Quartalszahlen: Versatel kann Verluste verringern
12.11.2009 Stephan von Voithenberg
Der Berliner Kommunikationsanbieter Versatel kann im Jahresvergleich den Nettoverlust reduzieren, steckt mit einem Minus von 7,5 Millionen Euro aber immer noch tief in der Verlustzone.
Der Kommunikationsanbieter Versatel muss im dritten Quartal einen Nettoverlust in Höhe von 7,5 Millionen Euro verkraften. Kleiner Lichtblick: Immerhin konnte das Unternehmen das Minus im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal um 2,8 Millionen Euro reduzieren. Beim Umsatz gab es ein leichtes Wachstum um 0,3 Prozent auf 181,1 Millionen Euro. Vor dem Hintergrund der jüngsten Geschäftsentwicklungen rechnet Versatel nun im gesamten Jahr mit einem Umsatz von 730 Millionen Euro und korrigiert damit seine bisherigen Prognosen nach unten.
Bauchschmerzen bereitet Versatel insbesondere das Privatkunden-Segment: Hier reduzierte sich im Berichtszeitraum der Umsatz um 6,6 Millionen Euro auf 79,9 Millionen Euro. Die Zahl der Breitbandkundenverträge ging hier im Jahresvergleich von 702.000 auf 694.000 Breitbandkunden zurück. Im Vorquartal zählte der Anbieter sogar noch 710.000 Kunden.
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Leserkommentare (1)
Alexander Jobst | Sonntag, 15. November 2009 12:30:20
Versatel verliert Privatkunden
Hier rächt sich nun scheinbar das Hin und Her in der Vertriebsstrategie.
Nach dem Ende der Vermarktung über die Großfläche und die scheinbar weitgehende Aufgabe von Partnershops dürften die weiteren Marktteilnehmer weiter im Revier von Versatel wildern. "Gegenwehr" von Versatel ist im Moment für mich nicht erkennbar.