Jahresbilanz: Telekom verbucht deutlichen Gewinneinbruch
25.02.2010 Stephan von Voithenberg
Wegen hoher Abschreibungen hat die Deutsche Telekom im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 deutlich weniger verdient als noch im Vorjahr.
Milliardenschwere Abschreibungen haben der Deutschen Telekom die Bilanz für das abgelaufene Geschäftsjahr 2009 verhagelt. Wie der Konzern heute mitteilte, führten ein Wertverlust der britischen Mobilfunktochter T-Mobile UK sowie Abschreibungen im Süd- und Osteuropa-Geschäft zu einem deutlichen Gewinneinbruch.
Unterm Strich verdiente die Telekom im Berichtszeitraum 0,4 Milliarden Euro nach 1,5 Milliarden Euro im Vorjahr - das entspricht einem Rückgang um über 76 Prozent. Ohne die außerordentlichen Belastungen wäre das Konzernergebnis hingegen mit 3,4 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr nahezu konstant gewesen.
Zulegen konnte der Ex-Monopolist beim Umsatz: Dieser kletterte um 4,8 Prozent auf 64,6 Milliarden Euro in die Höhe. Trotz des Gewinneinbruchs können sich Aktionäre freuen: So stellte Konzernchef René Obermann eine Dividende in Höhe von 0,78 Euro je Anteilsschein in Aussicht. Zudem versprach der Manager bis zum Jahr 2012 eine Mindest-Ausschüttung von 70 Cent.
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Leserkommentare (9)
Marc | Freitag, 26. Februar 2010 07:54:14
Fazit
ja, ist ok - ich gebs auf. Wenn Du unbedingt die Telekom als Buhmann brauchst, dann bleib halt dabei. Ist anscheinend doch schwerer zu verstehen (und zu lesen) wie ich dachte, das ich mich nicht ausschließlich auf die Telekom bezogen habe.
Ich bin selbst Abonnent der Telecom Handel und lese diese recht gerne und regelmäßig. Ich habe mit meinem Kommentar auch nicht die Zeitung an sich kritisiert, sonder die Art, wie dieser einzelne Newsletterbericht hier verfasst wurde. Das heißt noch lange nicht, das ich die ganze Zeitung deswegen schlecht finde. Aber vermutlich ist auch dies nicht zu verstehen...
Fritz | Donnerstag, 25. Februar 2010 17:46:47
Mein lieber Marc
Wenn Du in einem absolut sachlichen Bericht über die Telekom "Haudrauf-Journalismus" siehst hast Du irgend ein Wahrnehmungsproblem.
DU bist es, der miese Stimmung erzeugt und einer außergewöhnlich neutralen Zeitung Vorwürfe machst. Und von einem freien Wettbewerb sind wir im deutschen Festnetzmark noch Lichtjahre entfernt wie das Beispiel von ISDN-Service zeigt.
Als beim Ländervergleich Amerika-Russland die UdssR unterliegt schreibt die Prawda am nächsten Tag: "Russland errang einen hervorragenden zweiten Platz, während die USA nur vorletzter wurde."
Dies ist vermutlich Journalismus nach Deinem Geschmack
marc | Donnerstag, 25. Februar 2010 15:10:01
@schelm und kritischer Beobachter
... ich habs ja fast kommen sehen. Und nein, ich bin nicht der Herr Obermann und stehe auch nicht auf besagter Gehaltsliste. Mir gehts in erster Linie um die Art der Berichterstattung. Ob es nun die Telekom oder Microsoft oder Siemens etc. sind - seltsamerweise hat sich bzgl. solch großer Firmen eine Art Hau-drauf-Journalismus entwickelt der so langsam skuriele Züge annimmt. Das ist es was mir nicht gefällt. Die Objektivität geht da so langsam verloren.
Zum Abschluss: ... und wenn Euch mal so gaaaaanz langweilig wird und ihr einen neuen Buhmann sucht, schaut euch doch mal etwas genauer an, was google alles so anstellt - und alles ganz ohne das es irgendeiner Regulierungsbehörde bis jetzt zu denken geben würde...
Schelm | Donnerstag, 25. Februar 2010 13:55:51
haha
hahaha, rene obermann schreibt unter dem pseudonym "marc" kommentare im intenet...
axl | Donnerstag, 25. Februar 2010 13:51:30
jo!
Also der text is doch wohl objektiv geschireben, weis ned, was ihr da seht. Die Telekom Handel is auf jeden Fall besser als Markt intern oder andere Blätter!!!! Das mit dem ex-monopolisten stimmt aber, das is schon sooo lang her
ISDN-Service | Donnerstag, 25. Februar 2010 13:46:01
Ich stimme Marc garnicht zu
Mich nervt die Telekom, die uns Händler gängelt und stehts den schwarzen Peter zuschiebt. Ich könnte etliche Beispiele nennen doch den Gipfel erlebte ich letzte Woche: Nach dem ich eine Störung an einem Resail-Anschluss gemeldet hatte, wurde der Kunde auch umgehend angerufen und ein Technikertermin für den nächsten Tag vereinbart. Der Techniker kam nicht. Dafür der Anruf eines Mitarbeiters vom Vertrieb, der erklärt er habe erfahren, daß der Kunde mit seinem Provider unzufrieden sei und ihm empfahl eine Sonderkündigung auszusprechen und zu Telekom zurückzukehren!!!!!!!!!!!
Kritischer Beobachter | Donnerstag, 25. Februar 2010 13:30:06
Gehaltsliste
@Marc stehst net zufällig auf der gehaltsliste der telekom, oder?
Stefan | Donnerstag, 25. Februar 2010 13:00:45
Ich stimme Marc voll und ganz zu...
.......danke für Deinen Kommentar!
Marc | Donnerstag, 25. Februar 2010 12:48:42
Es nervt...
... und das ganz gewaltig. Und zwar nervt diese Art und Weise von Journalismus. Es scheint derzeit ja einfach "Hip" zu sein, renomierte Unternehmen schlecht zu reden und schlechte Stimmung zu verbreiten. Natürlich kann man mit Negativmeldungen besser Punkten wie mit den den ach so langweiligen positiven.
Ja, sicher hat die Telekom einen Gewinneinbruch erlitten, aber Sie hat in einem extrem schwierigen Umfeld und einer unsicheren Wirtschaftslage immerhin noch Gewinn erwirtschaftet. Viele Unternehmen schaffen dies derzeit nicht. Auch plant man - vermutlich sehr zum Leidwesen der Aktionäre - keine Massenentlassungen um zukünftig noch mehr Gewinn zu erwirtschaften...
Dies könnte ich noch eine Weile so weiter führen.
Liebe Telecom Handel - Ihr solltet mit ein bisschen mehr Optimismus durch die Welt gehen und dies auch Eurern Lesern vermitteln. Für die Marktschreierische Art von Journalismus gibt es schon eine bestimmte Zeitung - auf diesen Zug müsst Ihr nicht aufspringen.
Ach und noch etwas: nach so vielen Jahren der Behauptung in der freien Marktwirtschaft klingt es mitterweile ein wenig lächerlich bei der Telekom immer noch von einem "Ex-Monopolisten" zu sprechen.