Private Internetnutzung: Wann droht die Kündigung?
"Unternehmen sollten mit der privaten Internetnutzung im Job offen umgehen und klare Regeln definieren", rät Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer Arbeitgebern. Denn er entscheidet allein darüber, wie er damit umgehen will - ein spezielles Gesetz gibt es nicht. Generell sind Arbeitgeber nicht verpflichtet, privates Surfen zuzulassen. Es steht ihnen jedoch frei, es zu erlauben oder auf bestimmte Seiten oder Zeiten zu begrenzen.
Gibt es keine konkrete Vereinbarung sollten Arbeitnehmer vorsichtig sein. In diesem Fall gehen Gerichte eher nicht von einer Duldung des privaten Surfens aus - getreu dem Motto: Was nicht ausdrücklich erlaubt ist, ist auch nicht zulässig. Eine Kündigung bei nicht gestatteter privater Internetnutzung droht dennoch nicht sofort. Zwar kann intensives privates Surfen ohne Erlaubnis eine Verletzung der arbeitsvertragsrechtlichen Pflichten darstellen, doch vor einem Rauswurf muss zunächst eine Abmahnung erfolgen.
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Leserkommentare (2)
mike67 | Freitag, 09. Juli 2010 15:45:27
Kenn ich auch Beispiele
Kenn ich auch Beispiele. War bei uns in der Firma auch. Ausstechen und bequem in der Kantine gucken, danach einstechen und weiterarbeiten. Da arbeitet es sich doch gleich mit neuer Motivation :-)
IchwarmaleinAssCarfianer... | Mittwoch, 07. Juli 2010 19:43:01
Häppchen statt gelber Zettel bei den Strassenfegern...
So, und nu stellt Euch mal vor, es gibt im Unternehmensheadquater in einer Räumlichkeit eine Liveübertragung der Spiele, bei welchen 3 bis 500 Mitarbeiter bei Snacks und gekühlten Getränken auf einer Beamerleinwand die Spiele live in den Kernarbeitszeiten verfolgen können...
...nur unter der Bedingung natürlich, daß diese Zeiten nun nicht noch extra auf die Zeitkonten bzw. Gehaltsabrechnung aufgeschlagen werden; und daß der (in den Zeitfenstern eher schwache) operative Betrieb von Freiwilligen aufrecht erhalten wird, die mit dem runden Leder nix anfangen können. Diese sollten dann ausgleichend von Ihren Kollegen bei von Ihnen präferierten Akivitäten gut gestellt werden.
Gibt´s nich?
Nun jetzt wohl nicht mehr...
Klappt nich?
Doch, sogar erstaunlich gut. Produktivität nimmt eher zu...
Geht nicht?
Doch hervorragend, wenn ArbeitGEBER & NEHMER eine hervorragende Kultur entwickelt haben; und diese auch allesamt beiderseits LEBEN, und nicht nur als Wort- oder Papier-BlaBla irgendwo abgelegt haben.
Rückwirkend nochmal Dank an einen der ehemaligen Top100 Arbeitgeber unter skandinavischer Führung...
Aber wie gesagt: Once upon a time... :-(