Frequenzversteigerung endet mit Überraschung

Frequenz-Versteigerung endet mit Überraschung

Die Versteigerung der freien Mobilfunkfrequenzen ist zu Ende. Im begehrten Frequenzband von 800 MHz ging einer der Bieter leer aus.

Soeben ist die Versteigerung der freien Mobilfunkfrequenzen zu Ende gegangen. Wie von vielen erwartet haben sich drei Netzbetreiber die begehrten Blöcke im 800-MHz-Band untereinander aufgeteilt, einer ging leer aus. Während die Telekom und Vodafone erwartungsgemäß je zwei Blöcke ersteigert haben, überbot Telefónica O2 in den letzten beiden Runden den Konkurrenten E-Plus und sicherte sich damit ebenfalls zwei Blöcke. Bereits im Vorfeld waren Experten von einem Wettkampf nach dem Motto „Alles oder nichts“ zwischen O2 und E-Plus ausgegangen, da es als sicher galt, dass Vodafone und die Telekom 40 MHz der insgesamt 60 MHz Bandbreite ersteigern würden.

O2-Deutschland-Chef René Schuster will nach der gewonnenen Auktion schnell mit LTE an den Markt gehen: „Wir werden unser erstes regionales LTE Netzwerk bis zum Ende des Jahres starten“, so Schuster.

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Leserkommentare (23)

anonym | Dienstag, 25. Mai 2010 15:44:46

keine 800mhz

Und ich höre noch Herrn Dirks auf dem Berliner eplus Partnershop Kongress :
und ich versichere Ihnen heute und hier meine Damen und Herren - wir werden bis Ende 2012 das schnellste Datennetz Deutschland haben schneller als jeder andere Netzbetreiber in Deutschland.

War leider nichts.

WebOS Fan | Samstag, 22. Mai 2010 11:49:21

@Paco

@Paco

Man braucht theoretisch nicht mehr als HSPA+, aber da bei mobilem Internet die verfügbare Geschwindigkeit von mehreren Nutzern geteilt wird, bleibt netto immer ein Bruchteil von der Maximalgeschwindigkeit übrich. Siehe hierzu auch die Messwerte bei http://www.umtsspeedtest.de

Mit LTE könnte man deutlich höhere Mindestgeschwindigkeiten erziehlen.

Grüße

Paco (Franchiser) | Freitag, 21. Mai 2010 17:09:20

Fragt sich nur, wer am Ende in die Röhre schaut ...

Meiner Meinung nach, hat E-Plus nur die Preise für die 800er Blöcke in die Höhe getrieben um die anderen Mitbieter am Ende bluten zu lassen.

LTE mag zukunftsweisend sein, aber mal ganz ehrlich:

Wer benötigt denn mehr als HSDPA + ???

Immerhin sind hier auch Geschwindigkeiten von bis zu 20 MBit/s möglich.

Ich finde, dass E-Plus hier genau richtig gehandelt hat - bis die anderen Anbieter LTE ausgebaut haben, wird es E-Plus bestimmt möglich sein, das vorhandene Netz so zu optimieren, dass sie noch mehr Geschwindigkeit anbieten - ohne großartig in die Kassen greifen zu müssen.

Erst einmal nachdenken...dann solches Geschwätz verbreiten....

. | Freitag, 21. Mai 2010 14:02:47

.

"In unserer Gemeinde mit allen Ortsteilen leben ca. 18 Millionen Leute, die Gemeinde liegt etwa 20 km vom Nürnberger Stadtkern entfernt"

Hääääääääääääääääää ?

Kühe, Schweine, Bienenvölker inklusive ?

Fachhändler | Freitag, 21. Mai 2010 13:55:22

Frequenzversteigerung

Ich weiß nicht, wie manche darauf kommen, daß Telefónica O2 hier gegenüber der Telekom und Vodafone das Nachsehen hätte haben sollen. Telefónica ist weltweit der drittgrößte Telekommunikationsanbieterund noch größer sind ledigleich 2 chinesische Anbieter. Daher sollte doch jedem klar sein, daß die Finanzkraft von Telefónica O2 mindestens auf dem Level ist, wo sich Telekom und Vodafone aufhalten, die ja beide kleiner sind. Das E-Plus mit Mutter KPN, die ja im Vergleich eine Hinterhoffirma ist da nicht mitgehen kann war dagegen in der Tat absehbar. Einige schreiben hier,daß es günstiger ist, die Ballungszentren zu versorgen als ländliche Regionen. Das ist natürlich richtig. Aber was nützt es, wenn man Ballungsgebiete versorgt, aber dort die Dienste keiner nutzen möchte oder es ihm zu teuer ist? Die Erfahrung hat auch die Telekom mit VDSL gemacht. Die Leute, die es sich leisten können, leben in den Randgebieten der Städte und nicht im Zentrum. Da leben eher die sozial schwächeren Leute. Und wer hier denkt mit der Breitbandversorgung hapert es nur im tief ländlichen Gebiet, der irrt sich gewaltig. In unserer Gemeinde mit allen Ortsteilen leben ca. 18 Millionen Leute, die Gemeinde liegt etwa 20 km vom Nürnberger Stadtkern entfernt und es geht nur DSL 768. In der Gemeinde leben sehr viele gutsituierte Familien, die es sich leisten könnten und auch wollen, eine vernünftige Bandbreite zu haben. Und wenn von 18 Millionen nur 1 Million das ausnutzt, ist damit mehr verdient als wenn man theoretisch 30 Millionen versorgen könnte, aber nur 500000 die erforderlichen Anschlüsse buchen. Die Netzbetreiber machen so viele Marktanalysen und Umfragen. Das sollten Sie mal vor einem Netzausbau machen und fragen, wieviele Leute denn die Dienstleistung buchen würden bei einem Preis von x Euro monatlich. Das wäre sicher zielführender als generell einfach vom Stadtkern nach außen zu bauen.

Oberchecker | Freitag, 21. Mai 2010 13:35:16

@ ich

Lieber "ich",

klar bauen die auch aufm Land aus! Das is doch von der Netzagentur vorgeschrieben worden... les dir doch ma den anderen artikel durch

Ich | Freitag, 21. Mai 2010 13:31:07

Regierung Verarscht

Hehe

Wenn man sich jetzt im Fachandel anhört wie zufrieden die 4 Anbieter sind , reden alle 4 nur von dem Ausbau in den Ballungszentren. Keiner redet vom Ländlichen Raum und das sie da Ausbauen wollen. Nur davon in den Ballungszentren noch mehr anzubieten.

Und Freigemacht wurden die Mobilfunkfrequenzen eigentlich um in den Dörfern auch endlich Breitband herzustellen.

Jetzt bin ich mal auf die Merkel gespannt...

p.s die Anbieter sind ja Blöde.... Der Anbieter wo z.b ein Dorf mit 3000 Einwohner zuerst versorgt, und in diesem dorf gibt es kein DSL, hat doch sofort das ganze dorf als Kunde. Aber Lieber weiter in der Stadt in den Wettberwerb rein.

Auktionator | Freitag, 21. Mai 2010 12:12:26

Minimal-Maximal

@snickers Kann mich der Meinung nur anschließen. Bin auch lieber mal "offline". Die ständige Informationsversorgung geht mir auch langsam gegen den Strich. Eplus geht denke ich den richtigen Weg. Mit dem geringsten Einsatz maximale Abdeckung erreichen. In den Ballungsgebieten ist die Kundengewinnung leichter zu bewerkstelligen und die Shopkette bzw. Fachhandelspartner haben die Möglichkeit schnell eine große Kundenzahl zur Nutzung des Netzes zu bewegen. Qualität hin oder her: Ich habe mit Eplus bisher keine Probs gehabt, auch in ländlichen Gebieten nicht. Breitband benötige ich nur @home, und dort über ein Koaxkabel.

Es wird sich in der Zukunft zeigen, ob Kunden überhaupt noch eine vertragliche Bindung haben wollen, um sich über das Funknetz mit Internet versorgen zu lassen. Ich persönlich habe das Gefühl, das der Trend rückläufig ist (habe direkten Kundenkontakt) und Kunden keine langfristige Vertragsbindung mehr haben wollen.

Bin dann mal offline.....

Berlin | Freitag, 21. Mai 2010 11:26:35

Experten???



Klar hat E-Plus Frequenzen bekommen...

Aber: Es wird doch wohl so sein, dass nur die Ballungzentren ausgebaut werden.
Beim Sprachnetz sieht es doch genau so aus. In der Stadt ok, auf dem Land.. Naja...

Sie werden es nicht begreifen und weiterhin versuchen nur mit Sprache Geld zu verdienen. Kann ja auch ne Art von Philosophie sein...

Aber zu nem richtige Player mit Ambitionen wird es nie langen. Niemals.

Da müßte schon mehr passieren...

MEIN BASE | Freitag, 21. Mai 2010 10:53:39

EXPERTEN ????

Morgen Zusammen,

Also mich wird mal gerne Interessieren wo die ganzen Pessimisten hier ihre Informationen her haben.

1. Natrülich wird E-Plus eine LTE Netz ausbauchen mit den Frequenzen die er Ersteigert hat. Nur ist der Aufbau Kostspieliger als es mit der 800 MHZ wäre.

2. E-Plus hat für 8 Frequenz Blöcke knapp 300 Mio. bezahlt
T-Mobile für 10 Blöcke 1,3 Mrd.
O2 für 11 Blöcke 1,4 Mrd.
und Vodafone für 12 Blöcke 1,5 Mrd.
also hat E-Plus bis auf die 800 MHZ frequenz bei allen Blöcken das gleiche ersteigert wie die anderen und dazu noch mehr als eine Milliarde Euro gespart (1.000.000.000,00 € )

Diese Investition muss man mal erst wieder rein holen.
Daher sollten mann nicht direkt ein Unternehmen Kaputt reden nur weil es in den Ländlichen Regionen kein LTE anbieten kann.

gruß

Ein Optimist

Ich | Freitag, 21. Mai 2010 09:39:16

EPlus

Hi

Das mit den 5GB wollte ich auch sagen. Was nützen 20mbit bei 5 GB Drosselung. Die 5 Gb sind dann in 5 Tagen weg.

Dann zu anderen.

Also in meinem Bekanntenkreis haben mittlerweile 80 % Eplus Handyvertrag (Base,Eplus oder Vybemobile), weil der Vertrag einfach die Hälfte kostet wie bei Vodafone und T-Mobile. Und wenns um eine Allnet SMS Flat geht hat eh nur EPlus für 10 Euro wirklich ein Angebot.
o2 ist noch günstig, nur seit sie kein T-Mobile Roming mehr machen ist das Netz ein WItz ländlich.

Datentarife stimme ich voll zu, da verpennen sie einiges, allerding solange die 5 Gb bleiben, ist das auch net ganz so schlimm.

Und Leute. Diese Datentarife über Mobilfunk funktionieren doch fast die gescheit Indoor. Da muß man da oft den Stick auf den Balkon legen. Weil bei Neubauten mit viel Stahl geht doch eh kein UMTS und co Indoor. Das ist doch immer nur alles Outdoor!

Jogi | Freitag, 21. Mai 2010 09:36:23

O2 can do.

Glückwunsch an O2 !
Nun lebe ich "leider" in einer etwas ländlicheren Region,
mit seit einem Jahr überragender O2 GMS/EDGE-Abdeckung - und jetzt hoffen 100.000 Menschen auf LTE-Versorgung.
Und ich hoffe wiederum, dass man das zu würdigen weiß und nicht auf ´nem
Billig-Tripp mit Aldi-, Smobi- und Co-Karten die Investition mit Füßen tritt.

Berlin | Freitag, 21. Mai 2010 09:22:24

LTE

Was nutzt LTE, wenn die Netzbetreiber ihre "Flats" in der Regel bei max 5GB auf das Minimum reduzieren... Ich hoffe, dass da endlich mal ein Umdenken erfolgt...

Zu E-Plus: Trotz aller Beteuerungen zum Ausbau eines vernünftigen Datennetzes haben sie es mal wieder nicht geschafft Schritt zu halten.
Sie waren mal vor langer Zeit Vorreiter mit HSCSD. Lang ist es her. Technologisch sind sie weitgehend beim Datentransfer (Minimum) stehen geblieben.. Anno 2000...

Scheint so, als hätte Herr Dirks den Mund zu voll genommen, als er letztes Jahr verkündete, das Datennetz massiv ausbauen zu wollen. In Ballungszentren auftrumpfen zu wollen reicht aber nicht. Die Bundesrepublik besteht nicht nur aus Berlin, Hamburg, München oder Frankfurt...

Was nutzt es die (vielleicht) günstigste Datenflat zu haben... Das ist gefühlt wie mit nem Porsche im 2. Gang über die Autobahn zu wollen, während alle anderen im 6. Gang denen nur die Rücklichter zeigen...

Und dafür zahle ich gern nen Euro mehr ;-)

snickers | Donnerstag, 20. Mai 2010 22:52:45

und wieder Totengräberstimmung...

......das Gleiche hatte man Eplus bei den UMTS Auktionen auch prophezeit, aber wie ist es gekommen? Eplus steht mit 19 Millionen Kunden da und macht Umsatz ohne Ende.
Bis UMTS rentabel geworden ist, sind ca 10 Jahre ins Land vergangen und jetzt stehen neue Technologien vor der Tür. Wir werden sehen ob nicht das gleiche passiert bis LTE Massenmarkttauglich wird.
Wenn Eplus solange das gesparte in die Tarife steckt werden die Kostenbewussten stets der Marke treu bleiben....zu Not kan man ja auch mit anderen Netzen kooperieren.
Naja jetzt haben erstmal wieder die Popolisten das Wort und verbreiten Angst und
Schrecken. Die Netzapokalypse steht uns bevor :)

Ein bißchen Offline tut uns allen gut....


Schlappstruller | Donnerstag, 20. Mai 2010 22:04:09

Gähn......

Gähn,...
was interessiert mich E und O ? Sollen erstmal GSM und UMTS ordentlich ausbauen.
Es ist nur von Belang, was D1 und D2 machen. Der Rest ist völlig egal

Klaus | Donnerstag, 20. Mai 2010 21:26:02

E-Plus zum abhaken

Nun E-Plus läuft eh unter ferner liefen, habe in meinem großen Bekanntenkreis nicht einen, der eine E-Plus Karte hat. Und nun wird E-Plus noch uninteressanter, als es eh schon war.
Und wie ein anderer hier meinte, dass sie sich halt nur auf die Ballungsräume konzentrieren, davon können sie nicht existieren, was nützt mir E-Plus wenn es nur in den Großstädten geht, nicht das geringste

snickers | Donnerstag, 20. Mai 2010 21:14:46

WIe kein LTE?!

Ich kann die Argumentation hier nicht verstehen. Warum sollte Eplus kein LTE anbieten können. LTE Technologie ist auf allen Frequenzblöcken darstellbar. Es ist nun so, das im 800Mhz Bereich das Netz zu günstigeren Kosten und größerem Radius angeboten werden kann. Interessant mit wenig Kosten ländliche Gebiete zu versorgen wo Fuchs und Hase noch Gute Nachte Nacht sagen.

Das Eplus sich hier auf Ballungsgebiete fokusiert und sich nicht vom Bund vorschreiben lassen will wann es wo zu bauen hat ist doch völlig legitim. Ich habe Verständnis für die Strategie von Eplus.
Allein für die Auktion wären Summen fällig geworden, dafür kann man 5000 zusätzliche Basisstationen aufbauen. Lasst doch die anderen die ländlichen Gebiete versorgen und das aufholen was der Staat versäumt hat. Lieber schießen die das Geld in korrupte Länder, die sich Ihren Status erschhlichen haben....

Klar das hier ein paar Leute mit Stammtischparolen auf den Putz hauen, aber die sind dann auch nicht bereit 80-100€ für ein Tarif bei den Mitbewerbern zu zahlen. Dem geschäftskunden ist eh egal solange es die Firma zahlt. Aber Privat holt man sich dann die Aldi Card ;)
Wenn Eplus one by one das Netz mit den neuen Kapazitäten ausbaut snd wir bei unseren 20-40 Mbit für die jetztigen Mein Base Preisen. Also ich beschwere mich nicht....




annynym | Donnerstag, 20. Mai 2010 19:16:19

Frequenzversteigerung

Nun kann E Plus seine Laptopflat für einen Euro verkaufen und sie werden sie nicht los. Ich weiß nicht welche Strategie dahinter steckt. Falls da eine hintersteckt. Dabei waren die Ankündigungen auch im Zusammenhang mit den neuen BASE Tarifen(die übrigens sehr gut finde) alles andere als zurückhaltend. Denn nie zuvor hatte sich E Plus zu Daten so ofensiv geaüßert. Hmmmmmmmm......
Möglicherweise hat die Holländische Mutter die E Plus Gruppe ausgebremst. Wäre ja nicht das erste Mal.

Schöne Pfingsten

Hans-Joachim Wolff | Donnerstag, 20. Mai 2010 18:58:03

DVPT-Verband sieht Digitale Dividende angesichts der Milliarden-Auktion zerronnen

Die Frequenzauktion, mit der Bundesregierung und Bundesnetzagentur (BNetzA) nicht zuletzt die weißen Flecken in der Internetversorgung im ländlichen Raum zu beheben hoffen, ist zu Ende. Angesichts einer Gesamtauktionssumme von 4,38 Milliarden Euro ist aber fraglich, ob die Versteigerung den erklärten Zweck der Bundesregierung erfüllt, die Digitale Dividende zu nutzen. Ziel war, die durch Abschaltung analoger Radiosender freigewordenen Frequenzen zum Ausbau der funkbasierten Datennetze nutzbar zu machen. Bei der Vergabe wurden Funkfrequenz-Pakete mit insgesamt 360 Megahertz versteigert – zusätzlich zu den 250 Megahertz, die bisher schon für das mobile Internet zur Verfügung standen. Die Befürchtung des DVPT ist, dass den Bietern, die jetzt solche Summen für die Ersteigerung aufwenden mussten, für den raschen Ausbau der dringend benötigten Infrastruktur kurzfristig keine Mittel mehr bleiben. Wahrscheinlich hat die Auktion jetzt fast den gegenteiligen Effekt: sie wird die Versorgung der weißen Flecken in Deutschland mit breitbandigem Internetzugang zu Lasten der wartenden Verbraucher und Unternehmen sogar verzögern.

„Die Frequenzen, die jetzt vergeben worden sind, haben eine immense Bedeutung für Deutschland und insbesondere für die Versorgung im ländlichen Raum“, so die Einschätzung des DVPT-Vorstands Hans-Joachim Wolff. „Es ist eindeutig, dass die Zukunft in der mobilen Nutzung liegt. Die aktuelle Frequenzvergabe ist darum prinzipiell ein Schritt in die richtige Richtung, hin zur Absicherung der Wettbewerbsposition Deutschlands. Leider ist zu befürchten, dass den Bietern wenig Mittel bleiben, den Ausbau mit maximaler Geschwindigkeit voranzutreiben. Bei einer endgültigen Auktionssumme von rund 4,4 Milliarden Euro ist die als Allheilmittel geltende ‚Digitale Dividende‘ eigentlich schon gestorben.“
Woran es aus Sicht des DVPT mangelt, ist eine einheitliche Strategie der Bundesregierung, das Problem der weißen Flecken in der Breitbandinternet-Versorgung anzugehen. „Was der Bund – und was Deutschland – braucht, wäre eine Strategie für ein Netz der Zukunft, die eine einheitliche Vorgehensweise beinhaltet. Insbesondere dass hunderte Einzelprojekte von verschiedensten Kommunen, Städten oder Landkreisen umgesetzt werden, könnte ein Hemmschuh für den Bandbreitenbedarf der Zukunft sein“, sagt Wolff. „Denn auch nach dieser Frequenzauktion, die für die Bieter sicher zu kostspielig war, ist doch absehbar: in drei bis fünf Jahren stehen wir in Deutschland wieder vor demselben Problem. Der wachsende Bandbreitenbedarf wird dann wiederum unterversorgte Regionen entstehen lassen. Mit Bandbreiten von 1 oder 10 Mbit/s ist es dann nämlich auch nicht mehr getan, dann werden 100 Mbit/s und mehr benötigt.“

Aus Sicht des DVPT ist eines der derzeitigen Kardinalprobleme bei der Internetversorgung im ländlichen Raum, dass der genaue Bandbreitenbedarf und das damit verbundene Geschäftsvolumen gar nicht bekannt sind. „Netzbetreiber werden letztlich nur dann schnell investieren können, wenn es für sie einen Business Case gibt“, ist Hans-Joachim Wolff überzeugt. „Die Investition in den Netzausbau in neuen Gebieten muss sich rentieren. Eine der wichtigsten Aufgaben derzeit wäre es darum, erst einmal den Bedarf in den strukturschwachen Gebieten flächendeckend zu ermitteln. Was brauchen die Nutzer dort eigentlich? Was ist beispielsweise einem dort ansässigen mittelständischen Unternehmen ein breitbandiger Internetzugang wert? Erst, wenn das Geschäftspotenzial ermittelt ist, werden größere und schnelle Investitionen realistisch und rentabel.“

„Dann könnte man sogar das Frequenzauktions-Prinzip umkehren“, gibt DVPT-Vorstand Wolff zu bedenken. „Warum sollte der Bund dann nicht die Erschließung der einzelnen weißen Flecken ausschreiben und die Fördergelder den Unternehmen, die sich für die Versorgung bestimmter Bereiche beworben und den Zuschlag bekommen haben, direkt zukommen lassen? Was wir brauchen, ist eine Strategie, die das Netz der Zukunft für Deutschland mit einheitlichen Vorgaben wie Qualitätsanforderungen, Ausbaufähigkeit und Flexibilität absichert und die gleichzeitig Angebot und Nachfrage im freien Markt und Wettbewerb ermöglicht.“

Großhandel | Donnerstag, 20. Mai 2010 18:56:53

LTE

naja erst die tollen base tarife und jetzt kein LTE !! Daten und e-plus war ja schon immer ein witz naja !! bin mal gespannt wie lange es die marke e -plus bzw. base noch gibt !!

Fachhandel | Donnerstag, 20. Mai 2010 18:35:19

War doch klar..

und jetzt werden die auch noch Weltmeister die SPANIER.
Strategisch sehr clever ..
EPLUS wieder verschlafen.

Kalmatxitxa | Donnerstag, 20. Mai 2010 18:05:30

Timofónica

Wenn man die erste Auktion analysiert, war da die Rede von einer QUAM, udn alle waren überrascht ..... ohhhhhhhh udn nun, schon wieder, aber diesmal bat man als O2, und schon wieder ist man überrascht ... ohhhhhhhhhhhh. Als ob man die Strategie der Madrilenen nicht kennt ....

LTE Freak | Donnerstag, 20. Mai 2010 17:57:55

Frequenzversteigerung

Kein wirklich überraschendes Ergebnis. Die Finanzkraft von Telefónica überraschte die grünen..

Der Ausbau kann beginnen und das Datengeschäft wird hierdurch nochmals zusätzlich an Fahrt gewinnen. Toll!

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