Digitale Dividende: E-Plus klagt gegen Bundesnetzagentur
23.11.2009 Stephan von Voithenberg
Digitale Dividende: E-Plus klagt gegen Bundesnetzagentur
Der Netzbetreiber sieht in der geplanten Frequenzvergabe einen Verstoß gegen das Telekommunikationsgesetz
Die E-Plus-Gruppe hat Klage gegen die Bundesnetzagentur wegen der geplanten Vergabe neuer Mobilfunkfrequenzen im Frühjahr 2010 eingereicht. Wie das Unternehmen mitteilte, verstießen die Vergaberegeln gegen das geltende Telekommunikationsgesetz. So könnten sich die beiden Marktführer Vodafone und T-Mobile, die bereits heute "über das Gros von Frequenzen mit hoher Effizienz und Wirtschaftlichkeit verfügen", auch vom neuen Frequenzkuchen unter 1 GHz ("Digitale Dividende") zwei Drittel sichern. Ein chancengleicher Wettbewerb, der Voraussetzung für die Breitbandstrategie der Bundesregierung ist, werde so behindert.
"Wir wollen einen schnellen Ausbau des Breitband-Internets per Mobilfunk unter fairen Wettbewerbsbedingungen und günstige Datentarife für Verbraucher. Beide Ziele sehen wir aktuell durch die Entscheidung von Herrn Kurth gefährdet", erklärt Thorsten Dirks, CEO der E-Plus Gruppe.
Zum Hintergrund: Nach dem Willen der Bundesregierung sollen die Mobilfunker mit Hilfe neuer Frequenzen vor allem ländliche Regionen kurzfristig mit Breitband-Internet versorgen. Diese neuen Frequenzen werden jetzt frei, nachdem die Rundfunksender ihre Übertragung auf digitale Technologie umgestellt haben.
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Leserkommentare (2)
tec | Dienstag, 24. November 2009 14:11:52
E-Plus
Dierks, sagt doch in den Interviews, sie seien eher die Treiber als die anderen Dienstleister, meint er das, oder ist er jetzt Getriebener?? Die sollten bei Ihrem "Ramschnetz" bleiben, anstatt wieder mit ALDI & Co und den Billigpreisen den wirklichen Businessanwendern das Netz zuzumüllen. Oder merkt er, das es nur Reklamationen gibt mit seinen DSL Angeboten- die man ja eigentlich garnicht braucht. Auch das "yes- Pferd" im Stall der Gruppe wird scheuen, weil die Zielgruppe Business laut wiehert über die Datenoptionen.
Man sollte den Markt auch vor solchen Typen wie Dierks schützen, der 3000 SMS für 12 oder 13 € verkauft, er selbst kann ja nichts verkaufen- im Sinne des Wortes, das ist nur immer "billig". Solche Typen verkaufen morgen 10 mobile Flats, zum heutigen Preis von einer und wieder hat der Typ dann das Netz zugemüllt- also zu Gunsten von Qualität und Business, lasst die Typen draußen.
Bernie Watson | Dienstag, 24. November 2009 13:04:01
E-Plus klagt gegen Bundesnetzagentur
Vor 2 jahren erzählte Dirks ganz stolz E-plus wäre ausschliesslich an moblien Sprachdiensten interessiert und wollte deshalb UMTS nicht fördern, da Datendienste völlig uninteressant wären.
Inzwischen ist der Markt für mobile Datendienste aber da und Dirks hat (wieder) seine meinung geändert. und weint bei der Bundesnetzagentur.
Wie pathetisch