Forschungsprojekt 04.08.2014, 13:40 Uhr

"Aktivhaus B10" demonstriert smarte Energiesteuerung

In Stuttgart wurde das Forschungsprojekt "Aktivhaus B10" eröffnet. Das Smart Home erzeugt mehr Energie als es verbraucht und ist via App mit dem Besitzer und zwei Elektro-Smarts vernetzt.
(Quelle: Zooey Braun,Stuttgart)
In der geschichtsträchtigen Weißenhof-Siedlung in Stuttgart verwirklichten in den späten 20er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts bereits Architektur-Koryphäen wie Walter Gropius oder Le Corbusier ihre Vorstellungen vom modernen Wohnen - nun wurde dort mit dem Aktivhaus B10 ein Zukunftshaus mit weitreichender Vernetzung und intelligenter Energieversorgung eröffnet.
Für die Gebäudesteuerung in dem Haus zeichnet das Unternehmen AlphaEOS verantwortlich und hat ein selbstlernendes Steuerungssystem entwickelt, das alle technischen Systeme - inklusive Elektro-Smart in der Garage - vernetzt und die Energieströme im Gebäude "vorausschauend lenkt". Das System lernt dabei nach einiger Zeit den Tagesablauf der Bewohner kennen und passt sich dementsprechend an.
Wenn ein Bewohner beispielsweise mit seinem Smart den Heimweg von der Arbeit antritt, beginnt das Haus mit dem Anheben der Raumtemperatur und startet die Waschmaschine. Dabei werden zum einen die GPS-Daten des Smart genutzt, zum anderen die Positionsdaten des Smartphones. In den Heiz- oder Waschplan wird außerdem auch die errechnete Ankunftszeit einbezogen, um eine möglichst genaue Steuerung zu erreichen.
Fährt der Smart in die Garagenauffahrt, dann öffnet sich selbständig das Tor, und im Haus wird die vorher programmierte Lichtstimmung aktiviert. Beim Verlassen des Hauses wiederum sorgt die smarte Steuerung dafür, dass alle Lichter ausgehen, alle Fenster geschlossen sind und der Herd ausgeschaltet wird.




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