Bundestag kippt Warteschleifen-Abzocke
28.10.2011 Stephan von Voithenberg
Der Deutsche Bundestag hat gestern eine Reform des Telekommunikationsgesetzes verabschiedet. Dieses sieht in vielen Punkten eine Stärkung der Verbraucherrechte vor.
DIe Fakten sind geschaffen: Gestern hat der Deutsche Bundestag eine Reform des Telekommunikationsgesetzes verabschiedet, die vor allem Verbraucher freuen dürfte: Diese sollen nämlich in Zukunft nicht mehr bezahlen müssen, wenn sie in Warteschleifen von Telefon-Hotlines festhängen.
Konkret dürfen Unternehmen für die Wartezeit vor Beginn eines Gesprächs keine Gebühren mehr verlangen. Allerdings gilt für diese Regelung ein Jahr lang nach Inkrafttreten des Gesetzes eine Übergangsfrist. Während dieser sind lediglich die ersten beiden Minuten zwingend kostenfrei, danach dürfen die Unternehmen für Warteschleifen wie gehabt abkassieren.
Nach der Übergangsfrist dürfen Firmen die Warteschleifen dann aber nur noch beispielsweise in Verbindung mit einer kostenlosen Service-Nummer oder einer normalen Ortsvorwahl einsetzen. Zudem müssen die Anrufer darüber informiert werden, wie lange sie noch voraussichtlich warten müssen, bis ein Call-Center-Mitarbeiter das Gespräch entgegennimmt.
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Leserkommentare (2)
VF-Shop aus Bavaria | Freitag, 28. Oktober 2011 16:16:36
Warteschleifen Abzocke
Wozu die Übergangsfrist ??? Und wieso war das überhaupt jemals legal, für Warten lassen Gebühren zu erheben ???
SKYTEC | Freitag, 28. Oktober 2011 15:17:38
Kostenabzocke bei Warteschleifen verboten ?
Das klingt ja alles so, als wären unsere Politiker plötzlich um unser Wohl besorgt? In diesem Punkt ist ihr Artikel zu ungenau. Die Wahrheit ist, das unsere Bundesregierung mal wieder die Vorgaben der europäischen Union erst sehr zögerlich und entgegen zum Ausland, viel zu spät durchsetzt. Wußten sie, das es mindestens 5 CDU Politiker gibt, die an CALL-Center beteiligt sind? Es hat vor 5 Jahren schon viel Stress gegeben, das Bürger nicht unaufgefordert angerufen werden durften. Die Gesetzvorlage hat dann auch erst abgewandelt (mit Einschränkungen) das Parlament verlassen. Soviel zu dem Märchen vom lieben Politiker... Gruss JR