Stefan Herrlich verlässt überraschend SEN
14.10.2011 Waltraud Ritzer
Der Deutschland-Chef hatte bei Siemens Enterprise Communications (SEN) die Umstrukturierung des Vertriebsmodells maßgeblich vorangetrieben. Nun verlässt er überraschend den Hersteller. Sein Nachfolger steht bereits fest.
Die Nachricht ist ein Paukenschlag: Stefan Herrlich verlässt Siemens Enterprise Communications (SEN). Der Manager war lange Jahre bei SEN – zuletzt verantwortete er als Deutschlandchef die Geschicke des TK-Anlagen-Herstellers.
Unter seine Ägide fiel unter anderem die radikale Umstrukturierung im Vertrieb: So sollen Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern künftig ausschließlich vom indirekten Vertrieb akquiriert und betreut werden, auch Bestandskunden sollen an Partner vergeben werden. Nun hat sich der Manager entschlossen, SEN zu verlassen und "neue Chancen außerhalb des Unternehmens zu ergreifen", so die offizielle Mitteilung. Wohin Herrlich geht, ist derzeit nicht bekannt.
Sein Nachfolger steht indes bereits fest: Mit Wirkung zum 15. Oktober 2011 wird Martin Kinne als General Manager die Führung der Region Deutschland von SEN übernehmen. Er berichtet direkt an CEO Hamid Akhavan und ist Mitgllied des Senior Executive Teams. Kinne war bis Januar dieses Jahres bei Hewlett Packard, dort war er vor allem für das PC-Geschäft und den indirekten Vertrieb für alle HP-Produkte verantwortlich.
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Leserkommentare (6)
Peter Vietz | Montag, 17. Oktober 2011 18:12:48
Aus welchem PLZ-Gebiet sind Sie?
Hallo KP, ich habe einfach bei Google "Strauch" und "Telefonanlagen" eingegeben. Anschließend habe ich mit ihm telefoniert.
Wer weiß und hoffentlich, ein neuer Approved Partner.
KP | Samstag, 15. Oktober 2011 13:42:52
@R.Strauch
Sorry R.Strauch, dass ich das böse Wort "Schwachsinn" benutzt habe - Asche über mein Haupt.
Bei denen von Ihnen genannten Bereichen wird ebenfalls nur indirekt angeboten. Wir sprechen hier von Interessenten, keine Bestandskunden, denn hier haben wir - richtig, WIR (ich bin ein SENler) - die Hoheit drüber. Aber es gilt auch hier: Ausnahmen bestätigen die Regel - das gilt sowohl bei Bestandskunden, als auch bei Interessenten. Aus welchem PLZ-Gebiet sind Sie?
R.Strauch | Freitag, 14. Oktober 2011 16:25:54
Stefan Herrlich verlässt überraschend SEN - Kommentar von KP
Danke für das sprachlich anspruchsvolle Niveau, KP.
Gestatten Sie mir bitte diese eine Frage: gibt es bei Neukunden weitere Ausnahmen beipielsweise aus den Bereichen Maschinenbau, Anlagenbau, Großbäckereien, KFZ Handel, ... ? Das sind aktuelle Fälle aus dem Tagesgeschäft, die sich nicht mittels eines einfachem Statements "Schwachsinn" ausblenden lassen.
Peter Vietz | Freitag, 14. Oktober 2011 16:15:41
Von R. Strauch geschriebenes können wir NICHT bestätigen
Als Approved Partner haben wir einen guten Kontakt zu den uns betreuenden SEN-Vertriebsmitarbeitern in Nordbayern aufgebaut.
Auch wenn man früher im Wettbewerb stand - jeder Approved Partner hat es selbst in der Hand, wie er mit den Leuten aus dem damaligen SEN Direktvertrieb umgeht, die einen jetzt betreuen.
Wir sind sehr offen an Informationen über unsere Kunden und Interessenten gegenüber SEN und geben diese weiter (Forecast/Reporting). Dafür profitieren wir u.a. durch Leads von SEN.
Die Siemens Vertriebsmitarbeiter gehen bei größeren Projekten auch gerne mit zum Interessenten, so dass dieser sieht, dass der Hersteller hinter der neuen Struktur steht.
Und natürlich müssen sich nach Jahrzehnten anderer Vorgehensweise alle erst an die neue Struktur gewöhnen.
Die Chance ist da, wir haben Sie genutzt!
www.clevere-telefonanlagen.de
KP | Freitag, 14. Oktober 2011 14:39:56
Stefan Herrlich verlässt die SEN
..."Fakt ist, dass sich bis heute gar nichts geändert hat. Wenn ein Partner mit sogenannten Sonderkonditionen ausgestattet eine Systemlösung einem potentiellen Kunden anbietet, wird er sofern der Direktvertrieb am Kunden Interesse bekundet, stets mit stellenweise abenteuerlichsten Begründungen drastisch unterboten."...
Völliger Schwachsinn!!! Neue(!) Systeme werden im sogenannten Regionalvertrieb (bis 1000 Ports) ausschließlich über Partner vermarktet. Lediglich Unternehmen der Bereiche Hotellerie, öffentlicher Sektor, Krankenhäuser und Altenheime werden bei SEN weiterhin direkt betreut. Hier - und nur hier - steht SEN im Wettbewerb zu seinen Partnern.
R.Strauch | Freitag, 14. Oktober 2011 13:00:04
Herr Herrlich sucht neue "Herausforderungen" ....
"... So sollen Unternehmen mit bis zu 1.000 Mitarbeitern künftig ausschließlich vom indirekten Vertrieb akquiriert und betreut werden, auch Bestandskunden sollen an Partner vergeben werden."
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Seit den "Kick-off" Veranstaltungen zum Local Sales Professional von seinerzeit Online Unna und P.i.E.
München wird dieser Science Fiction zu dem oben genannten Thema in immer neuen "Besetzungen" von SEN dargeboten.
Fakt ist, dass sich bis heute gar nichts geändert hat. Wenn ein Partner mit sogenannten Sonderkonditionen ausgestattet eine Systemlösung einem potentiellen Kunden anbietet, wird er sofern der Direktvertrieb am Kunden Interesse bekundet, stets mit stellenweise abenteuerlichsten Begründungen drastisch unterboten.
Offensichtlich sehen sich weder die Distributoren noch die sogeanannten Betreuer des indirekten Vertriebskanals bei SEN im Stande etwas dagegen zu unternehmen.
Es bleibt mit Spannung zu erwarten, wie und mit welcher Intensivität und damit Glaubwürdigkeit der kommende Protagonist sich diesem Themenbereich nähern kann und wird.