Betrugsverdacht: Telekom kündigt Zusammenarbeit mit Drillisch

Die Telekom soll von Drillisch um Provisionen in Millionenhöhe betrogen worden sein. Jetzt hat der Bonner Netzbetreiber die Zusammenarbeit mit dem Service Provider fristlos gekündigt und Strafanzeige erstattet.

Die Deutsche Telekom hat die Zusammenarbeit mit der Drillisch AG und ihren Tochterunternehmen mit sofortiger Wirkung fristlos gekündigt und Strafanzeige gegen den Service Provider erstattet. Grund sei der schwerwiegende Verdacht auf Provisionsbetrug durch die Drillisch-Tochter Simply, teilte die Telekom heute am frühen Abend mit.

Die Vorwürfe wiegen schwer: So soll der Mobilfunk-Discounter seit Februar 2011 mehrere zehntausend Mobilfunkanschlüsse aktiviert haben, ohne dass tatsächliche Kundenverhältnisse zu Grunde liegen. Auf diese Weise habe Drillisch die Telekom um Provisionen in einstelliger Millionenhöhe betrogen, die der Netzbetreiber nun zurückfordert. "Betrug dulden wir nicht und gehen konsequent dagegen vor", sagt dazu Manfred Balz, Vorstand Datenschutz, Recht und Compliance bei der Telekom.

Wie die Telekom betont, sei der Betrug mit Unterstützung weiterer Gesellschaften der Drillisch-Gruppe erfolgt, weshalb man sich von der gesamten Drillisch-Gruppe als Vertriebspartner trenne. Die Geschäftsleitungen von Simply und der Drillisch AG sind teilweise identisch. 

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Leserkommentare (12)

Nachfrager | Mittwoch, 16. November 2011 08:31:22

Wie geht das?

Mal eine Frage zum Verständnis, welche Provisionen sollen da zurückgefordert werden? Als Serviceprovider kauft Drillisch doch Airtime und verwendet sie für eigene Tarife z.B. die Simply Karten. Da hat der Netzbetreiber sein Geschäft schon gemacht, was mit der Airtime geschieht ist doch dann Problem des Providers oder sehe ich das falsch? Es wurden ja keine T-Mobile Produkte vermarktet.

ehem. Drillisch-Partner | Donnerstag, 10. November 2011 09:12:56

Drillisch

@ Insider

Über das Sim-Karten Pfand lässt sich diskutieren.
Aber Drillisch bringt es einfach nicht auf die Reihe wenn die Karte zurückgeschickt ist die Gutschrift dem ehem. Kunden zu überweisen.
Drillisch will Geld verdienen – auf jede erdenkliche Weise 
50% der Karten werden nicht zurückgeschickt.
Das Zurückhalten der Gutschrift bringt auch noch „X“ Euro, wenn nicht reklamiert wird.

Fakt ist:
Drillisch denkt nur in die eigene Tasche – der Geschäfts“partner“ ist dabei kein Partner!

Insider | Dienstag, 08. November 2011 21:01:09

Unsachliche Kommentare

Der Kommentar von phone4you ist einfach nur dumm. Was hat denn der SIM-Karten Pfand mit der aktuellen Problematik zu tun? Jeder Kunde wird darauf hingewiesen, seine gekündigte SIM-Karte nach Ablauf des Vertrages zurück zu schicken, oder?

Die meisten Mobilfunkshop-Betreiber sollten zum Thema Aktivierung von Prepaidprodukten einfach mal den Ball flachhalten. Für 5 Euro Marge mehr, verkaufen einige ihrer eigenen Grossmutter einen Vertrag - ohne das die das jemals mitbekommt...

Forenleser | Dienstag, 08. November 2011 18:55:57

Liegt die Wahrheit in der Mitte?

Liegt die Wahrheit der beiden Darstellungen irgendwo in der Mitte?

Fakt ist, dass einige Produkte von Drillisch Marken mehr Provision abwarfen als Grundgebühr in der Mindestvertragslaufzeit fällig wurde. Also ideal für Schubladenverträge, mit denen dann Motorroller, Fernsehr oder Notebooks finanziert wurden. Das Verbleiben der SIM in der Schublade ist natürlich weder im Interesse von Drillisch noch des Netzbetreibers - aber eine logische Folge solcher Angebote. Solche Angebote werden in bestimmten Foren reihenweise gehandelt. Und Kunden sind nicht, wie man manche vermuten, irgendwelche Leute ohne Geld, sondern clevere Kunden, die genau rechnen können.

Wer solche Angebote ermöglicht, darf sich nicht wundern, wenn irgendwann ein Netzbetreiber den Stecker zieht. Möglicherweise gibt es die Kunden ja, aber wenn die ihre neue Karte nie nutzen (weil der Tarif eigentlich großer Mist ist) und es auch nicht vorhaben, weil der Vertrag einem ganz anderen Zweck dient, dann ist der Netzbetreiber der Dumme. Der Service Provider ist mit Schuld, denn er hätte mit seinen Provisionen diese Nichtnutzung verhindern können/müssen.

Ich nehme an, dass es im aktuellen Fall ähnlich ist. Die Kunden wird es möglicherweise geben, aber die haben nicht vor, die Karten zu nutzen. Damit sind es aus Sicht der Telekom Scheinkunden und das gefällt denen verständlicherweise nicht.

Null komma nix | Dienstag, 08. November 2011 13:07:44

Hat alles zwei Seiten

Die Telekom und insbesondere deren Vertriebsleute haben doch selbst genug Leichen im Keller. Man sollte auch die andere Seite sehen. Es würde mich nicht wundern wenn hier Köpfe (oder ein ganzer Serviceprovider) rollen, nur weil bei der T jemand seinen Hals aus der Schlinge ziehen musste. Außerdem sieht es immer gut aus wenn ein solcher Datenskandal äußerst medienpräsent von der Telekom geahndet wird. Die toten Prepaidkarten wurden doch lange genug geduldet, ich behaupte sogar durch Druck auf die Zahlen noch gefördert.

noch Drillisch Partner | Dienstag, 08. November 2011 12:59:14

Drillisch


Drillisch versucht Geschäftskunden zu verklagen, weil sie ihre gebuchte und bezahlte SMS Flat mit ca. 3000 SMS genutzt haben, obwohl lt. Vertrag unlimitiert. Das ist Drillisch. Also wundert es mich nicht, dass man versucht auch auf andrer Ebene zu betrügen.

auch ein betrogener Kunde | Montag, 07. November 2011 21:56:02

Choulidis-Brüder

Das die Choulidis-Brüder die Kunden über den Tisch ziehen wußte sogar Wikipedia. Im Moment finde ich es dort aber nicht mehr. Ich kenne auch genügend Kunden, die von Drillisch geprellt wurden. Leider leisten zu wenig Widerstand. Meine Kunden haben ihren Kartenpfand zurück erhalten, selbst wenn ich dazu den Vorstand persönlich anschreiben mußte.
PS: Das vertragsbrüchige Verhalten von Drillisch läßt sich aber auch nutzen. Meine moobicent-UMTS-DatenFlatrate-Kunden wurden vorzeitig aus ihren Verträgen entlassen, als günstigere Tarif auf dem Markt waren. Ich sag nur Volumenbegrenzung, obwohl lt. Vertrag unlimitiert.

Nixblicker | Montag, 07. November 2011 20:23:01

Mehr dahinter...

Da kann mehr dran sein, als es Anschein hat. Ist Drillisch das Markenchaos über den Kopf gewachsen?

Kann MD jetzt die Drillisch Gruppe günstig schlucken?

Wollte T den Markt "konsolidieren" ? Verkauft REWE ihre Karten demnächst bei Congstar? Fragen über Fragen.

telefonzelle | Montag, 07. November 2011 19:06:15

drillisch

Die haben doch sowieso nicht mehr viel mit der Telekom gemacht. Am Operativen Ergebnis dürfte sich nicht viel ändern. Bei dem Kurs ist die Aktie ein schnäppchen und steigt in den nächsten Wochen wieder. Zugreifen !!!

phone4you | Montag, 07. November 2011 19:00:53

Mich wundert da gar nichts

Tja, die Choulidis-Brüder halt! Mich wundert da gar nichts. Genauso wie vom Kunden SIM-Kartenpfand (und den prinzipiell einfach abbuchen, selbst wenn der Kunde seine wertlose Plastikkarte geschickt hat und anschließend wieder erstatten - oder eben auch nicht!) verlangen und lauter solchen Pfeffer!
Wehrt sich der Kunde gegen diesen Müll bekommt er sofort vorgefertigte Anwaltschreiben mit angehängten Zahlscheinen zugeschickt - ist schon ein Klasse Haufen, Drillisch & Co.
Am Besten wirklich von Markt blasen ............

??? | Montag, 07. November 2011 18:37:59

Drillisch

Das würde mich bei diesen Leuten nicht wundern! Und es sind nicht nur Griechen sondern auch Deutsche darunter die sehr dubios und unfähig sind. Man muss allerdings sagen das z.Zt. für Kunden alles Problemlos und Fehlerfrei läuft. Der Umgang mit Händlern war aber alles andere als gut.

ehem. Drillisch-Partner | Montag, 07. November 2011 18:25:18

Betrugsverdacht Drillisch

Die Drillisch AG war nie sehr um ihre Händler oder Kunden bemüht!
Kann mir gut vorastellen, daß da was dran ist....
.... halt Griechen.

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