Spitzelaffäre: 70 neue Fälle erschüttern Telekom

Spitzelaffäre: 70 neue Fälle erschüttern Telekom

Nach Informationen der Rheinischen Post sind bei der Deutschen Telekom mehr als 70 neue Fälle bekannt geworden, in denen Mitarbeiter oder Geschäftspartner mit illegalen oder fragwürdigen Mitteln überwacht wurden.

Eine neue Spitzelaffäre sorgt bei der Deutschen Telekom für Unruhe: Wie die Rheinische Post berichtete, hat der Sicherheitsdienst des Bonner TK-Konzerns in mehr als 70 bisher unbekannten Fällen Mitarbeiter des Unternehmens oder Geschäftspartner mit illegalen oder zumindest sehr fragwürdigen Methoden observiert.

Die Zeitung bezieht sich auf eine vertrauliche Auswertung von 92.000 Seiten Akten des Sicherheitsdienstes durch die eigene Rechtsabteilung zusammen mit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG - die Telekom hatte diese untersucht, nachdem sie im Juli 2008 von der Staatsanwaltschaft an den Konzern zurückgegeben worden waren. Demnach seien in mehr als 300 Fällen Telefondaten illegal erfasst worden. Ferner wurden den Angaben zufolge Kontodaten gehackt, Aufnahmen von einzelnen Personen gemacht sowie Flugbewegungen erfasst.

Die neuen Schnüffelfälle hätten nichts mit der Bespitzelung von Aufsichtsräten und Journalisten durch den Konzern zu tun, die bereits im vergangenen Jahr für einen handfesten Skandal gesorgt haben, so die Zeitung.


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Leserkommentare (5)

Maus | Montag, 07. Dezember 2009 16:45:54

Telekom # Spitzelaffäre

Die Telekom ist kein Einzelfall in der Branche:
Auch bei E-Plus werden Mitarbeiter bespitzelt: Kontrollieren und Hinterhertelefonieren bei Terminen; Tankbelege von Aussendienstlern werden geprüft (Fahrzeuge sind laut Vertrag auch privat zu nutzen); Krankheitsbilder öffentlich gemacht; Berichte im Übermaß gefordert; etc...
In Hessen sollen auch schon Arbeitsgerichte mit den Fällen beschäftigt sein.
Interessante Parallele am Rande: Erst wurden Ex-Vodafoner geholt; jetzt müssen diese reihenweise wieder gehen....

aus der Generaldirektion | Donnerstag, 03. Dezember 2009 22:02:39

Spitzelaffäre

Der Vorstand der Telekom hat jegliche Moral abgelegt. Sie herrschen mit menschenunwürdigen Methoden. Sozialkompetenz ist ein Fremdwort. Mit sehr fragwürdigen Methoden, erzwungenen Mitteln werden die MA in ihrer täglichen Arbeit rund um die Uhr überwacht, ausgespäht, kontrolliert. Es gibt für den Vorstand keine Menschen mehr im Unternehmen. Wir sind alle Nummern und haben eine Funktion auszuüben. Die Ergebnisse, sowie der Weg dahin wird über die IT-Landschaft ausspinoniert und monitort. Wer nicht funktioniert, muss zum 4-Augenrapport und bekommt nen Einlauf, Versetzungen in extra geschaffene Unternehmensteile wird einem nahegelegt, über den betriebsärztlichen Dienst dienstuntauglichkeiten zwangsweise festgestellt. Die MA werden aufgefordert über den Code of Contact angebliches Fehlverhalten anderer MA zu melden. Die Führungsriegen herrschen mit Führen nach Zahlen, Führen mit Angst, Aber ohne jegliche Sozialkompetenz und Zug zum Menschen.
Mein feuchtes Taschentuch hat eine größere Sozialkompetenz als der komplette Vorstand.
Die Unfähigkeit Fehler zuzugeben, bei Affären zur lückenlosen Aufklärung beizutragen, Menschen wie Menschen zu behandeln wird das große T bald nur noch in den Geschichtsbüchern erscheinen lassen.
Danke Obermann & Co wie ihr mit das Unternehmen, was aus Steuergeldern geschaffen wurde, was von fleißigen Kolleginnen und Kollegen in jahrelanger Arbeit erschaffen wurde, innerhalb von wenigen Monaten zerstört. Der Ruf ist seit Jahren schlecht, ihr macht ihn noch schlechter.

Krümel | Donnerstag, 03. Dezember 2009 17:35:46

Telekom

Kein Wunder das die Kunden irgendwann die Faxen dicke haben und den Anbieter wechseln. Skandale reissen ja bei der Telekom scheinbar nie ab.

Telekommandant | Donnerstag, 03. Dezember 2009 14:08:48

Ein Schnitzel für den Spitzel

Es gibt keine Spitzelei! Das heißt heutzutage "monitoring" und ist ein tolles Mittel leistungsunwillige Aktivposten auszusortieren.

Insider1000 | Donnerstag, 03. Dezember 2009 13:43:33

Spitzelaffäre

irgendwann ist doch mal genug. Lernt die T. denn nie aus der Vergangenheit? Warum macht ihr das? Was resultiert daraus? Die Mitarbeiter und die Partner, wie Auftragnehmer ect. gehen immer ängstlicher an ihre Arbeit, nur keinen Fehler machen, denn ich stehe unter ständiger Beobachtung. Leute wovor habt ihr denn so viel Schiss dass immer wieder solche Bespitzelungen dabei raukommen. Ich bin dafür das jeder der den anderen irgendwie ausspioniert, so in Regress genommen wird das bis hin zur fristlosen Kündigung geht und das muss öffentlich sein damit es jeder ein für alle mal lässt seine Mitmenschen am Arbeitsplatz zu bespitzeln.

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