RIM in Not: BlackBerry-Hersteller kündigt Entlassungen an
17.06.2011 Stephan von Voithenberg
Der BlackBerry-Hersteller RIM steckt in Schwierigkeiten: Weil neue Modelle fehlen, stimmen die Zahlen nicht mehr. Der Konzern reagiert mit der Entlassung von Mitarbeitern.
Waterloo - so heißt ein belgischer Ort, an dem Napoléon eine vernichtende Niederlage einstecken musste. Und ein Ort in Kanada, an dem Research in Motion (RIM) seinen Firmensitz hat. Dieser Tage mag man sich beim BlackBerry-Hersteller an den französischen Feldherrn erinnert haben - denn es glich in der Tat einem kleinen Debakel, was Co-Chef Jim Balsillie zuletzt mit Blick auf die jüngste Geschäftsentwicklung zu berichten hatte.
RIM habe ein schwieriges erstes Geschäftsquartal hinter sich, räumte Balsillie ein. Zwar konnte das Unternehmen den Umsatz von 4,2 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahresquartal auf aktuell 4,9 Milliarden Dollar steigern - im Vergleich zum Vorquartal (5,6 Milliarden Dollar) brach dieser allerdings um zwölf Prozent ein. Analysten werteten diesen Einbruch angesichts des eigentlich boomenden Smartphone-Marktes als besonders bedenklich.
Hinzu kommt, dass auch der Nettogewinn deutlich zurückging. Im Vergleich zum Vorjahresquartal reduzierte sich dieser von 769 auf 695 Millionen Dollar. Noch drastischer fällt der Vergleich mit dem Vorquartal aus, in dem RIM noch ein Plus von 934 Millionen Dollar erwirtschaften konnten.
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Leserkommentare (3)
Christian | Montag, 20. Juni 2011 14:22:56
Gewinn und dann noch Entlassen
Recht unverständlich. Machen immer noch knapp 700 Millarden NETTO GEWINN und entlassen mitarbeiten. WARUM?????????????
Leser | Montag, 20. Juni 2011 12:28:41
Traurig
Mal wieder in Paradebeispiel für schlechtes Management. Die nachfolgende Lösung für die Unternehmensprobleme.. Mitarbeiter entlassen. Sollten die Manager gehen, lassen sie sich bestimmt ihre schlechten Entscheidungen noch "vergolden".
KI | Freitag, 17. Juni 2011 18:42:20
Blackberry
Ich lese mit Erschrecken, daß der Gewinn bei RIM auf 695 Mio Dollar gesunken ist... das ist ja schrecklich .. da müssen natürlich sofort Mitarbeiter entlassen werden. Ich verstehe die Welt nicht mehr :(