Überraschende Wende: Arques denkt über Gigaset-Ausstieg nach

Arques-Vorstand Michael Hütten

Arques-Vorstand Michael Hütten

Einem Zeitungsbericht zufolge hat das Beteiligungsunternehmen Arques Bereitschaft signalisiert, seine Gigaset-Anteile an Siemens zurückzugeben. Allerdings nicht zu jedem Preis.

Seit Monaten schon liefern sich die beiden Anteilseigner Arques und Siemens eine erbitterte Auseinandersetzung um den DECT-Hersteller Gigaset. Hintergrund sind insbesondere ausstehende Zahlungen sowie Personalfragen. Nun zeichnet sich eine überraschende Wende ab: Einem Zeitungsbericht zufolge denkt Arques über einen Ausstieg aus seinem Gigaset-Engagement nach. Und das, obwohl das Starnberger Beteiligungsunternehmen seit Oktober 2008 gut 80 Prozent an der ehemaligen Siemens-Tochter hält - inklusive Option auf die restlichen Anteile.

"Wenn Siemens uns einen fairen Preis bietet, kann man ja darüber reden", sagte Arques-Vorstand Michael Hütten der "Welt am Sonntag". Hütten stand noch vor kurzem selbst an der Spitze von Gigaset und hatte auf Druck von Siemens seinen Posten räumen müssen. "Es geht aber nicht, dass Gigaset für null Euro an Siemens zurückgeht", so der Manager weiter.

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Kommentar der Redaktion

Stephan von Voithenberg
Stephan von Voithenberg, Leitung Online-Redaktion

Arques will unter Umständen seine Gigaset-Anteile an Siemens zurückgeben. Nach den endlosen Querelen wäre eine solche Entwicklung wohl für alle Beteiligten begrüßenswert. Immerhin hat das angeblich klamme Beteiligungsunternehmen nicht gerade den Anschein erweckt, den DECT-Hersteller nachhaltig fördern zu wollen. Siemens wiederum könnte erst einmal durchatmen - die Angst vor einem möglichen Debakel wie einst beim Verkauf der Handy-Tochter wäre vorerst gebannt.


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Leserkommentare (2)

Hebdrehwähler | Freitag, 26. Februar 2010 13:06:33

Zustimmung

Es wäre auch das Beste für die Leute, die sowas verkaufen.
Die E49 zeigen wunderliche Effekte wenn der Akku schwächelt.
Wenn der Opa zur Familiengigasetanlage ein E36 Handteil bekommt darf er nicht intern wählen.
Es gibt keine wandmontagefähige ISDN-Basis mehr. Die SX255 musste weg, weil es Probleme mit den neuen Handteilen gab. Ich versteh nicht, was an einem Nachfolger so schwierig sein soll. Den Call&Surf-Kram raus, wieder ein eckiges Gehäuse, auf die neuen Handteile anpassen, fertig. Oder die Funktechnik an AGFEO, Funkwerk und Co lizensieren.
SX255 hat sich immer von allein verkauft. Wenn die gepasst hat gab es keine sinnvollen Alternativen.

Aber man braucht natürlich Entwicklungskapazität für Festnetz-SMS, Picture-Clip, Bildschirmschoner und Kameras in DECT-Telefonen. Nicht zu vergessen die Abteilung, die zu jedem Telefon eine neue Ladeschale töpfert, das war allerdings auch schon zu SIEMENS-Zeiten so.

Peter Vietz | Montag, 22. Februar 2010 17:04:52

So wie ich es am 18.02. prophezeit habe...

http://www.telecom-handel.de/News/Personen/Zoff-bei-Gigaset-Arques-installiert-neue-Geschaeftsfuehrung-6466.html

==> Leserkommentare

...zu 100 % zurück an Siemens. Ich denke, innerhalb der nächsten drei Monate.

Dies ist erstmal auch das Beste für Gigaset.

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