Umfrage: Senioren stehen mit Handys auf Kriegsfuß

Laut einer Umfrage des Bitkom nutzt die Hälfte der Senioren ab 65 Jahren immer noch kein Mobiltelefon.

Obwohl sich das Handy in den vergangenen Jahren als massentaugliches Kommunikationsgerät etabliert hat, haben viele ältere Menschen immer noch Berührungsängste mit der Mobiltelefonie. So besitzt laut einer Umfrage des Hightech-Verbands Bitkom die Hälfte aller Menschen ab 65 Jahre in Deutschland überhaupt kein Handy. In der Altersgruppe von 50 bis 64 Jahren ist es immerhin ein Viertel der Nutzer, das sich nicht an das Thema heranwagt.

Größter Hemmschuh: die Bedienung der Mobiltelefone, der sich viele Senioren nicht gewachsen sehen. Dabei gibt es immer mehr Handys, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten sind und Grundfunktionen wie Telefonie sowie Kurznachrichten aber auch spezielle Notruffunktionen in den Vordergrund stellen.

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Kommentar der Redaktion

Stephan von Voithenberg
Stephan von Voithenberg, Leitung Online-Redaktion

Die Bitkom-Studie zeigt: Auch in scheinbar gesättigten Märkten gibt es bei genauerem Hinsehen immer noch Vermarktungspotenzial. Senioren zählen noch dazu zum besonders kaufstarken Klientel - und benötigen intensive Beratung. Für den Fachhandel bietet die Unterversorgung der Senioren mit Handys also eine große Chance, die man sich nicht entgehen lassen sollte.


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Leserkommentare (3)

P. Lüders | Montag, 18. Januar 2010 14:58:56

Handys für Senioren

Ich denke, man muss die Frage anders stellen: Brauchen oder wollen Senioren überhaupt Handys?
Kaum jemand aus dieser Altersgruppe hängt stundenlang am Telefon und muss immer und überall erreichbar sein.
In Diskos und Szenekneipen sind sie eher selten anzutreffen.
Ein sinnvolles Argument wäre, dass man damit im Notfall jemand erreichen kann. Aber ein gutes Verkaufsargument ist das auch nicht.

Fritz | Montag, 18. Januar 2010 14:07:06

Seniorenhandys

Dabei gibt es immer mehr Handys, die speziell auf die Bedürfnisse dieser Zielgruppe zugeschnitten sind und Grundfunktionen wie Telefonie sowie Kurznachrichten aber auch spezielle Notruffunktionen in den Vordergrund stellen...Soweit die Theorie.
In der Praxis sind die sog. Seniorenhandys selbst der Zielgruppe einfach nur peinlich und die angeblich einfache Bedienung nicht gegeben.
Selbst das eigentlich perfekt geschnittene und preisgünstige Samsung 3060 wartet mit überflüssigen Funktionen auf und der krampfhafte Versuch einer einfachen Bedienung ist den Samsung Ingenieuren gründlich misslungen. Selbst ein erfahrener Nutzer dürfte es z. B. kaum schaffen die bei Senioren unbeliebte Umleitung zur Mailbox auzuschalten.

A. Koch | Montag, 18. Januar 2010 13:19:36

Senioren und Handys

Ich kann dieses Ergebniss nur bestätigen.
Seid ca. 8 Jahren mache ich genau in diesem Bereich Trainings mit Senioren.
Nach eigener Schätzung sagen 95% der Teilnehmer vor dem Training das sie Angst vor dem Umgang mit den Geräten haben, da sie befürchten etwas zu beschädigen, oder hohe Kosten zu produzieren.
Das die so genannten "Senioren-Handys" keinen Anklang finden hat meiner Meinung unter anderem 2 Gründe.
Häufig fragen die Teilnehmer im Vorfeld andere (meist jüngere) Familienmitglieder welches Handy denn das Richtige wäre. Es werden dann Empfehlungen ausgesprochen, die auf den eigenen Erfahrung beruhen. Diese Telefone sind aber meist nicht auf Senioren zugeschnitten.
Auch wollen Senioren, wenn sie sich an die "neue Technik" wagen ein Markengerät, das auch einen "Namen" hat. Die Hersteller extra zugeschnittener Handys sind aber recht unbekannt.
Es wäre eine Hilfe, wenn die etablierten Hersteller endlich sehen würden welches Potential in dieser Käuferschicht vorhanden ist.

Beste Grüße
A. Koch

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