieht man wieder mal wie das im Hause MSH funktioniert. Aber Hauptsache den Fachhandel kaputt machen wollen mit Ihren Preisen!