HTC droht Verkaufsstopp in Deutschland
29.11.2011 Stephan von Voithenberg
Aufgrund eines Patentrechtsstreits könnte HTC in Deutschland schon bald ein Smartphone-Verkaufsverbot treffen.
Schon seit Jahren überziehen sich die Handy-Hersteller gegenseitig mit Patentrechtsklagen, um die eigene Position auf dem hart umkämpften Handy-Markt zu stärken. Nach dem ewigen Hickhack zwischen Apple und Samsung steht dieses Mal der taiwanesische Smartphone-Spezialist HTC im Mittelpunkt des Geschehens.
So will der Patentverwerter IPCom, der 2007 die Mobilfunk-Patente des Elektrokonzerns Bosch übernommen hatte, nun den Verkauf von UMTS-fähigen HTC-Telefonen ohne Beschränkung auf bestimmte Modelle in Deutschland möglichst schnell unterbinden. Der Grund: Die Taiwanesen sollen angeblich gegen ein Bosch-UMTS-Patent verstoßen, mit dessen Hilfe Verbindungen je nach Wichtigkeit in verschiedene Gruppen gestaffelt werden, was unter anderem bei Notfällen wichtig sein kann.
Bosch war seinerzeit maßgeblich an der Entwicklung des Mobilfunk-Standards UMTS beteiligt.
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Leserkommentare (4)
Ich | Freitag, 09. Dezember 2011 15:18:29
Telkotalk
Hallo
Stimme Dir da zu. Bei der Musikindustrie Funktioniert das ja auch. :-)
Telkotalk | Donnerstag, 01. Dezember 2011 15:20:14
Problematik der Patente
@Ich: Wenn jemand Patente auf helle LEDs, dann vermutlich Nichia. Die waren jahrelang führend bei der ultrahellen LEDs und haben maßgeblich dazu beigetragen, dass LEDs heute auch für Beleuchtungen eingesetzt werden können.
Die Patentproblematik ist aber ein ernstes Problem: Auf der einen Seite muss Innovation geschützt werden, denn sonst hat jemand, der Millionen in die Forschung steckt, am Ende nichts davon. Auf der anderen Seite ist besonders in den USA, aber nicht nur dort, jeder Müll patentierbar und taugt dann dazu, andere Firmen zu behindern.
Die Patente bei Standards wie UMTS sind wie einige andere auch ein besonderes Problem. Und das könnte man lösen, wenn z.B. ein Verwertungsgesellschaft die Abwicklung vornimmt. Wer ein UMTS Telefon bauen will zahlt pro Gerät Summe X an diese Gesellschaft und die verteilt es dann an die einzelnen Patentinhaber. So kann beim Lizensieren keinen Pateninhaber übersehen und so ist auch gewährleistet, dass alle die gleichen Lizenzgebühren zahlen.
Ich | Mittwoch, 30. November 2011 13:21:03
Jo genau
Hi
Wie gesagt man kann den Kühlschrank nur einmal erfinden. Demnächst muß ich Angst haben, das Ich meinen LED TV nicht mehr anmchen darf, weil die LED ein bischen zu hell sind und Samsung das Monopol hat. USW, USW ..
Einfach nur Lächerlich
internetonymus | Mittwoch, 30. November 2011 12:38:44
Patent hin Patent her
Apple, Samsung, HTC, Motorola und wie sie noch alle heisen. Das ist richtiges Niveau welches ich im Kindergarten beobachten kann. Es gibt deutlich wichtigere Thema als die Rechtsstreitigkeiten. Einfach nur lächerlich!