Rote Zahlen bei Media-Saturn

Die Metro-Tochter ist im zweiten Quartal in die Verlustzone gerutscht. Mit der neuen Online-Strategie hofft MSH-Chef Horst Norberg, das Ruder noch einmal herum zu reißen.

Schon länger ist die Metro AG, Mehrheitseigner der Media-Saturn-Holding (MSH), mit den Ergebnissen der Tochter aus Ingolstadt unzufrieden - die Ergebnisse im zweiten Quartal zeigten einmal mehr, dass die Ingolstädter dringend ihre Strategie ändern müssen. Nach vorläufigen Daten muss MSH in diesem Zeitraum einen EBIT-Verlust von 44 Millionen Euro hinnehmen - im zweiten Quartal 2010 konnte der Elektronikhändler noch einen operativen Gewinn in Höhe von 41 Millionen Euro ausweisen. Neben Investitionen seien für den Verlust vor allem rückläufige flächenbereinigte Umsatzzahlen verantwortlich, vor allem in Deutschland, so Metro bei der Verkündung der Zahlen.

MSH-CEO Horst Norberg hofft nun, mit der bereits angekündigten neuen Internet-Strategie den Retailer wieder zu alten Erfolgen zu führen: "Wir haben jetzt die Weichen gestellt, um zu unserer alten Ertragskraft zurückzukehren." Im Oktober soll Saturn mit der neuen Multichannel-Strategie den Anfang machen, im Januar wird Media Markt folgen. Ziel ist, dass Kunden ein Kernsegment an Produkten online und offline zum identischen Tiefstpreis kaufen können, Telecom Handel berichtete. Darüber hinaus möchte MSH künftig auch in kleineren Städten mit neuen Märkten Fuß fassen. Und schließlich ist ein Ausbau des reinen Online-Handels geplant. Nach der Übernahme von Redcoon.de sollen weitere Akquisitionen in diesem Bereich folgen.

Trotz der schlechten Media-Saturn-Zahlen hält der Metro-Konzern indes an seiner Prognose für das Geschäftsjahr 2011 fest: Das EBIT von 2,415 Milliarden Euro aus dem Vorjahr soll um rund zehn Prozent übertroffen werden.


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Leserkommentare (2)

Emre | Mittwoch, 27. Juli 2011 17:28:49

Kein Wunder...

Das ist auch kein Wunder.

Ich kannte die MSH-Kette bisher sehr kulant und freundlich. Nach zwei Vorfällen, die mir passiert sind, wundere ich mich nicht mehr darüber.

1. Ich wollte einen Fernseher kaufen und bin dazu in den MM gefahren. Klar hat man davor online mal recherchiert. Selben Fernseher beim MM gefunden und direkt zum Verkäufer gelaufen und Kaufinteresse gezeigt. Allerdings kommt der Übel jetzt, dass Gerät war ganze 300€ teurer als im Internet. Lieb mal den Verkäufer gefragt ob preislich was machbar wäre und ein direktes und unfreundliches NEIN erhalten... Weder mal im System geschaut noch eine Bemühung gezeigt... Die Aussage war dann, ich könnte es mir ja im Internet bestellen.

2. Fast derselbe Fall. Ich war für den nächsten Tag auf eine CF-Speicherkarte angewiesen und schaute wieder bei MM. Dort dieselbe Karte 20€ teurer als bei A....n im Internet. Nagut wieder zum Verkäufer gedackelt um mal zu Fragen und dann selbes Problem wieder... Nö, geht nichts holen Sie es sich doch im Internet.

Finde die Fälle schon extrem. Die Märkte waren früher kulanter und es wurde einem wenigstens bisschen entgegen gekommen. Wenn die Preis- und Kundenpolitik so weitergehalten wird, dann kann es nur zu diesem Ergebnis führen.

Falkone | Mittwoch, 27. Juli 2011 13:18:16

Geil ist doch nicht GEIL ?

Tja, irgenwann ist der Markt gesättigt - auch mit dem eigenen Billigschrott!

Zum Glück gibts ja noch den Servicebereich, den die NIE in den Griff kriegen werden ! Und den decken wir dann ab - aber eben nicht für lau !

Wetten, das in den nächsten Jahren einige dieser "Aggressiv-Billig-Schrott-Schleuder-Märkte" verschwinden werden....

Wenn ich lese: "Media Markt will Online-Preisbrecher werden" muss ich schon wieder schmunzeln!
Da gibts nur die Weisheit drauf: Wer zu spät kommt...

Das Schöne ist: Viele meiner Kunden lassen sich dort die Waren vorführen (da ich nicht alles im Angebot haben kann) und kommen dann zu uns in den Fachhandel :-)

(Ich bin doch nicht BLÖD)

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