Vodafone: Kundenzahlen stagnieren, Ebitda rückläufig
17.05.2011 Christopher Bertele
Im Vergleich zum letzten Quartal 2010 verlor Vodafone zwar DSL-Kunden, konnte aber zumindest 30.000 Handynutzer gewinnen.
Vodafone konnte im abgelaufenen Quartal den Gesamtumsatz gegenüber dem ersten Quartal 2010 um 3,3 Prozent auf 2,32 Milliarden Euro steigern. Am stärksten legte der Anteil des Datenumsatzes zu (ohne SMS/MMS; plus 5 Prozent) und macht nun 24,7 Prozent des Mobilfunk-Serviceumsatzes aus. 402 Millionen Euro wurden mit Datendiensten generiert, der Serviceumsatz im Mobilfunk erreichte insgesamt 1,63 Milliarden Euro.
Der Jahresgewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging im Vergleich zum Geschäftsjahr 2009/2010 um 1,5 Prozent auf 3,47 Milliarden Euro zurück. Ebenfalls rückläufig ist der monatliche Umsatz pro Mobilfunkkunde. Dieser belief sich im ersten Quartal 2010 noch auf 15,70 Euro und erreichte nun nur noch 15,50 Euro.
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Leserkommentare (2)
fv | Donnerstag, 19. Mai 2011 19:05:01
vf
und schon werden Provisionen gekürzt, oder gar nicht gezahlt oder auch zurückbelastet. irgend wie muss ja das ergebniss zustande kommen.
Blaumann | Mittwoch, 18. Mai 2011 15:29:10
Alles fürs Geld
Eine alte fernöstliche Weisheit lautet: "Wer alles nur für das Geld tut, wird für Geld bald alles tun". Vodafone hat zur Freunde des Wettbewerbs vor allem im Servicebereich gigantische Probleme. Hier ein Beispiel: Mein Festnetzanschluss war sieben Tage gestört ohne das einer der "Hotlinemitarbeiter" in der Lage war eine Lösung anzubieten oder etwas zu veranlassen. Nach einem Hinweis aus meinem Bekanntenkreis auf die mögliche Ursache habe ich meinen Anschluss binnen 1 Stunde selbst reparieren können. Der Router meines Anschlusses war nach einer netzbedingten Spannungsschwankung defekt und ein neuer Router (selbst gekauft) funktionierte sofort Soviel dazu.
Jetzt rächt sich bitter der in 2010 eingeläutete Sparkurs. In 2010 wurden praktisch keine Investitionen in den Festnetz- und Servicebereich getätigt, sondern sich voll auf das Thema Mobile Datendienste, "LTE" und die Einführung von Pseudo-Produkten konzentriert (die mit dem Kerngeschäft der Telekommunikation nur bedingt zu tun haben). Weiterhin wurde das Unternehmen nach der Übernahme von Arcor von McKinsey durchleuchtet und entsprechende Schritte zur "Opex-Optimierung" eingeleitet. Darüber dürften sich vor allem die Anteilseigner an der Börse gefreut haben, die Mitarbeiter jedoch bestimmt nicht. Quo vadis Vodafone?