Bundesnetzagentur legt neue Entgelte für "letzte Meile" fest
31.03.2011 Stephan von Voithenberg
Ab dem 1. April 2011 darf die Deutsche Telekom ihren Wettbewerbern für die Nutzung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) monatlich nur noch 10,08 Euro in Rechnung stellen; bislang waren es 10,20 Euro.
Die Bundesnetzagentur hat heute ihren Entgeltvorschlag für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) bekannt gegeben. Demnach muss die Telekom ihren Wettbewerbern die so genannte "Letzte Meile" ab dem 1. April für monatlich 10,08 Euro überlassen - zuvor waren es 10,20 Euro im Monat. Für den Zugang zur TAL an einem Kabelverzweiger darf die Telekom laut Entscheidungsentwurf künftig 7,17 Euro statt 7,21 Euro verlangen.
Erstmals können die neuen TAL-Entgelte allerdings nicht sofort verbindlich in Kraft treten, weil zunächst ein nationales Konsultations- und ein EU-weites Konsolidierungsverfahren zu den Entscheidungsentwürfen durchgeführt werden müssen, betonte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. Die endgültige Festlegung soll dann rückwirkend zum 1. April 2011 vorgenommen werden und die vorläufigen Entscheidungen ersetzen.
21.01.2011
» Letzte Meile: Telekom fordert höhere Mietpreise
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Leserkommentare (4)
Heiko Klein | Donnerstag, 07. April 2011 13:03:56
Monopol ?
Die anderen Netzbetreiber treiben auch mit keinem Cent den Ausbau vorran, geschweige denn investieren irgendetwas in die Instandhaltung.
Die kassieren nur ab uns sonst nichts. Die Gebühren sollten lieber erhöht werden damit die Telekom weiter ausbauen kann.
Ich zahle lieber 5,- € im Monat mehr als das ich
1&1 oder Vodafone DSL Kunde werde, aus Überzeugung !
sebix | Freitag, 01. April 2011 14:11:40
Richtige Basiszahlen?
Aus meiner Sicht sieht es so aus:
Die Entgelte sinken Jahr für Jahr, wenn auch nur minimal. Zusätzlich haben wir aber die Inflation, das bedeutet, eigentlich müssten die Preise steigen. Das bedeutet, die Preise sinken eigentlich stärker. Zudem müsste man für einen realistischen europäischen Vergleich auch die Kaufkraftdaten vergleichen, für einen Portugiesen sind nämlich 7 € mehr Geld als für einen Deutschen 10 €.
Viele Grüße,
Sebix
Goofy | Freitag, 01. April 2011 13:05:59
TAL
Ja und jetzt jammern alle wieder, dass die Telekom doch so böse ist, aber die Realität sieht anders aus und das wissen wir auch. Einer soll investieren und die anderen nur profitieren. Hat eigentlich irgendjemand den super fähigen 1 & 1 Kundendienstchef Marcel D mal bei einem Kunden gesehen?
Rainer Mayer | Freitag, 01. April 2011 12:27:27
Terminierungsentgeld Letzte Meile
Schade, somit hat weiterhin T-Com ein Monopol und alternative Anbieter bleiben auf der Strecke. Von Konkurrenzfähigkeit gegenüber KabelBW ganz zu Schweigen. Mit dieser Entscheidung wird eines wieder klar: Die BNetzA wird vom Staat geleitet und der Staat ist Hauptanteilseigner der T-Com.