Digitale Dividende: E-Plus-Chef Dirks will Kooperation mit Konkurrenten
25.05.2010 Stephan von Voithenberg
Der Düsseldorfer Netzbetreiber E-Plus will Netzkapazitäten der Wettbewerber anmieten, um sich doch noch den Zugang zu den begehrten 800-MHz-Frequenzen zu sichern.
Am Ende der Versteigerung neuer Mobilfunkfrequenzen im begehrten 800-MHz-Bereich stand der Düsseldorfer Netzbetreiber E-Plus am vergangenen Donnerstag mit leeren Händen dar - ein nach Ansicht zahlreicher Analysten schwerwiegender Wettbewerbsnachteil. Jetzt will das Unternehmen angeblich "zu einem angemessenen Preis" entsprechende Netzkapazitäten der Konkurrenz anmieten, um sich über diesen Umweg doch noch den Zugang zur so genannten Digitalen Dividende zu sichern. Dies soll überall dort geschehen, wo E-Plus keine oder nur mangelhafte Netzabdeckung vorzuweisen hat und die Bevölkerung noch nicht mit seinen Datendiensten erreicht.
Wie das Nachrichtenportal Bloomberg Businessweek berichtete, hat E-Plus-Chef Thorsten Dirks bereits entsprechende Gedankenspiele öffentlich kundgetan: "Wir sind offen für eine Zusammenarbeit, und wenn es die anderen auch sind, werden wir definitiv mit ihnen sprechen", wird der Manager zitiert, der in diesem Zusammenhang noch einmal die Bedeutung des deutschen Marktes für den niederländischen Mutterkonzern KPN betonte.
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Leserkommentare (1)
Thomas | Dienstag, 25. Mai 2010 13:58:46
e+ und die digital dividente
... e+ soll sich mit o2 zusammentun, das ist langfristig die einzigste Chance zum Überleben!