Betrugsvorwürfe: Drillisch schlägt zurück
29.11.2011 Stephan von Voithenberg
Nach schweren Betrugsvorwürfen durch die Telekom geht der Service-Provider nun in die Offensive - und stellt gegen den Bonner TK-Konzern Strafanzeige wegen des Verdachts auf Marktmanipulation.
Der Streit zwischen der Deutschen Telekom und Drillisch um angebliche Phantomkunden eskaliert: Nachdem der Bonner Konzern vor rund drei Wochen Strafanzeige gegen den Service-Provider wegen angeblichen Provisionsbetrugs in Millionenhöhe eingereicht hatte, schlägt Drillisch nun zurück.
Wie der Maintaler TK-Anbieter in einer Ad-hoc-Mitteilung bekannt gab, habe man nun ebenfalls Strafanzeige gestellt, diese richtet sich in erster Linie gegen Telekom-Vorstandsmitglied Manfred Balz. Der Manager ist bei den Bonnern für die Bereiche Datenschutz, Recht und Compliance zuständig. Der Vorwurf: Durch die verbreiteten Betrugsvorwürfe und den damit einhergehenden Kurseinbruch der Drillisch-Aktie um bis zu 60 Prozent habe Balz gegen das Verbot der Marktmanipulation verstoßen.
Laut Drillisch habe die Staatsanwaltschaft Hanau bereits ein entsprechendes Ermittlungsverfahren eingeleitet. Dieses sei inzwischen an die Generalstaatsanwaltschaft in Frankfurt am Main weitergereicht worden, da es in Hessen eine Spezialzuständigkeit zur Verfolgung derartiger Straftaten gebe.
11.11.2011
» Betrugsverdacht: Drillisch zieht strittige Kunden um
10.11.2011
» Drillisch steigert Gewinn und Umsatz
07.11.2011
» Betrugsverdacht: Telekom kündigt Zusammenarbeit mit Drillisch
- Umfrage
Leserkommentare (2)
Osiris | Dienstag, 29. November 2011 15:13:46
Bertug bei Drillisch und Co
Warum sollte sich die Telekom von aktiven Kunden trennen? Und Kartenleichen haben alle Netzbetreiber. Oft sogar ganz bewußt. Ein Beispiel: Vodafone hat den Mitarbeitern der FA. Diehl Verträge mit Handy (max 2 pro Angestellten) ohne Grundgebühr angeboten. Die meisten der Karten liegen ungenutzt bei den "Kunden" in der Schublade. Aber alle 2 Jahre gibt es 2 neue Handys. Wehe wir Händler brauchen eine kleine Kulanzregelung für einen aktiven Kunden. Dafür ist kein Cent übrig. Wie sollen wir Händler das verstehen?
... | Dienstag, 29. November 2011 13:28:31
drillisch
Den "bauernschlauen Choulidis Brüdern" ist ja wirklich jede Schandtat zuzutrauen. Aber mit der Strafanzeige könnten sie wirklich durchkommen. Ich bin mal gespannt wie das weitergeht.