Neuer Datenskandal erschüttert Telekom
18.11.2009 Stephan von Voithenberg
Bei der britischen Mobilfunk-Tochter T-Mobile haben Angestellte Millionen von Kundeneinträgen an Konkurrenzanbieter verkauft.
Die Telekom hat einen neuen Datenskandal. Diesmal betroffen: die britische Mobilfunk-Tochter T-Mobile. Wie das Unternehmen selbst mitteilte, hätten Angestellte tausende Kundendatensätze an Zwischenhändler verkauft. Insgesamt seien Millionen von Einträgen, darunter Namen, Telefonnummern und zentrale Vertragsinformationen, ohne Wissen von T-Mobile weitergegeben worden. Perfide: Den Angaben zufolge handelte es sich um Kunden, deren Verträge bald ausliefen - und auf die Konkurrenzanbieter ein Auge geworfen hatten. Genau diese hatten die Daten dann auch schließlich zu "erheblichen" Summen aufgekauft.
T-Mobile bedauere unterdessen den Diebstahl "zutiefst", wies aber zugleich darauf hin, dass auch andere Anbieter mit dem Problem der illegalen Datenweitergabe zu kämpfen hätten. Gegen die Verdächtigen soll nun rasch Anklage erhoben werden.
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Leserkommentare (9)
Agent | Mittwoch, 18. November 2009 15:43:58
CallCenter
Wobei in den CallCentern nicht immer Mitarbeiter von allerhöchster Qualität sitzen....
peri | Mittwoch, 18. November 2009 15:38:44
@Ein T-Partner | Mittwoch, 18. November 2009 13:20:19
Hallo T-Partner,
schade dass der zurecht vorhandene Unmut mit geistigem Durchfall gepaart wird.
Aussagen wir:
"Aber anstelle den lokal ansessigen Fachhändler seine vorhandenen Kundenstämme in aktualisierter Version zur Verfügung stellt, nimmt man lieber Callcenter mit ins Boot."
zeigen, dass hier ueber Dinge geredet wird, von denen man keine Ahnung hat.
Eine Verteufelung der CallCenter ist weder hilfreich noch richtig.
Kundendatenmissbrauch passiert, zumindest nicht in den hier angenommenen Groessenordnungen, in den CallCentern.
Hier wird hart, oft unter schlechter Bezahlung, gearbeitet.
Die schlechte Bezahlung der Dienstleister ergibt sich i.d.R. aber nicht aus dem boesen Willen der Ag, sondern viel mehr aus der Tatsache, dass der InHouseCallcenterMarkt preislich u.a. durch die Gewerkschaften in Dimensionen gebracht wurden, die heute einfach nicht realiserbar sind.
Ich glaube hier macht man es sich einfach zu einfach.
MisterX | Mittwoch, 18. November 2009 14:52:16
Datensicherheit
Das die Datendiebe bestraft werden müssen steht ja außer Frage.
Warum aber bekommt ein solches Unternehmen (aber das passiert ja weiß gott auch anderen) es nicht auf die Reihe, die Daten der Kunden sicher aufzubewahren?
Natürlich ist es schwer und wird in Zukunft auch immer schwieriger. Aber man sollte zumindest den EIndruck vermitteln, dass man alles zur Datensicherheit beiträgt!
B.L. | Mittwoch, 18. November 2009 14:46:35
Datenklau
Irgenwie verstehe das wer will.
Ich habe vor einigen Jahren in einem Amt der Stadt Frankfurt meinen Dienst versehen und da gab es auch PCs und die gibt es da wahrscheinlich auch noch heute. Nur Datenklau war da ein Problehm. Es gab in den PCs keine Laufwerke und alle anderen Öffnungen (USB usw.) waren abgesichert. Ja sollte einer gemeint haben er könne da was umgehen, hat die IT-Abteilung sofort eine Meldung bekommen und das wars. Übrigens ist, zumindest dort, der Verstoß gegen die Datenschutz und Nutzervorschriften mit einer fristlosen Kündigung verbunden. Selbst Beamte können dann gefeuert werden.
Und das finde ich nicht nur gut sondern auch gerecht.
MasterPlan | Mittwoch, 18. November 2009 14:38:04
Sicherheit
@SunMen: "...macht es man euch nicht so einfach hier, denn klauen kann Jeder und überall-dafür gibt es ja auch Strafen...."
--> Meiner Meinung nach sind die Unternehmen aber nicht richtig ein- bzw. aufgestellt. natürlich kann das jeder und es wird wohl auch immer öfter diese versuche geben. Aber man kann das Gefühl haben, dass nicht alle Unternehmen alles daran setzen, ihre Daten wirklich sicher zu machen.
SunMen | Mittwoch, 18. November 2009 13:55:44
Datenklau
...macht es man euch nicht so einfach hier, denn klauen kann Jeder und überall-dafür gibt es ja auch Strafen !
nur leider werden sie zu wenig und zu gering angewendet, siehe Datenweitergabe per CD an den Geheimdienst, zwecks Steuerhinterzieher oder die Bänker in der Wirtschaftskrise....Wer von denen wurde denn zur Verantwortung gezogen ???
Kein Steuerhinterzieher und kein Bänker !!!
Deutschland lebe und seine Korruption erst recht !
Wir müssen vor der eigenen Türe kehren, bevor man sich über unsere Nachbarländer das Maul zerreißt .............
Ein T-Partner | Mittwoch, 18. November 2009 13:20:19
man sollte immer erst vor der eigenen Türe...
Die Telekom wird es nie kapieren.
Daten werden "outgesourced", da man intern wohl nicht genügen Man-Power hat, um die Kunden zu verwalten. Oder weil es andere billiger machen.
Aber anstelle den lokal ansessigen Fachhändler seine vorhandenen Kundenstämme in aktualisierter Version zur Verfügung stellt, nimmt man lieber Callcenter mit ins Boot.
Dank dem letzten Skandal wurden die Schutzwälle in Deutschland weiter erhöht und jeder Betriebspartner musste zich Erklärungen unterzeichnen, dass er für Datenschutz sorgt.
Aber anstelle vor der eigenen Tür in England zu kehren, hat man sich lieber mit seinen zuverlässigen Fachhändlern un Deutschland beschäftigt.
Manchmal sieht man wohl den Wald vor Bäumen nicht!
northwind | Mittwoch, 18. November 2009 13:07:18
Neuer Datenskandal erschüttert Telekom
... na endlich mal nicht der "böse" Handels Partner den man derzeit ständig das Wort "Datenschutz" um die Ohren haut und ihn massiv immer wieder mit neuen Bestimmungen an die Wand drückt.
Manfred Lilienthal | Mittwoch, 18. November 2009 13:05:50
Telekom neuer Datenskansdal
ich bin traurig was aus dem ehemals spitzenmäßigen Unternehmen geworden ist. Ich finde das es die Retourkutsche dafür ist, das in Deutschland das gute Personal dauernd abgebaut wird und im Ausland mit nicht Qualifizierten Billigkräften die Arbeit erledigt wird. Es ist dann kein Wunder das sich solche Billigmitarbeiter etwas dazu verdienen in dem Sie daten in großen Mengen verkaufen. Ich kann der Deutschen Telekom nur raten, bezahlt Eure mitarbeiter auch im Ausland anständig oder bleibt gänzlich dort weg, dann gibt es auch weniger Ärger mit Euren Daten. Schade das es immer wieder geschieht!