Nach O2-Übernahme: HanseNet droht radikaler Stellenabbau

Der Unternehmenssitz von HanseNet in Hamburg

Der Unternehmenssitz von HanseNet in Hamburg

Einem Bericht des Manager Magazins zufolge könnten im Rahmen der HanseNet-Übernahme durch O2 rund 900 der insgesamt 1.300 Stellen beim Hambuger TK-Anbieter wegfallen.

Nach der Übernahme durch die spanische Telefónica geht bei den Mitarbeitern von HanseNet die Angst um. Wie das Manager Magazin berichtete, soll dem Hamburger TK-Anbieter ein drastischer Stellenabbau ins Haus stehen.

Wie es hieß, bemühten sich die derzeit sowohl Berater von Roland Berger, Booz & Co. als auch von McKinsey um eine Beratertätigkeit bei der Fusion. Dabei sorgten vor allem die Pläne von Roland Berger für besonders viel Unruhe: Diese sehen laut Manager Magazin die Degradierung von HanseNet zum Stadtnetzbetreiber vor, da Finanzwesen, Marketing oder Vertrieb bereits ab 2011 von München aus betrieben werden würden.

In der Hamburger Zentrale rechnet man unter diesen Voraussetzungen mit einem Verlust von 900 der insgesamt 1.300 Stellen. Telefónica O2 Germany wollte entsprechende Spekulationen nicht kommentieren: "Die genaue Planung zur HanseNet-Integration erfolgt erst. Wir haben diesbezüglich kein Vertragsverhältnis zu Roland Berger", sagte ein O2-Sprecher gegenüber dem Manager Magazin.

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Leserkommentare (6)

monzoon | Montag, 23. November 2009 14:19:52

HanseNet

Also, dass immer wie "Berater" wie Booz oder Roland Berger ins Spiel kommen, verwundert mich wirklich. Die sind doch sowas weit ab von der Realität und haben in diversen Projekten ihr Unfähigkeit unter Beweis gestellt.
Andererseits: wer ein Honorar von ein paar tausen Euro pro Tag bekommt, kann doch nicht schlecht sein, oder ????????

Waren es nicht die hochbezahlten Folienpinseler Roland Berger, die den Fahrplan der Münchener U-Bahn ausgetüftelt haben? Wenn ich mich dafür bezahlen lassen würde, um jemand Fremden diesen Plan zu erklären, bräuchte ich die nächsten 10 Jahre nicht mehr arbeiten.

Übrigens: ja, es ist "billiger" DSL-Kunden via Wettbewerberübernahme zu kaufen als selber zu akquirieren. Je nachdem, wie man kalkuliert, kostet ein neuer DSL-Kunde den Provider 300 bis 500 Euro. Da fällt der Vergleich zum Kaufpreis eines Anbieters nicht allzu schwer...

andi.stier@rock.com | Samstag, 21. November 2009 03:31:07

mir doch egal..

mir doch sowas von egal. Egaler wie wenn in China ein Sack Reis umfällt oder wieder eine Hinrichtung erfolgte....

Seppel | Freitag, 20. November 2009 09:27:50

Übernahme

Wenn man schnell einer der größten Festnetz / DSL Betreiber Deutschlands werden will, und dieses mit den aktuellen Aktionen nicht schafft, dann ist es doch das einfachste sich die Kunden zu kaufen. Und so ist es günstiger als wenn man die Kunden über Aktionen + Vertriebspartnerprovisionen kauft. Hat bisher ja nicht geklappt von jetzt auf gleich viele Kunden zu gewinnen, trotz guter Preise.
So schlägt man 2 Fliegen mit einer Klappe.
Und das man den Großteil der MA nicht benötigt ist doch auch klar. So ist das Geschäft denke ich

Alexander Jobst | Donnerstag, 19. November 2009 23:02:41

Warum übernimmt man wohl

einen Carrier wie Hansenet ?

Ganz klar, um die eigene Effizienz zu steigern, das eigene Netz besser auszulasten und um die so genannten "Synergie-Effekte" zu heben.

Ob das nun ein Berater wie R.B. & Co, die alle ihre Unfähigkeit mehrfach unter Beweis gestellt haben, vorschlagen, kann dahingestellt bleiben.

Fakt ist, bei einer Fusion blieben bislang (fast) immer "Arbeitsplätze" auf der Strecke.

Das kann man schön finden oder nicht - im Moment jedenfalls wird das keiner ändern. *Leider*

Fritz | Donnerstag, 19. November 2009 15:24:23

Ach so

Na klar! Man hat einfach mal Hansenet übernommen und überlegt jetzt was man damit macht. Nun versteh ich wenigstens warum Spanien von der Finanzkriese besonders hart getroffen wurde.

Elfi | Donnerstag, 19. November 2009 13:06:21

Hansenet

Was steht da wieder für ein Desaster vor Tür?

Kommentare via facebook (beta)Was ist das?

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