Ermittlungsverfahren gegen Ricke und Zumwinkel wird eingestellt
14.06.2010 Stephan von Voithenberg
Ex-Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke
In der so genannten Spitzelaffäre wurde nun das Ermittlungsverfahren gegen Ex-Konzernchef Kai-Uwe Ricke und den ehemaligen Chef-Aufseher Klaus Zumwinkel aus Mangel an Beweisen eingestellt.
Die beiden Ex-Telekom-Spitzenmanager Kai-Uwe Ricke und Klaus Zumwinkel kommen in der so genannten Spitzelaffäre ungeschoren davon. Wie heute bekannt wurde, hat der Bonner Oberstaatsanwalt Fred Apostel das Ermittlungsverfahren aus Mangel an Beweisen eingestellt.
Die Affäre hatte nach Bekanntwerden im Jahr 2008 einen handfesten Skandal beim Bonner Netzbetreiber ausgelöst. Dieser hatte in den Jahren 2005 und 2006 versucht, durch das Ausschnüffeln von Gewerkschaftern, Aufsichtsratsmitgliedern und Journalisten eine undichte Stelle im Telekom-Aufsichtsrat ausfindig zu machen. Dieser "Maulwurf" gab immer wieder Interna an die Presse weiter, die mit negativer Berichterstattung der Telekom-Führung stark zusetzte. Gegen Zumwinkel und Ricke hatte konkret ein Anfangsverdacht bestanden, die illegale Erhebung von Telefondaten in besagtem Zeitraum angeordnet zu haben.
Der Deutsche Journalisten Verband kritisierte die Einstellung des Verfahrens. "Es ist schwer vorstellbar, dass die damalige Chefetage der Telekom angeblich nichts von den kriminellen Eingriffen in die Pressefreiheit und die Privatsphäre von Journalisten gewusst haben soll", sagte dazu DJV-Bundesvorsitzender Michael Konken.
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Leserkommentare (2)
bzbk | Mittwoch, 16. Juni 2010 15:22:40
Mafia-Bande Zumwinkel & Co.
Wen wundert es, dass die Herrschaften frei sind, „eine Hand wäscht die andere“. Schaut mal die ganze Geschichte mit der Firma „Rangers“ an (die von Hr. Zumwinkel gegründet ist und von Hr. Obermann weiter geleitet wird), die die ganzen Kundendaten von der Telekom direkt bekommen haben ohne den Datenschutz zu beachten und alle anderen Gesetze. Die Methoden, die die Telekom/Rangers verwenden, sind sehr fatal für uns alle als Telekom - Partner und - Händler. Meine Absatzzahl ist um ein fünftel geschrumpft, die Kundenreklamationen haben sich verzehnfacht. Wir müssen uns gegen so eine Vernichtungspolitik wehren.
war zu erwarten, Große dürfen halt alles | Mittwoch, 16. Juni 2010 13:34:29
war zu erwarten, Große dürfen halt alles
war zu erwarten, Große dürfen halt alles