Nokia Siemens Networks streicht in Deutschland jede dritte Stelle
31.01.2012 Stephan von Voithenberg
2.900 Arbeitsplätze fallen dem Stellenabbau von Nokia Siemens Networks in Deutschland zum Opfer. Bis auf fünf Standorte werden alle Niederlassungen geschlossen.
Erst Ende November schockte Nokia Siemens Networks seine Mitarbeiter mit der Ankündigung, weltweit rund 17.000 Stellen streichen zu wollen. Jetzt hat der Netzwerkausrüster seine Pläne auch für den Standort Deutschland konkretisiert. Demnach sollen hierzulande rund 2.900 von insgesamt 9.100 Stellen abgebaut werden, ein Großteil davon noch bis Ende 2012. Mögliche Geschäftsteilverkäufe seien dabei noch nicht berücksichtigt.
Wie es weiter hieß, sollen im Zuge der radikalen Umstrukturierung die Aktivitäten von Nokia Siemens Networks an fünf Standorten gebündelt werden: Berlin (optische Netze; Forschung, Entwicklung Services), Bonn (Kundengeschäft), Bruchsal (Einführung von Neuprodukten), Düsseldorf (Kundengeschäft) und Ulm (LTE-Forschung). 1.600 Stellen sollen nun dorthin verlagert werden.
Alle weiteren deutschen Standorte werden hingegen geschlossen - darunter auch der in München, an dem gegenwärtig ein großer Teil der administrativen Funktionen angesiedelt ist.
Nokia Siemens Networks hat eigenen Angaben zufolge bereits Gespräche mit den Arbeitnehmervertretern aufgenommen.
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