Verbotener Insiderhandel: Apple-Maulwurf gesteht

Ein Angestellter des Apple-Zulieferers Flextronics hat sich schuldig bekannt, in der frühen Entwicklungsphase Geheimnisse über das iPad und das iPhone 4 verraten zu haben. Jetzt drohen dem Mann hohe Haftstrafen.

Er hatte Einblick in die aktuellen Entwicklungen bei Apple und sein Wissen an kriminelle Börsenspekulanten verkauft - jetzt droht einem Mitarbeiter des Apple-Zulieferes Flextronics nach einem umfassenden Geständnis eine hohe Gefängnisstrafe. Wie das Nachrichtenportal Spiegel Online berichtete, könnte der 39-Jährige die nächsten 30 Jahre hinter Gittern verbringen. Zudem ist eine Geldstrafe von mehr als fünf Millionen Dollar möglich.

Der Mann hatte bereits Monate vor Erscheinen der Geräte technische Details verraten - und für seine "Dienste" zwischen 2008 und 2010 insgesamt 45.000 Dollar kassiert. Investoren können mit solchen Informationen gegebenenfalls abschätzen, wie sich Kurse entwickeln und enorme Gewinne abschöpfen. Alleine ein Blick auf die Entwicklung des Aktienkurses von Apple in den vergangenen Jahren lässt die möglichen Dimensionen des Betrugs erahnen: Im Oktober 2009, als der Angeklagte in einem Telefonat die Firmengeheimnisse verraten haben soll, kostete eine Aktie etwa 180 Dollar. Heute sind es rund 350 Dollar.

Seite 1 | 2 »

Weiterempfehlen Drucken Heft-Abo

| Mehr

Leserkommentare (4)

Betrachterin | Donnerstag, 07. Juli 2011 13:05:18

Strafe

Die Strafe ist absolut utopisch! Im Vergleich zu einem Kinderschänder und / oder Vergewaltiger ist das ja wohl maßlos übertrieben. Nur weil hinter Apple wieder eine Lobby steckt wird so eine Strafe angesetzt. Absolut nicht gerechtfertigt!

ISDN-Service | Mittwoch, 06. Juli 2011 15:01:10

Strafe

Tja, ist wohl die Frage ob vor amerikanischem oder chinesischem Gericht verhandelt wird.

PL | Mittwoch, 06. Juli 2011 13:32:41

unverhältnismäßig

ich denke auch, dass das Strafmaß unverhältnismäßig hoch ist. Auch oder vor allem im Vergleich zu Gewaltverbrechen! 30 Jahre und 5 Millionen Dollar Strafe? Im Vergleich dazu kommt man bei Mord oder Vergewaltigung regelregt gut davon. Aber nur weil das Opfer "Apple" heißt und seeehr prominent ist, kann man ja aus den Vollen schöpfen.

Fachhandel | Mittwoch, 06. Juli 2011 13:23:32

Apple-Maulwurf

Wenn die Strafe tatsächlich so hoch ausfallen würde wäre das ein Schlag ins Gesicht aller Gewaltopfer, bei denen die Täter mit weniger Strafe davonkamen. Denn hier geht es "Nur" um ein Kapitalverbrechen. Strafen für so etwas sollten IMMER deutlich unter denen für Gewaltverbrechen liegen!

Kommentare via facebook (beta)Was ist das?

Top-Themen

Blau.de bringt Allnet-Flat in den Fachhandel

Blau.de bringt Allnet-Flat in den Fachhandel

Jetzt hat auch der Fachhandel die Möglichkeit, über Blau.de eine Allnet-Flat zum Kampfpreis anzubieten.
mehr
Mobilfunkumsatz: Vodafone überholt Telekom

Mobilfunkumsatz: Vodafone überholt Telekom

Erfolg für Vodafone Deutschland: Der Netzbetreiber kann seinen Umsatz im vierten Quartal klar steigern.
mehr
Google: Grünes Licht für Übernahme von Motorola (Jean Kobben - Fotolia.com)

Google: Grünes Licht für Übernahme von Motorola

Das chinesische Handelsministerium hat einer Übernahme von Motorola durch Google seinen Segen erteilt.
mehr
Anzeige

- Umfrage

Was halten Sie von der Allnet-Flat von Blau.de?

Jetzt abstimmen

Die Smartphone-Kracher des Jahres 2012

Vorhang auf!

Vorhang auf!

Erleben Sie die besten Smartphones des Jahres 2012 inklusive der wichtigsten Daten in der großen Bildergalerie.
mehr

Services

Betrieb & Praxis

Richtig präsentieren (Tadej Zupancic / iStockphoto)

Richtig präsentieren

Eine gute Präsentation sollte packend wie ein Thriller sein. Telecom Handel gibt Praxistipps für eine optimale Vorbereitung.
mehr

Bildergalerie

Top 10 Artikel

Aktuelles Heft

Das lesen Sie in der aktuellen Ausgabe 10-2012.
mehr

TK-Guide Einkauf 2012

TK-Guide Einkauf 2012

Alles auf einen Blick

Immer auf dem neuesten Stand – der TK-Guide Einkauf 2012 macht es möglich. Der Einkaufsführer gibt einen Überblick über die wichtigsten TK-Anbieter und informiert über aktuelle Trendthemen wie Smartphones, Web-Tablets oder Energievermarktung.
mehr
Bitte warten...