Verkaufsstart in Deutschland: Mein Gott, es ist ein iPad!

Wie einst in der DDR: Schlange stehen für Luxusgüter (Apple-Store am Münchner Marienplatz)

Wie einst in der DDR: Schlange stehen für Luxusgüter (Apple-Store am Münchner Marienplatz)

Pünktlich zum Verkaufsstart des iPad bildeten sich bereits in den frühen Morgenstunden lange Warteschlangen vor den Apple-Stores. Sicher ist bei all dem Hype: Konzernchef Steve Jobs kann schon einmal an seinen Geldspeicher anbauen.

Es war nicht anders zu erwarten: Nachdem Apple in den Vereinigten Staaten - seit dem Marktstart vor vier Wochen - bereits eine Millionen iPad-Modelle unters Volk bringen konnte, hat der Hype nun auch Deutschland erfasst. Seit heute ist die neueste Errungenschaft aus den Entwicklungslabors des kalifornischen Hightech-Konzerns auch hierzulande erhältlich, was in diversen Apple-Shops - welch Überraschung - zu einem Massenansturm geführt hat.

In München beispielsweise campierten schon um Mitternacht die treuesten Apple-Jünger medienwirksam vor dem Apple-Store am Marienplatz - in den frühen Morgenstunden war die Schlange bereits um mehrere hundert Personen angewachsen. Kurz nach acht Uhr öffneten die Apple-Mitarbeiter dann mit einer kleinen Showeinlage die Ladentür - und schon wenige Minuten später reckte der erste iPad-Fan, um mehrere hundert Euro erleichtert, siegestrunken sein ergattertes Exemplar in die Kameras der zahlreich angereisten Medienvertreter.

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Kommentar der Redaktion

Stephan von Voithenberg
Stephan von Voithenberg, Leitung Online-Redaktion

Eigentlich ist es egal, dass das iPad nicht mehr ist als ein aufgeblasener iPod touch: Das Gerät kommt von Apple, wurde wie alle Produkte über Monate hinweg von der eigenen Marketing-Abteilung und der Presse zu einer Art "Übergerät" hochstilisiert - und schon rennen Zigtausende treu ergebener Steve-Jobs-Jünger in die Läden, um das iPad zu irrwitzigen Summen blind zu konsumieren. Dieses fast schon sektenartige Konsumverhalten ist natürlich ganz im Sinne von Konzernchef Steve Jobs. Der so geniale wie eigenwillige Manager wird bald schon so reich sein, dass selbst Dagobert Duck wie ein gestrandeter Hartz-4-Empfänger anmutet. In diesem Sinne meine anerkennende Empfehlung an den Messias der Hightech-Welt: Ab in den Tresor und ein Goldbad nehmen!

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Leserkommentare (4)

. | Freitag, 28. Mai 2010 13:37:47

.

"am Funktionsumfangs des iPhones messen lassen"

War der Kommentar denn doch Sarkastisch gemeint ?

Vertrieb | Freitag, 28. Mai 2010 12:42:18

Ipad

mal ehrlich, das muss doch wirklich keiner haben. aber als umsatzbeschleuniger immer gut. das verspielte etwas läßt sich ja gut verkaufen.

Lars Banka | Freitag, 28. Mai 2010 12:37:09

Mein Gott, es ist ein iPad

Warum muß es immer ein iBashing sein? Schon bei der Einführung des iPhones wurde mit Häme über das Gerät berichtet und das es Quatsch sei. Inzwischen müssen sich Handyriesen in Vergleichberichten Ihre Smartphones mit dem Funktionsumfangs des iPhones messen lassen.
Und jetzt eben das iPad. Oh Gott! Dumme Applejünger stehen sich die Füße platt, um ein Gerät zu kaufen! Liebe Journalisten und Redakteure: Produkte kommen grundsätzlich auf den Markt, um dann im besten Falle von der Zielgruppe gekauft werden. Das ist nicht nur bei der "bösen" Marke mit dem angebissenen Apfel so.
UND ja: die Marketingabteilung von Apple macht gute Arbeit im Gegensatz zum Riesen aus Redmont, der mit seinem Betriebssystem nicht so eine mediale Wahrnehmung erreicht hat.
Warum solche Artikel? Was ist da los? Neid? Ich freue mich über unaufgeregte Arzikel. Denn: es ist nur ein iPad. Und morgen wird sich die Welt weiter drehen…

Fanatic Fier | Freitag, 28. Mai 2010 12:33:45

Redaktionskommentar

Absolut geil - der Kommentar der Redaktion.

Ein Stück weit sarkastisch (und ich mag das!) doch ebenso überaus zutreffend!
compliments.

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