Massenentlassungen bei Nokia
28.04.2011 Stephan von Voithenberg
Nokia lagert die Entwicklung des Betriebssystems Symbian aus - und baut weltweit insgesamt 7.000 Stellen ab.
Schon im März hatte Nokia-Aufsichtsratschef Jorma Ollila in einem Interview mit der Tageszeitung Helsingin Sanomat den Start eines "innerbetrieblichen Beratungsprozesses" angekündigt, der die Angst vor einschneidenden Maßnahmen beim weltgrößten Handy-Hersteller weiter geschürt hat. Jetzt ist es soweit: Wie Nokia mitteilte, wird der Konzern die Entwicklung des mobilen Betriebssystems Symbian an das Management- und Technologieberatungsunternehmen Accenture übertragen. Im Rahmen der Vereinbarung, die bis Mitte des Jahres besiegelt sein soll, werden weltweit rund 3.000 Entwickler den Arbeitgeber wechseln. Betroffen von der Maßnahme sind Mitarbeiter in China, Finnland, Großbritannien, Indien und den USA.
Doch es kommt noch schlimmer für die Nokia-Belegschaft: Weil Konzernchef Stephen Elop bis zum Jahr 2013 die jährlichen Kosten um eine Milliarde Euro senken möchte, verlieren bis Ende 2012 weitere 4.000 Angestellte ihren Job - vor allem in Dänemark, Finnland und Großbritannien. Die beiden Standorte in Deutschland für Forschung und Produktentwicklung in Ulm und Berlin seien von den Kürzungen vorerst nicht betroffen, sagte ein Firmensprecher gegenüber der Süddeutschen Zeitung.
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Leserkommentare (3)
GSC Echterdingen | Freitag, 29. April 2011 22:58:02
Nokia Entlassungen
Nokia versucht mit allen mitteln ihren Hals zu retten. Anwenderfreundliche, Technisch gute Handys gibt es kaum noch und Kundenorientierter Service schwindet. Die Umgangsart mit ihren Angestellten läuft ab wie im Fussball- Runde verloren, Trainerwechsel und Entlassungen. Nokia macht bei uns 7% des Handyumsatzes.
M.S. | Freitag, 29. April 2011 05:42:50
Nokia
Nokia geht mit seinen Kunden nicht um. Nokia macht einfach, wie schon immer. Nur hat es lange keinen interessiert was die tun.
Genau so wenig passt sich Nokia an den Kunden an. Nokia passt den Kunden an seine Produkte an.
Aber
grundlegend ist es wie überall. Die Marge muss so groß wiemöglich sein und es ist immer noch mehr drin. Personal ist halt Teuer wenn es nicht in "Entwicklungsländer" arbeitet.
Ein hoch auf unsere "Hautpsache Billig Generation"
B.L. | Donnerstag, 28. April 2011 17:53:16
NOKIA
"Nokia nein Danke"
Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.
Wer mit seinen Mitarbeitern so umgeht - wie geht er dann erst mit den Nöten der Kunden um.