Regulierung: Mobilfunk-Roaming in Europa wird billiger
01.07.2011 Stephan von Voithenberg
Zum fünften Mal seit Einführung der Roaming-Verordnung senkt die EU-Kommission die Preise für die Handy-Nutzung im europäischen Ausland.
Seit heute gelten günstigere Preise für Mobilfunkgespräche im EU-Ausland. Wer mit seinem Handy im EU-Ausland telefoniert, zahlt laut Bundesnetzagentur im so genannten Eurotarif ab sofort für abgehende Anrufe höchstens 35 Cent pro Minute und für ankommende Anrufe nicht mehr als 11 Cent pro Minute (alle Preise netto). Kunden werden damit jeweils 4 Cent weniger in Rechnung gestellt als im entsprechenden Vorjahreszeitraum.
Die Preise für den SMS-Versand bleiben indes unverändert. Sie dürfen einen Betrag von 11 Cent nicht überschreiten. Der Empfang von Kurznachrichten ist, wie auch im Inland, kostenfrei. Auch der regulierte maximale Rechnungsbetrag für die mobile Datennutzung im EU-Ausland bleibt wie gehabt bei 50 Euro. Davon abweichende Sicherheitsgrenzen, egal ob höher oder niedriger, können die Mobilfunkbetreiber zusätzlich anbieten.
Abgesenkt wurde hingegen die Obergrenze für die Vorleistungsentgelte beim Internetzugang über Mobilfunknetze im EU-Ausland - von bisher 80 Cent pro Megabyte auf 50 Cent pro Megabyte. Dies sind die Entgelte, die sich die Anbieter gegenseitig in Rechnung stellen dürfen.
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Leserkommentare (1)
Maik | Freitag, 01. Juli 2011 22:14:11
Teure Netzbetreiber
Wie kommt es das im EU Ausland die SMS bei einigen deutschen Anbieter billiger sind als wenn man in dt. eine SMS schreiben würde. Da kann doch was nicht stimmen.
Die Mobilfunkbetreiber sollten endlich mal die dt. Preise anpassen.
Zudem werfen hier auch die Netzbetreiber mit "Auslandsoptionen" um sich die letztendlich für den Kunden teurer kommen als die Preise der EU Regulierung. Wer soll da noch durchblicken.
Wo ist da die Transparenz bei den Netzbetreibern?