Amazon attackiert stationären Handel

Wieder einmal geht der E-Tailer Amazon in die Offensive und greift den Handel an - mit einem Pilotprojekt in den USA. Wer zum Start nicht im stationären Shop sondern bei Amazon kaufte, bekam 5 Prozent Rabatt.

Amazon versucht, den stationären Händlern in den USA das Weihnachtsgeschäft madig zu machen: Am 10. Dezember startete der E-Tailer ein großes Incentive für seine „Price Check app“, mit der Kunden am PoS den Preis eines Produkts mit dem Amazon-Preis vergleichen können.

Dazu genügt es, mit dem Smartphone den Barcode des Produkts zu scannen oder ein Photo des Geräts zu machen und dies an den Amazon-Server zu senden. Darauf erhält der Kunde ein Angebot mit dem Amazon-Vergleichspreis. Wer am Aktionstag das Produkt bei Amazon kaufte, erhielt pro Produkt einen Rabatt von 5 Prozent beziehungsweise bis zu 5 US-Dollar. Maximal 15 US-Dollar konnten die Kunden am vergangenen Samstag auf diese Weise in den USA sparen.

Für den E-Tailer ist diese Aktion in zweifacher Hinsicht von Nutzen: Er steigert seinen Umsatz und ist dank der Informationsflut der Kunden immer im Bild, zu welchen Preisen die Produkte im stationären Handel angeboten werden. Bei Bedarf kann Amazon seine Preise so noch schneller anpassen.

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Leserkommentare (5)

telefonzelle | Montag, 19. Dezember 2011 14:12:39

Amazon

War doch klar das so was kommt, durch die Smartphones haben doch die Kunden jetzt schon die möglichkeit den Preis direkt zu vergleichen. Diese Billigheimer dürfen sich dann aber auch nicht wundern das sie für Service zur Kasse gebeten werden, den ein normaler Kunde umsonst bekommt, wenn sie in ein Fachgeschäft gehen. Nach dem Motto "ich hab da mal ne Frage" und die Antwort gibts für €5,- !!!

Ken Stenich | Donnerstag, 15. Dezember 2011 22:17:37

Attacke

Guten Tag,

Wenn dieser Dienst nach Deutschland kommt (und das wird er), können sich viele Händler warm anziehen. Wer den Trend "Ramscherei im Internet" nicht vor Jahren realisiert und darauf reagiert hat, gehört für mich "gepleitet" und das wird die Zeit erledigen... ;)

Mir gegenüber steht der Kunde, der natürlich den günstigsten Preis haben möchte, andererseits aber nicht auf Beratung und Service verzichten will, sonst hätte er längst im Netz gekauft und ich ihn nie im Laden gehabt.

Ich kenne die Produkte, die ich verkaufe. Ich kann sie erklären, einrichten, ausrichten, aufbauen, abbauen, installieren, abholen (lassen), zurückbringen (lassen), reparieren... usw.

Den Preis für Service und Beratung lege ICH als Händler fest und wer schon beim EK überm I-Net-Preis liegt und seinen Kunden nicht vom Ladenkauf überzeugen kann, sollte ernsthaft mal über einen Jobwechsel nachdenken.

Nicht motzen, sondern machen!

PS: Verhindern bzw. abschaffen sollte man die Herrschaften in Bahnhöfen und auf Flohmärkten, die mehrheitlich eher "undurchsichtig" arbeiten -hust- oder fremdregistrierte Prepaidkarten verteilen wie Hundekacke auf dem Stadtpark-Rasen.

MfG
Ken Stenich

Dominik B. | Dienstag, 13. Dezember 2011 15:02:21

Hey Björn

Preistransparenz kann auch Deinem Laden zu Gute kommen, so kannst Du neue Kunden gewinnen!

Ich hab dem stationären Einzelhandel die Chance gegeben mir ein Angebot zu machen, welches er sehr gerne genutzt hat. Unterm Strich hat er immer noch 15% Rohertrag gehabt. Es muss beim Handel fair für beide Seiten laufen, ich bestehe nie auf den besten Preis im Netz nur sehe ich nicht ein 1300 statt 915 Euro zu zahlen. Wenn Du den Handel mit deinem privaten Vermögen unter die Arme greifen möchtest kannst Du dies ja gerne tun. Ich sehe es nicht ein mehr als nötig auszugeben.

Oder kaufst Du für Euren Laden auch alles immer direkt zum erst besten (Listen)Preis ein??

Björn Z. | Dienstag, 13. Dezember 2011 13:54:17

Amazon App

Da hast du ja ein tolles Schnäppchen gemacht und sicher auch nicht ganz unrecht. Allerdings müssen wir uns dann auch alle nicht wundern wenn es in ein paar Jahren keinen stationären Fachhandel mehr gibt und wir alle dann bei amazon zu 400€ arbeiten dürfen und wir jedes Jahr die selbe 6wöchige Schulung durchlaufen dürfen die dann auch noch zur hälfte vom Staat bezahlt wird. Und alles nur damit es der lieben Firma amzon immer besser geht. Nee, hast recht ist ne GUTE IDEE.

Dominik B. | Dienstag, 13. Dezember 2011 13:09:55

Gute Idee

Habe letzte Woche bei unserem Gasplanet einen Herd gekauft.
UVP 1399,- / Ladenpreis 1299,- / nach Preischeck mit Idealo App (Bestprice 919,- exkl. Versand) bekam ich 975,- angeboten --> zugeschlagen und 324,- weniger bezahlt als ausgezeichnet!

Wer heute nicht die technischen Mittel zum Preischeck nutz ist doch wirklich selber schuld.

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