Schmiergeldaffäre: Kleinfeld, von Pierer & Co. droht Milliardenklage
23.09.2009 Stephan von Voithenberg
Siemens hat ehemalige Top-Manager unter Androhung einer Milliardenklage ultimativ bis Mitte November zur Zahlung von Schadensersatzleistungen aufgefordert.
Die fast schon in Vergessenheit geratene Schmiergeldaffäre bestimmt wieder das Tagesgeschehen beim Münchner Elektronikkonzern Siemens. So geht der Konzern derzeit mit aller Macht gegen ehemalige Top-Manager vor - darunter die beiden Ex-Vorstände Heinrich von Pierer und Klaus Kleinfeld -, die nun unter Androhung einer Milliarden-Klage zur Zahlung von Schadensersatzleistungen aufgefordert wurden.
Das Ultimatum richtet sich an insgesamt sieben Ex-Vorstandsmitglieder, denen der Konzern eine Verletzung ihrer Organisations- und Aufsichtspflichten im Zusammenhang mit den Korruptionsskandalen in den Jahren 2003 bis 2006 vorwirft. Sollten sich die Manager bis Mitte November nicht zu einem Vergleich durchringen können, will Siemens offiziell Klage erheben.
Diese könnte unangenehme Folgen haben: So müsste das Unternehmen im Rahmen einer solchen Klage alle Schäden geltend machen, die in Zusammenhang mit der Korruptionsvorfälle entstanden waren. Die Gesamtkosten hierfür würden sich auf rund zwei Milliarden Euro summieren, für die die ehemaligen Siemens-Manager dann mit ihrem Privatvermögen haften müssten.
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Leserkommentare (1)
K.Konrad | Donnerstag, 24. September 2009 13:25:07
Richtig so
Ich finde es richtig wenn diese Vorstands-Versager auch mal für den Schaden haften müssen den Sie anrichten. Warum macht das keiner bei der HRE ?? Wahrscheinlich wegen der Politiker die dann den Ex-Vorständen nicht mehr in den Hintern kriechen können.