Gigaset: Anzeige gegen Ex-Chef Hütten wegen Untreue
12.07.2010 Nadja Schaefer
Razzia bei Arques und Gigaset: Im Rahmen von Ermittlungen gegen Arques-Vorstand und Ex-Gigaset-Geschäftsführer Michael Hütten wurden Büroräume bei der Beteiligungsgesellschaft und dem DECT-Hersteller durchsucht, ebenso Hüttens Wohnung.
Im Streit um den DECT-Hersteller Gigaset fährt Siemens gegen Arques schwere Geschütze auf: So hat die ehemalige Gigaset-Mutter jetzt die Staatsanwaltschaft eingeschaltet. Konkret wird gegen Arques-Vorstand und Ex-Gigaset-Geschäftsführer Michael Hütten wegen Untreue ermittelt - das bestätigte Oberstaatsanwältin Barbara Stockinger gegenüber der "Financial Times Deutschland". Die Münchner Staatsanwaltschaft durchsuchte im Zuge der Ermittlungen Büros bei Gigaset, Arques und die Wohnung von Hütten.
Hintergrund für die neueste Entwicklung im Streit zwischen Siemens und Arques: Hütten war seit Oktober 2009 Mitglied in der Geschäftsführung, und hatte nach seinem Antritt die Ziehung einer "Bürgschaft auf erste Anforderung" zurückgenommen. Zuvor hatten seine Vorgänger 20 Millionen Euro von Arques gefordert, die dem DECT-Hersteller vertraglich zugesichert waren.
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Leserkommentare (2)
Maik | Montag, 12. Juli 2010 20:38:41
Siemens
Siemens ist doch auf dem Customermarkt schon lange tot. Verkaufen erst ihre ganzen Fabriken und Produkte/Lizenzen an andere Firmen und jammern anschließend. Mal schauen wie lange es Siemens noch geben wird.
Peter Vietz | Montag, 12. Juli 2010 15:47:21
Gigaset in die Siemens Enterprise Communications eingliedern!
Den dort gehören sie hin.
Ist auch das beste für Arques.
Gigaset war halt' ein bis drei Nummern zu groß für Arques.