IFA: Patentstreit zwischen Apple und Samsung eskaliert

Eben erst vorgestellt, musste Samsung sein neues Web-Tablet Galaxy Tab 7.7 schon wieder aus den Vitrinen seines IFA-Messestands räumen.

Der Patentstreit mit Apple holt Samsung sogar auf der IFA ein. Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online berichtete, musste der südkoreanische Elektronikkonzern seinen eben erst vorgestellten Tablet-Computer Galaxy Tab 7.7 nun schon wieder von seinem Messestand entfernen. Der Grund: Das Gerät könnte möglicherweise Markenrechte von Apple verletzen.

Samsung entspricht damit einer gerichtlichen Anordnung, die Konkurrent Apple in Düsseldorf durchgesetzt hatte. Laut dieser ist die Bewerbung und der Verkauf des Galaxy Tab 7.7 in Deutschland verboten. Zuvor hatte Apple bereits per einstweiliger Verfügung ein Verkaufsverbot des Samsung-Tablets 10.1 erwirkt.

Als Folge musste Samsung nun die betroffenen Tablets und Schriftzüge am Samstagmittag von seinem Messestand entfernen - vor den Augen der Messebesucher.

Die Aktion ist der jüngste Höhepunkt eines erbitterten Patenstreits zwischen den beiden Unternehmen: Apple führt an, dass Samsung mit dem Galaxy Tab das eigene iPad kopiere und Schutzrechte verletze. Samsung nutze den Ruf des iPads aus, so Apple, bei dem es sich "um ein sehr bekanntes Produkt mit Kultstatus" handele.


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Leserkommentare (11)

Realist | Dienstag, 06. September 2011 09:58:07

Samsung sollte Apple danken

Meiner Meinung nach kann Samsung den Jungs aus Cupertino größten Dank zollen. Seit Jahren versorgt apple die neuen Stars am android Himmel mit immer neuen Produkt- und Design Ideen, und nun rückt dieser Rechtsstreit die aufs kopieren spezialisierten Koreaner ins Licht der breiten Öffentlichkeit. Ist doch toll, wenn andere Werbung für meine Produkte machen:-) Ich denke,das eine selbstfinanzierte Werbung in dieser Breite selbst für Samsung zu teuer gewesen wäre.

Peter Vietz | Montag, 05. September 2011 19:04:04

Warum Samsung gegen Apple nicht härter vorgeht...


Verkürzt dargestellt:

Soweit in der Presse zu vernehmen ist, hat Apple mit falschen Zeichnungen die Düsseldorfer Richter (bei anderen Gerichten in Deutschland hätte Apple auch keine Chance gehabt) überzeugt.

Beide Tablets zum visuellen Vergleich wurden scheinbar nicht vorgelegt.

Samsung wird am Ende gewinnen und Apple muss Milliarden Euro Schadenersatz leisten.

Sara Lauren | Montag, 05. September 2011 17:50:16

Samsung & die Welt der schönen Dinge...

Samsung & die Welt der schönen Dinge...

Samsung hatte für mein Attitude schon immer die schöneren Produkte - zumindest für uns Frauen. Und so soll(te) es auch bleiben. Ob smarte netbooks, mobile phones mit netten benefits wie stylish schnuckeliger Tasche als inklusive-Accessoire... Wow, ich erinnere mich immer noch gerne an mein Lady-Phone mit eingravierter Rose in elegantem Chamois. War das süß und innovativ – ein tolles Geschenk. Und was bekam ich von Apple zu meinem ibook? Eine Akku-Rückrufaktion - truly fascinating!

Als reminder für euch „harte“ Jungs von Apple: ob vertragsbedingt, aus monetärer Gier, Neid oder mit Einstweiligen Verfügungen...schlechter Stil hat uns echte Frauen noch nie beeindruckt. Lasst doch den Consumer selbst entscheiden, was er möchte und stellt euch dem wahren Wettbewerb – uns! Ok, natürlich können wir uns als Consumer letztendlich nur für das entscheiden, was auf dem Markt vorzufinden ist. Als Marktbereinigungs-Feature macht eine Einstweilige Verfügung vielleicht sogar Sinn (für Apple?). Doch selbst wenn es eines Tages nur noch zwischen Apple und Apple zu entscheiden gilt, bedeutet das noch lange nicht, dass wir uns dann auch für Apple-Produkte entscheiden. Zumindest für uns Frauen.

Bei mir gewinnt zuerst Sympathie und Apple mausert sich für meinen Geschmack momentan wirklich nicht zum smarten Vorzeigetypen. Im Gegenteil! Der einzige Apfel, der mir derzeit noch ins Haus oder Büro kommt, ist zum Reinbeißen. Das schadet weder der Gesundheit, noch dem Image – und zumindest nicht mir.

Kisses
Sara

Wilbert | Montag, 05. September 2011 15:42:54

Samsung

Gerade jetzt wird es Zeit, daß jemand die Initiative ergreift und für Interessenten die Möglichkeit schafft, Samsung Tablett PC´s im Ausland einzukaufen. Ich kenne eine Menge Leute, denen die aggressive "Closed Shop" Strategie auf die Nerven geht. Wo bleibt das Kundeninteresse und die Chance, den Markt entscheiden zu lassen?

FRAGILI | Montag, 05. September 2011 15:21:32

Das Prinzip gibt es seit den 60er Jahren

Wenn ich die Stories dazu lese, dann frage ich mich immer: Ist das Absicht? Will man 0,0€ PR? Was ist da bei manchen RA los? Ist das alles normal? Und wo soll der gesellschaftliche Nutzen liegen - also der Nutzen der Allgemeinheit und des Einzelnen für die/den die Gesetze geschaffen wurden, und für den sie, auf unser aller Kosten, durchgesetzt werden?


HW - Sofern es die HW betrifft verstehe ich die ganze Nummer gar nicht, denn das Prinzip des Tochscreens wurde bereits in den 60er Jahren beschrieben. Lange vor Apple hatten das Andere am Start, oder gab es da nicht z.B. einen NintendoDS der mit Finger und/oder Stift bedient werden konnte?

SW - Sofern es um die SW, bzw. Bedienung per z.B. "Multitouch" gehen sollte würde ich es noch viel weniger verstehen, denn eine Geste dürfte kaum patentierbar (Erfindungstiefe) sein. Und wenn Gestensteuerung das Thema sein sollte, dann dürften bzw. müssten alle Gesten, die zur Steuerung genutzt werden, sowie alle Steuerungen die Gesten nutzen ebenfalls betroffen sein. Oder? Im Umkehrschluss wäre also die Verkehrsteuerung per Gesten des Polizisten patentierbar? Oh Weh...arme Welt.
- Und sollte das Problem 1-2 "Progrämmchen im Samsung-Lieferpaket" sein, dann halt weg damit.

DESIGN - Das kann es ja wohl auch kaum sein, denn Flachbildschirme sind halt ´mal flacher als ein Schuhkarton.

Fazit - imho:
So oder so darf Samsung Apple grossen Dank aussprechen, denn Apple liefert damit eine 1A-Kostenlos-PR für Samsung, bei gleichzeitiger Senkung des eigenen Images.
Denn gleichzeitig vergisst Apple dabei dass es Menschen gibt, die sich trotz dieses "sehr wichtigen Prozesses" sehr wohl an Apple´s-Datenschutzthematiken erinnern. Ich persönlich verbinde das alles miteinander und entferne mich immer weiter von Apple-Produkten. Nicht wegen der Produkte, die ich an sich als "Top" empfinde, sondern wegen der restriktiven Politik.

Hoffentlich kommen die neuen Samsung-Produkte bald auf den Markt!


Gruss in die Runde
f

PS: Und NEIN - ich werde nicht von Samsung oder thematisch Nahestehenden bezahlt, sondern vertrete hier nur meine ganz persönliche und subjektive Meinung!

Fachhandel | Montag, 05. September 2011 14:43:55

Kommentar von Mr. X

Sehr guter Kommentar. Warum Samsung, die weltweit doch viel größer sind als Apple, denen mal zeigt wo es lang geht verstehe ich auch nicht. Das Problem ist, wenn Samsung die Lieferung einstellt, findet Apple sicher einen anderen "Dummen" Lieferanten für die Bauteile. Leider haben die Firmen ja kein Rückgrat mehr um da einmal geschlossen zusammenzustehen.

Fachhandel | Montag, 05. September 2011 14:38:27

Patentstreit

Jetzt gibt das Gericht Apple schon wieder Recht? Auch bei einem weiteren Produkt?
Anscheinend ist das Gericht nicht fähig, hier mal einen Sachverständigen zu Rate zu ziehen. Denn um bestimmte technische Anforderungen zu erfüllen gibt es nun mal nicht so viele Wege. Z.B. Fernseher verschiedener Hersteller ähneln sich auch sehr stark und haben weitgehend die gleichen Funktionen. Aber darf deswegen einer der Hersteller davon sein Produkt nicht verkaufen?
Das ist doch lächerlich! Aber es zeigt auch die Panik die Apple hat. Die Konkurrenz ist längst an den Produkten vorbeigezogen und jetzt ist auch noch Steve Jobs weg. Vielleicht ist ja auch weniger die Krankheit der Grund, sondern vielmehr das Abtreten wollen am Höhepunkt bevor es wieder runter geht.

Mister X | Montag, 05. September 2011 14:21:22

Fauler Apfel

Ein nicht unwesentlicher Anteil am Innenleben der Apple Geräte besteht aus Samsung Bauteilen. Hallo Samsung, stellt doch mal die Lieferung ein. Wenn Apple keine Geräte mehr auf den Markt bringen kann, weil die Fertigung stoppt, dann ist der Vorwurf des Nachahmens nicht mehr haltbar. Nachbauen kann man ja nur, was auf dem Markt ist.(;->)

second-handy.de | Montag, 05. September 2011 14:10:23

Apple vs. Samsung

Wenn die Ingenieure von Apple nicht mehr weiterwissen müssen halt die Anwälte ran.
Das Ding geht aber nach hinten los,weil die Apple-User langsam erkennen unter welcher Flagge sie eigentlich segeln.

Falkone | Montag, 05. September 2011 13:54:24

Apple gehört in der EU verboten

Was wäre, wenn der Erfinder des "Autos" mit den gleichen Argumenten allen Autoproduzenten der Welt den Verkauf von Auto verbieten lassen will ?
Weil ja das Auto ein Kultobjekt ist!

Kriegt der das durch, weil er ein "Patent" darauf hat?

Patente sollten auf eine maximale weltweite Gültigkeit von höchstens 10 Jahren genehmigt werden! Ansonsten geht es nicht mehr vorwärts in dieser Welt.

Da war die Idee vom "Kommunismus" vom Grundansatz her die bessere Idee.... "ALLES ZUM WOHLE DES MENSCHEN".
(Aber die ham's ja auch versaut, weil sie nicht genug bekamen)

...Oder man könnte auch den Gewinn beschränken in dem man per Gesetz festlegt, das nach Überschreitung einer gewissen Gewinnsumme der Überschuss "zum Aufbau einer besseren Welt" verwendet werden muss".

Oder, wer mehr als "xxxxxxxx" pro Jahr verdient wird mit "xxxxxxx" bestraft!

So wie heute Unternehmen wirtschaften, darf das in der Zukunft nicht mehr sein.

Genauso schlimm wie "Monsanto" in den USA, die sogar Patente auf Pflanzen haben. Die Bauern müssen jedes Jahr neues Saatgut von dieser Firma kaufen, sie dürfen nicht einen Teil der selbst erzeugten Ernte als Saatgut verwenden... Verrückte Welt !!!

Landfunker | Montag, 05. September 2011 13:36:28

Apple-Paranoia

Ach so ist das: Wenn Apple ein Produkt vermarktet, dann hat das Kultstatus und darf von anderen nicht mehr verkauft werden. Nächste Woche also allgemeines Verkaufsverbot für Computer mit Flachbildschirm, All-in-one-PC's, Smartphones, MP3-Player und Set-Top-Boxen. Übernächste Woche dann auch einstweilige Verfügung gegen frei verfügbare Atemluft, die selbstredend gegen Apple's Kultprodukt Macbook "Air" verstößt. Auch Wasser gibt's dann nur noch mit Lizenzabgabe, sicher hatte Apple's "Aqua" Oberfläche unter OS9 auch Kultstatus. Und dabei hat Apple weder eins dieser Produkte selbst erfunden noch produziert. Ich weiß nicht, ob man in Cupertino mangels eigener Innovationen nervös wird (nach Steve Jobs' Ausscheiden durchaus denkbar) oder ob man sich dort für ebenso unersetzlich hält wie bei Nokia vor drei Jahren. Jedenfalls wird's langsam lästig. Nachricht an Tim Cook: "No brain, no gain". Bitte wieder mehr Eigenleistung und weniger Gerichtsgetöse.

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