Radikaler Stellenabbau bei NT plus
23.03.2010 Stephan von Voithenberg
Zum 1. April übernimmt Actebis die Verwaltungsaufgaben von NT plus - eine Maßnahme, die nun 20 Prozent der NT-plus-Belegschaft am Standort Osnabrück den Job kostet.
Schmerzhafter Einschnitt bei NT plus: Weil zum 1. April die Konzernmutter Actebis in Soest die Verwaltungsaufgaben des Distributors übernimmt, werden am NT-plus-Standort in Osnabrück 20 Prozent aller Stellen gestrichen. Konkrete Zahlen wollte das Unternehmen nicht nennen, Branchengerüchten zufolge ist aber von rund 70 Stellen die Rede. Betroffen seien die Abteilungen IT, Buchhaltung und Personal, erfuhr Telecom Handel auf Nachfrage. Ein Sozialplan werde aktuell mit den Gremien der Mitarbeitervertreter ausgearbeitet und in den nächsten Wochen umgesetzt.
Die Vermutung, dass betriebswirtschaftliche Zwänge für den Stellenabbau verantwortlich sein könnten, wollte NT plus nicht kommentieren - und verwies statt dessen auf die offizielle Presseerklärung. Darin ist lediglich von der Nutzung von Synergieeffekten die Rede, die in Zukunft Geschäftspartnern "effizientere Prozesse in der Bestellabwicklung sowie den Zugriff auf ein wesentlich größeres Produkt- und Dienstleistungssortiment ermöglichten".
Wie es weiter hieß, sind der Standort selbst, die Marke NT plus sowie Einkauf und Vertrieb nicht von der Umstrukturierung betroffen.
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Leserkommentare (22)
Insolvenzbeobachter | Donnerstag, 01. Juli 2010 13:02:36
Synergien ??
Diese Entwicklung bei NTplus ist sicher nur in Teilen ein Ergebnis der allgemeinen Entwicklung im TK-Markt und der strukturellen Schwächen des Unternehmens NTplus. Viel mehr ist darin das Resultat der heute gängigen Geschäftspraxis, Gesellschaften zu kaufen, zu pressen und zu melken zu vermuten. Sympathischer umschrieben heißt das dann in den Pressetexten der Gesellschafter "wir müssen Synergien nutzen...." In meinem Empfinden eine durchaus legitime Überlebensstrategie, wenn der Gesellschafter die Intention verfolgt, damit eine bessere wirtschaftliche Stabilität für das Unternehmen zu produzieren und die verbleibenden Arbeitsplätze zu sichern. Im Fall von NTplus ist doch jedem klar, dass der Gesellschafter die betriebswirtschaftliche Stabilität ersetzen wird durch kurzfrisitige Gewinnmaximierung und die Sicherung von Arbeitsplätzen sicher keine herausragende Rolle in desen strategischen Überlegungen spielen wird. Die Sicherung von Arbeitsplätzen ist doch auch eher untypisch für einen Finanzinvestor.
Zudem bleibt es abzuwarten, wie Actebis die Synergiepotenziale operativ erschließen wird. Als ein Unternehmen, das ein gegenüber NTplus doch sehr heterogenes Geschäftsmodell betreibt, fehlt mir der Glaube, dass das TK-Segment in der Güte bedient werden kann, wie es heute gute TK-Händler verdient haben.
Für alle Menschen, die NTplus aufgebaut haben, ein sicher schmerzlicher Prozess.
Ex-Mitarbeiter | Donnerstag, 08. April 2010 08:26:15
Wen wundert es?
Hallo Alle miteinander,
wen wundert es? als NT damals von Arques geschluckt wurde, hätte doch jedem bewußt sein sollen, was passiert. Man denke nur mal an die Übernahme von Phonet!
Alles bleibt wie es ist. Das glauben auch nur die, die an den Weihnachsmann glauben!
Mir tut es leid. Ich war mal stolz, den Namen NTPlus auf meiner Visitenkarte zu haben. Ich habe viel bei NT gelern, Gutes, wie auch Schlechtes. NT war mal eine Größe, aber hat nun viele Federn gelassen.
Mir hat damals im "elitären Strickclub" unter A.G. die Menschlichkeit gefehlt.
Gott sei Dank habe ich vor Arques den Abflug gemacht, und ich habe es bis heute nicht bereut.
Es gibt keinen perfekten Arbeitgeber, aber es gibt doch noch Arbeitgeber, die auf Ihre Mitarbeiter setzen und Menschlichkeit walten lassen.
Es tut mir leid für die Leute von NT, die gehen werden müssen. Ihr hättet es viel eher tun sollen, denn Alles was Ihr getan habt, wird Euch nicht gedankt. Ich wünsche allen Betroffenen viel Erfolg bei der neuen Jopbsuche und glaubt mir, es gibt ein Leben nach NT, dass ziemlich entspannt sein kann.
Valaraukar | Mittwoch, 07. April 2010 09:50:28
Radikaler Stellenabbbau
Liebe Lesergemeinde,
warum hier so viele ein Pseudonym verwenden, kann ich nicht nachvollziehen. Ich persönlich verwende es nur, weil ich noch (Betonung) Mitarbeiter dieses ehrenwerten Firmenverbundes bin.
Ebenso überrascht bin ich, wie in Zeiten von Weltwirtschaftskrise und Massenentlassungen noch Geld übrig ist für solche aus der Art geschlagenen Kommentare wie der des Hr. Plesse vom Teleshop Walsrode.
Das einzige "Wir-Gefühl" das hier z. Zt. gestärkt wird ist das "Wir-müssen-schnell-sehen-dass-wir-hier-wegkommen-Gefühl". Ein jeder, mit dem man hier spricht glaubt, dass das erst der Anfang war und letztendlich vielleicht gar nichts mehr übrig bleibt. Spätestens dann hätte sich auch das Thema "Provisionszahlungen" erledigt. Actebis weiß in der Tat nicht, wie das Wort geschrieben wird. Das ist ja auch im Prinzip kein Problem, es gibt ja jemanden im Firmenverbund, der auf diesem Gebiet durchaus Kompetenzen hat. Es beschleicht einen jedoch das Gefühl, dass Actebis nach dem Motto verfährt "Was wir (Actebis) nicht verstehen, können (oder dürfen) andere dann auch nicht verstehen".
Grundsätzlich stimme ich aber mit Meinungen wie die von Hr. Hallmann überein (und es war auch im Prinzip seit dem Tag des Zusammenschlusses klar): Synergien werden über kurz oder lang genutzt und das heißt eben "doppelte" Abteilungen wie Buchhaltung, Personal etc. fallen ersatzlos weg. Selbst wenn sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal in einem noch nie dagewesenen Aufschwung befinden würde, wäre dieser Schritt gekommen. Gewinngeilheit auf der einen, gepaart mit Geiz-ist-Geil-Mentalität auf der anderen Seite passen halt nicht wirklich zusammen und sind kein fruchtbarer Boden, auf dem neue Arbeitsplätze entstehen bzw. bestehende erhalten werden können (zu vernünftigen Gehältern und mit angemessener Vertragslaufzeit).
Das muss sich jeder Endverbraucher vor Augen halten wenn er bei der nächsten Anschaffung wieder mal auf der Suche nach einem noch günstigeren Angebot ist. Erst betrifft es andere Arbeitsplätze und irgendwann dann vielleicht auch den Eigenen.
Aber auch die Arbeit- oder Kapitalgeberseite kommt hier nicht ohne Blessuren davonkommen: Was wurde uns doch erzählt wie toll das ist, dass "uns" Droege Capital gekauft hat. Eine inhabergeführte und eigenkapitalgedeckte Heusc... äh ich meine Investmentfirma. Wie naiv war ich (und sicherlich auch viele andere) und habe gedacht: "Ja, vielleicht machen die mal etwas anderes, wildern vielleicht noch bei der Konkurrenz oder investieren, damit wir uns breiter aufstellen können". Aus der Traum (die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt). Das Einzige, was denen als Antwort auf die momentan vielen Fragen einfällt ist: Leute rausschmeißen.
Und für diese geniale und vertrauensbildende Maßnahme haben die jetzt ca. 1/2 Jahr zusammengesessen und überlegt. Hoffentlich lassen die sich diese Möglichkeit patentieren, bevor das noch jemand anderes nachmacht.
Ich persönlich sehe jetzt schwarz (für mich über kurz), für viele andere bzw. schlimmstenfalls auch für alle an diesem Standort.
Aber wie bereits erwähnt, die Hoffnung stirbt zuletzt.
In diesem Sinne eine konstruktive und ertragsreiche Woche
Werbegruppe | Freitag, 02. April 2010 15:51:05
Hochmut kommt vor dem Fall
Der Geschäftsführer der NT plus ist seit exakt zwei Jahren im Amt. Blickt er mal zurück, womit er in Osnabrück angetreten und was daraus geworden ist?
Wie sieht es mit den damaligen Aussagen aus, Ausbau der Marktposition und des Wachstumskurses, Expansion; sogar Marktführer 2010 wollte man werden! Marktführer - worin eigentlich?
Oder galten diese Sprüche gar nicht für die NT plus selbst, sondern für deren Schwester Actebis auf Kosten der NT plus?
Stattdessen sehr peinlicher Auftritt auf der CeBIT. Was mag uns da auf der CTV ewarten?
T-Partner | Dienstag, 30. März 2010 17:50:48
die Euphorie meines Vorredners kann ich nicht nachvollziehen. Es wird interessant sein, zu beobachten, wie die Buchhaltung von Actebis mit dem sehr komplexen Thema der Provisionsabrechnung umgeht.
Diese Prozesse funktionieren bei Ntplus seid Jahren nicht reibungslos, und nun soll das eine Buchhaltung umsetzten, die bis heute nicht mal das Wort Provision kennt???
Wie das "Wirgefühl" gestärkt wird, indem man 70 Leute entläßt ist mir auch nicht ganz klar.
Teleshop Walsrode GmbH & Co. KG | Dienstag, 30. März 2010 12:32:59
Eine Positive Entwicklung!
Wir, der Teleshop Walsrode, arbeiten schon lange mit NT Plus zusammen und haben durchweg positive Erfahrungen gemacht. Der Umgang untereinander, der persönliche Kontakt, und die kompletten Auftragsabwicklungen laufen seit Jahren perfekt, und wir stehen der Fusion mit Actebis positiv gegenüber.
Wir hatten sogar die Erwartung, dass früher Kräfte intern gebündelt werden würden.
Wir erhoffen uns, und wissen auch, dass dieses passieren wird - ein deutlich stärkeres WIR Gefühl am Markt und das das nur der richtige Schritt sein kann in eine weiterhin erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Firma NT Plus!
Teleshop Walsrode GmbH & Co KG
N. A. aus Westfalen | Montag, 29. März 2010 06:15:08
Radikaler Stellenabbau bei NT plus
Verehrter Herr Hallmann, ich fürchte Sie unterschätzen den Machtmissbrauch, mit dem manche Führungskraft in das Grundrecht auf freie Meinungsäußerung eingreift. Sie sind ganz offensichtlich weder Ex- noch aktueller Mitarbeiter der NT plus.
Betrachtet man aber den Stellenabbau sachlich und nüchtern, muss man feststellen, dass es in einer Gesellschaft, in der Konsum und Profit im Vordergrund stehen, legitim ist, über Gewinnmaximierung nachzudenken. Das ist die bittere Seite unserer Konsumgier. Das, was derartige Maßnahmen jedoch denkwürdig macht, sind die Aspekte der Verhältnismäßigkeit, soziale Kompetenz und Ethik.
Es stellt sich nämlich die Frage, in welchem Maße eine solche Entscheidung zu einem Gewinn beiträgt, wie erheblich und notwendig dieser Gewinn ist und ob er nicht mit milderen Mitteln zu erzielen ist. Mitarbeiter von A nach B zu verlagern mag ein wenig Synergie erzeugen, das aber nur dann, wenn ein Unternehmen nicht ausgelastet ist. Im Zeitalter der Telekommunikation ist es tatsächlich unerheblich, wo sich ein Mitarbeiter räumlich befindet. Was temporäre Krisen betrifft, so hat der Staat den Unternehmen das Instrument der Kurzarbeit zur Hand gegeben, um genau das zu verhindern - nämlich Stellenabbau; es sei denn man rechnete mit einem langfristigen Ertragsrückgang bzw. -stagnation, oder verfolgte andere Ziele, wie M. aus W. treffend erwähnt.
Um die Frage der Verhältnismäßigkeit abschließend zu beantworten ist doch zu überlegen, welche Ersparnis welchen versteckten Kosten gegenüber stehen. Damit sind die Kosten gemeint, die in keiner G&V auftauchen, also jene, die bedingt sind durch den Vertrauensverlust der Mitarbeiter, den Vertrauensverlust der Kunden und Lieferanten in die Nachhaltigkeit eines solchen Unternehmen - ganz zu schweigen vom Imageverlust. Die Folgen dieser Phänomene scheinen sich auf die NT plus schon lange auszuwirken.
In welchem Verhältnis steht nun der reale Ertragsgewinn zum Leid von 70 Mitarbeitern? Diese Frage sollte beantwortet werden, denn hier geht es um Ethik und soziale Kompetenz, die nach wie vor eine erhebliche Rolle in unserer Gesellschaft spielen. Das mussten Nokia, Lidl und Co. schmerzlich erfahren. Welchen Wert haben also die Mitarbeiter für einen Unternehmer/Manager? Damit sind auch die verbleibenden Arbeitnehmer gemeint, die keinen Vertrauen mehr zu ihrem Management haben dürften und ab nun in ständiger Angst vor Jobverlust leben müssen.
Wo bleiben aber die Maßnahmen, die dem Unternehmen einen langfristigen Erfolg im einem stark von Verdrängung geprägten Markt sichern? Wo bleiben die Ideen und Innovationen – die eigentlichen langfristigen Ertragsbringer? Diese Frage bleibt unbeantwortet! Personalkarussell ist es jedenfalls nicht.
Liebe Unternehmer und Manager dieser Welt, schieben Sie Unternehmenskrisen nicht immer auf volkswirtschaftliche Krisen. Wenn diese Logik stimmte, müssten alle Unternehmen in Krisen stecken. Das tun sie aber nicht. Suchen Sie nicht nach Erklärungen für kurz gedachte Maßnahmen, sondern nach langfristigen Lösungen, werden Sie Ihrer Verantwortung für die Gesellschaft gerecht. Wir sind alle ein Teil der Volkswirtschaft und voneinander abhängig. Zeigen Sie etwas Achtung vor Ihren loyalen Mitarbeitern, die Sie schwer und nur unter großem Aufwand werden ersetzen können.
Und mit dem Erfolg ist es so wie mit der Freiheit, sie muss immer wieder aufs Neue erkämpft werden.
Klaus | Sonntag, 28. März 2010 17:08:49
Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen!
Die loyalen Mitarbeiter der NT plus, die nach der Übernahme durch Actebis ihrem Unternehmen und auch dem Konzern treu geblieben sind, haben dann durch ihren Super Einsatz u.a. bei der SAP-Einführung ihr eigenes Grab geschaufelt.
Hut ab Herr Schwellenberg!
M. von Westfalen | Sonntag, 28. März 2010 14:45:50
Anfang vom Ende?
Nun sind es ca.60-70 Mitarbeiter, die die NT plus verlassen müssen, doch wer stoppt die jetzt einsetzende ungewollte Fluktation von Mitarbeitern, die jetzt verunsichert sind bzw. Angebote der Wettbewerber annnehmen?
Wieviel Mitarbeiter kann die NTplus noch entlassen bis das ganze Gebilde in sich zusammenfällt und in die Bedeutungslosigkeit verschwindet?
Wenn ganze Abteilungen ausgegliedert bzw. in die ACTEBIS integriert wird,wo bleibt die Flexibilität , um kundenspezifischen Entscheidungen zu finden? Die bisherige Praxis die wichtigen Kunden durch Innen- und Außendienst zu betreuen, den Kunden ganzheitlich zu kennen und ihm auch in schwierigen Zeiten mal unter die Arme greifen zu können wird es zukünftig wohl nicht mehr geben.
Wo ist die Zukunft des Unternehmens NTplus?
Wenn die Ausrichtung nur in Richtung Margenoptimierung für DROEGE Gruppe sein soll, dann wäre eine Standortverlegung der NTplus in die ACTEBIS Gruppe (Soest) konsequent.
Somit dürfte es auch nur eine Frage der Zeit sein, wann die nächsten Abteilungen geschlossen, verkauft oder ausgegliedert und weitere Mitarbeiter entlassen werden.
In Soest wäre dann die Abteilung NTplus mit dem noch verbleibenden Rest an Mitarbeitern im Fachhandel für Mobilfunk und TK Systeme eine Randgruppe. Die Verlegung von sich "lohnender" Abteilungen hätte noch einen weiteren Vorteil, die Kostenoptimierung da nur noch ein Standort nötig, die Warenvesendung könnte in die Logistik der ACTEBIS integriert werden und das vorhandene Logistikcenter in Stauffenberg verkauft werden....
... sollte es so kommen bleiben nur 60 Mitarbeiter über und 300 dürfen gehen...
Doch wo bleibt die Aussage der Geschäftsführung am Standort Osnabrück festhalten zu wollen? Wer garantiert den verbleibenden Mitarbeitern ihren Arbeitsplatz und ihre berufliche Zukunft?
Quo vadis NTplus?
Ex-Kunde | Sonntag, 28. März 2010 10:59:01
Geschäftsleitung
Betrifft der Stellenabbau auch die Geschäftsleitung?
Der Auftritt des Geschäftsführers auf der diesjährigen CeBIT / T-Mobile Veranstaltung sprach Bände. Wie mögen sich dort die NT-Mitarbeiter gefühlt haben.
Mein Mitgefühl gehört der Belegschaft der NT plus, den Opfern des Missmanagements.
Daher zähle ich mich seit 1 Jahr als Ex-Kunde.
synonymschmschien .... | Donnerstag, 25. März 2010 23:42:12
Wer ist Frank Hallmann ???
über das leid sovieler zu hänseln...
schämen SIE sich !
Ex Mitarbeiter | Donnerstag, 25. März 2010 13:50:46
Kindergarten?
Ich sehe in den anderen Kommentaren nur einen Kommentar von Ex Mitarbeitern, und zwar meinen. Da fühle ich mich doch mal persönlich angesprochen.
Ich kann mir nicht vorstellen, das Herr Hallmann ernsthaft objektiv beurteilen kann, was die ca 60(!!!) Mitarbeiter heute machen, die Ntplus alle vorher verlassen haben, weil Sie diese Maßnahmen vorhergesehen haben, die nun anstehen.
Ich habe immer gerne bei Ntplus gearbeitet, aber als das Unternehmen an einen Finanzinverstor verkauft worden ist, war der Weg vorgezeichnet.
Diese Meinung habe ich auch nicht exklusiv, wie die hohe Fluktation nach der Übernahme durch Arques gezeigt hat.
Zum Schluß sei noch gesagt, das ich das Unternehmen nicht schlecht gemacht habe, sondern nur meine Meinung zu dem Bereicht geschrieben habe, und das ist, Gott sei Dank, in unser schönen Demokratie noch erlaubt.
Und nun noch was für den Kindergarten: Synergie schreibt sich nicht mit a:-)
Frank Hallmann | Donnerstag, 25. März 2010 11:57:59
Kindergarten
"Kindergarten" ist das einzige Wort, was ich dazu sagen kann. Erstens, weil scheinbar die alten Mitarbeiter soviel Zeit haben, in Ihrem ach so tollen Unternehmen, dass Sie hier soviel schreiben können oder weil sie vielleicht mit sich selber so unglüglich sind und zu spät begriffen haben, dass Sie MIT IHREM NEUEN UNTERNEHMEN aufs falsche Pferd gesetzt haben. Oder wie soll ich es sonst verstehen, dass viele schon wieder zu ganz anderen Unternehmen gewechselt sind.
Desweiteren finde ich es nur normal, für erwachsene Menschen mit ihrem richtigen Namen oder Firma Kommentare zu schreiben und nicht mit Pseudonymnamen.
Ich glaube, dass hier mehr Mitberwerber versuchen eine NT schlecht zu machen, da sie es fachlich und struktuell nicht schaffen, wird es halt auf Kindergartennieveau versucht.
Ich kann nur sagen, dass ich den Schritt der GF von NT verstehen kann. Warum sollte man nicht die Synagien mit der Actebis zusammen nutzen ! Das festigt das Unternehmen noch viel mehr. Dazu müssen wir ja alle mal erhrlich zu uns selber sein, heuzutage verschenkt niemand mehr was.
Ich kann nur sagen, dass wir seit acht Jahren mit der NT und Actebis erfolgreich zusammen arbeiten und es auch zukünftig machen werden. Genauso kenne ich sehr viel Kollegen, die seid langer und auch oft erst kurzer Zeit bei NT sind und dieses auch in keinsterweise bereuen.
MFG
Frank Hallmann
Ex Mitarbeiter | Mittwoch, 24. März 2010 08:44:53
war klar
Als Exmitarbeiter war mir dieser Schritt klar. Überraschend ist, das er so spät kommt. Die Übernahme von Arques hat dem Unternehmen sehr geschadet. Und auch Dröge Capital wird nur eins im Sinn haben. Mit möglichst viel Gewinn verkaufen.
Mittelfristig wird nur der Vertrieb übrigbleiben. Den kann Actebis nämlich nicht leisten. Dort wird zu 90%online bestellt, das ist zum Glück bei den Tk-Distirs noch etwas anders.
Ntplus rühmte sich immer, die Nummer eins in Deutschland zu sein. Die letztjährige Platzierung der Telecom Handel Wahl (Platz 7) spiegelt hier wohl besser die Realität wieder.
Wer seine Mitarbeiter und Kunden halt so aus dem Auge verliert, wird langfristig die Konsequenzen tragen müssen.
Für die Exkollegen tut es mir Leid, die können nichts für das Missmangement der letzten Jahre.
Jörg | Dienstag, 23. März 2010 22:40:35
das war leider abzusehen
Seitdem Actebis die NTplus Gruppe übernahm, war schnell festzustellen, das NTplus zunächst geschwächt werden sollte!
Die NTplus Leute wirkten viel motivierter und bemühter, als der heutige Actebis Vertrieb. Auch heute noch habe ich den Eindruck, dass der Actebis Innendienst (Verkauf) oft keine wirkliche Ahnung von der Materie hat und vieles nur vom Monitor abgelesen wird. (Ähnlich wie der Unterschied zwischen den Großvertriebsformen (Media... und Konsorten und den echten Facheinzelhändlern. Die beraten deutlich ehrlicher und objektiver, als der große, hektische und auffällige Markt mit Regaleinräumer-Personal, statt echten Fachverkäufern.) Menschliche Beratungen habe ich bei Actebis bis heute nicht wirklich festgestellt. Desweiteren wurde immer mehr TK-Material ins Sortiment genommen, daher war abzusehen, was Actebis nun zum 2. Quartal bei NTplus vornimmt.
Ich finde es sehr schade und wünsche den betroffenen Mitarbeitern alles Gute.
Für Actebis hoffe ich, dass sie die guten Mitarbeiter von NTplus behalten und stattdessen die schlechten aus den eigenen Reihen an die Luft setzen. Kurzfristiger Profit ist nicht alles im Leben.
Nordische Grüße...
Oldie | Dienstag, 23. März 2010 21:12:04
Es war einmal...
Dies ist die Spätfolge davon, daß man langjährige qualifizierte Mitarbeiter gegen billige Aushilfen ausgetauscht hat. Aufgrund ständiger Pannen und Ahnungslosigkeit mußten wir bereits 2007 die Notbremse ziehen. Wir haben NT Plus verlassen und sind den ehemaligen Mitarbeitern gefolgt. Seither haben wir besten Service und auch noch bessere Konditionen!!
Fritz | Dienstag, 23. März 2010 20:59:29
Henne und Ei
Stellen müssen nicht von jetzt auf gleich abgebaut werden. Sowas sieht man als gute Geschäftsleitung schon deutlich früher.
Richtig, doch unsere Politik lebt es uns täglich vor. Der vorausschauende Lotse ist nicht mehr gefragt. Man wartet bis vorhersehbare Ereignisse eintreten und beginnt dann wild an den Hebeln der Marktwirtschaft und Sozialpolitik zu reisen. Man definiert Ziele (z. B. 50 Mbit für alle, um mal bei der Telekommunikation zu bleiben) ohne nach deren Sinn zu fragen. Hauptsache es ist trendy!
Doch wer hat unsere Volksvertreter gewählt? Wir! Und wir haben uns solange selbst belogen bis wir in unserem eigenen Lügengebäude gefangen waren und nun nicht mehr herausfinden.
stefanrmf | Dienstag, 23. März 2010 20:37:22
Kein Mitleid
Wir haben mit NT plus und den Mitarbeitern kein Mitleid. Wir haben im letzten Jahr versucht dort Kunde zu werden und sind kläglich gescheitert. So wurden alle Aufträge falsch oder gar nicht ausgeführt, e-mails nicht beantwortet und die Buchhaltung scheint das reinste Durcheinander zu sein. Als wir dann angerufen haben, hat mir dann ein Vertriebsmitarbeiter lapidar erklärt, "man habe doch so viele Kunden". Schön für NT plus. Wir haben mit PIE einen exzellenten Siemens-Distributor, bei dem der Kunde noch zählt und nicht wie bei NT plus als Bittsteller behandelt wird. Ich habe noch nie so einen schlechten und arroganten Distributor wie NT plus erlebt. Wir sind eine kleine, inhabergeführte Firma erstklassiger Bonität, seit Jahren erfolgreich am Markt und können uns unsere Lieferanten aussuchen: einen wie NT plus brauchen wir nicht.
EX-Kunde von NT Plus | Dienstag, 23. März 2010 20:07:43
Mitleid für die Mitarbeiter
Für die Mitarbeiter von NT Plus tut es mir sehr Leid und wünsche Ihnen allen alles erdenklich Gute. Für NT Plus tut es mir aber nicht sehr leid, da man dort als kleiner Fachhändler sofort wieder rausgeflogen ist. Der Kundenservice war eine Katastrophe , da man scheinbar sehr deutlich klassifiziert hat. Klassifizieren ist gut und wichtig aber der Kunde sollte es nicht zu spüren bekommen. Kenne noch die Zeit mit NT Plus Riedlbauer usw. Vorbei..alles Vorbei... . Was ist nur mit der Wirtschaft los. geht es nur noch um Profit???? Traurig aber scheinbar wahr. Jeder denkt nur noch an sich und versucht seine Schäfchen ins Trockene zu bringen. Stellen müssen nicht von jetzt auf gleich abgebaut werden. Sowas sieht man als gute Geschäftsleitung schon deutlich früher.
Kein Kunde | Dienstag, 23. März 2010 18:44:35
Wenn man keine Ahnung hat...
"Stellenabbau im IT-Bereich kann auch nur von Vorteil sein, schlimmer wird`s nimmer . Von "nicht erreichbar" bis "Fatal Error" können Kunden ein Lied singen. Das Inkompetenzzentrum wird geschlossen, Glückwunsch von ganzem Herzen. Es kann nur besser werden."
Tja, nur dass dieser Bereich schon länger von Soest aus betreut wurde...
Thomas | Dienstag, 23. März 2010 17:00:06
Jeder Stellenabbau ist bedauerswert
Jeder Stellenabbau ist bedauerswert. Ich weiß wovon ich rede - meine berufliche Herkunft ist die Deutsche Telekom. Natürlich hatten wir dort zuviel Personal, aber wir waren auch gut versorgt. Und wir haben damals unsere Kunden gut behandelt. Ständiger Stellenabbau ist doch eine Abwärtsspirale für unsere Gesellschaft.
Ich konnte auch schon länger nichts mehr mit NTplus anfangen, ich habe ganz einfach zu herweck gewechselt. Dennoch finde ist diese Nachricht echt traurig.
Kunde | Dienstag, 23. März 2010 16:10:35
Richtig so!
Das war doch von Anfang an klar, oder? Die Schonfrist ist längst abgelaufen, NT muss mal ins plus kommen, ein Schelm wer Böses hierbei denkt....
Das Bei NTplus sowieso zuviele Mitarbeiter rumlaufen, die eigentlich keine Daseinsberechtigung haben, weiß jeder, der mit dieser Firma arbeitet. Stellenabbau im IT-Bereich kann auch nur von Vorteil sein, schlimmer wird`s nimmer . Von "nicht erreichbar" bis "Fatal Error" können Kunden ein Lied singen. Das Inkompetenzzentrum wird geschlossen, Glückwunsch von ganzem Herzen. Es kann nur besser werden.
Absehbar ist natürlich die komplette Standortvernichtung, sofern sich nicht ein neuer Käufer auftut. Man will ja schließlich mit NT Geld verdienen. Das ist legitim, keine Einwände. Aber bitte, nicht die Kunden dabei vergessen. Denn von denen beißt man runter, und "Alles" machen die Kunden längst nicht mehr mit. ( siehe letzten Distri-Wettbewerb ) .
Nach wie vor gilt: Pass auf Deine Kunden auf, irdendwann wirst Du sie brauchen!
In diesem Sinne alles gute NTplus!