Verbotener Insiderhandel: Apple-Maulwurf gesteht
06.07.2011 Stephan von Voithenberg
Ein Angestellter des Apple-Zulieferers Flextronics hat sich schuldig bekannt, in der frühen Entwicklungsphase Geheimnisse über das iPad und das iPhone 4 verraten zu haben. Jetzt drohen dem Mann hohe Haftstrafen.
Er hatte Einblick in die aktuellen Entwicklungen bei Apple und sein Wissen an kriminelle Börsenspekulanten verkauft - jetzt droht einem Mitarbeiter des Apple-Zulieferes Flextronics nach einem umfassenden Geständnis eine hohe Gefängnisstrafe. Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online berichtete, könnte der 39-Jährige die nächsten 30 Jahre hinter Gittern verbringen. Zudem ist eine Geldstrafe von mehr als fünf Millionen Dollar möglich.
Der Mann hatte bereits Monate vor Erscheinen der Geräte technische Details verraten - und für seine "Dienste" zwischen 2008 und 2010 insgesamt 45.000 Dollar kassiert. Investoren können mit solchen Informationen gegebenenfalls abschätzen, wie sich Kurse entwickeln und enorme Gewinne abschöpfen. Alleine ein Blick auf die Entwicklung des Aktienkurses von Apple in den vergangenen Jahren lässt die möglichen Dimensionen des Betrugs erahnen: Im Oktober 2009, als der Angeklagte in einem Telefonat die Firmengeheimnisse verraten haben soll, kostete eine Aktie etwa 180 Dollar. Heute sind es rund 350 Dollar.
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Leserkommentare (4)
Betrachterin | Donnerstag, 07. Juli 2011 13:05:18
Strafe
Die Strafe ist absolut utopisch! Im Vergleich zu einem Kinderschänder und / oder Vergewaltiger ist das ja wohl maßlos übertrieben. Nur weil hinter Apple wieder eine Lobby steckt wird so eine Strafe angesetzt. Absolut nicht gerechtfertigt!
ISDN-Service | Mittwoch, 06. Juli 2011 15:01:10
Strafe
Tja, ist wohl die Frage ob vor amerikanischem oder chinesischem Gericht verhandelt wird.
PL | Mittwoch, 06. Juli 2011 13:32:41
unverhältnismäßig
ich denke auch, dass das Strafmaß unverhältnismäßig hoch ist. Auch oder vor allem im Vergleich zu Gewaltverbrechen! 30 Jahre und 5 Millionen Dollar Strafe? Im Vergleich dazu kommt man bei Mord oder Vergewaltigung regelregt gut davon. Aber nur weil das Opfer "Apple" heißt und seeehr prominent ist, kann man ja aus den Vollen schöpfen.
Fachhandel | Mittwoch, 06. Juli 2011 13:23:32
Apple-Maulwurf
Wenn die Strafe tatsächlich so hoch ausfallen würde wäre das ein Schlag ins Gesicht aller Gewaltopfer, bei denen die Täter mit weniger Strafe davonkamen. Denn hier geht es "Nur" um ein Kapitalverbrechen. Strafen für so etwas sollten IMMER deutlich unter denen für Gewaltverbrechen liegen!