Marktreport 10.12.2014, 09:57 Uhr

Mobile Device Management: Ein Markt im Wandel

Der Mobil-Device-Management-Markt befindet sich im Wandel: Enterprise Mobility Management und Unified Endpoint Management lösen die alten Systeme ab.
Ein Markt im Wandel
(Quelle: Cutimage; Mhristow / Fotolia)
Die Arbeitswelt wird mobil(er): Smartphones, Tablets und Notebooks avancieren in den Unternehmen immer mehr zu Standardarbeitsmitteln und laufen Tischtelefon und PC im Büro den Rang ab. Gleichzeitig nutzen immer mehr Anwender ihre privaten Endgeräte auch beruflich – Stichwort Bring Your Own Device (BYOD). Auf der anderen Seite statten viele Firmen ihre Mitarbeiter mit Dienst-Smartphones oder -Tablets aus.
Der Außendienst, der beim Kunden via Tablet Bestände im Lager abruft, ist längst keine Ausnahme mehr. Und die meisten dieser Mitarbeiter haben auf diesen Endgeräten auch ihren privaten E-Mail-Account
aktiviert.
Eigentlich könnte man also davon aus­gehen, dass hierzulande der Schutz der mobilen Endgeräte ganz oben auf der Agenda der ITK-Abteilungen steht – doch dies ist laut Werner Theis beileibe nicht der Fall. Der CEO der SystAG Gruppe in Metzingen berichtet, dass in vielen Unternehmen noch immer der Glaube vorherrsche, der Einsatz von ActiveSync von Microsoft mit SSL-Verschlüsselung reiche an Sicherheit aus, etwa beim Abrufen von E-Mails über das Tablet.
„Von Sicherheit kann hier allerdings keine Rede sein“, betont er im Gespräch mit ­Telecom Handel­. Oftmals ­entscheiden sich KMU für diesen Weg, um Kosten zu sparen – und gehen dabei ein großes Risiko ein. Theis hat deshalb mit der örtlichen IHK, einem Datensicherheitsspezialisten und einem Anwalt eine Fortbildung zum Thema Unternehmenssicherheit gestartet und bildet dort IT-Admins weiter.
„Die Teilnehmer legen am Ende eine Prüfung ab und bekommen ein Zertifikat“, berichtet Theis. Dabei sieht er diese Kurse nicht als Akquise-Instrument, sondern verfolgt primär das Ziel, das Sicherheitsbewusstsein bei den Firmen und auch den Behörden zu fördern.
Sascha Milani, Enterprise Business Expert bei Freudenberg IT (FIT), teilt die Einschätzung von Theis hinsichtlich der Durchdringung von Mobile-Device-Management-Lösungen in mittelständischen Unternehmen nur bedingt. Das Systemhaus mit Sitz in Weinheim hatte gemeinsam mit PAC (Pierre Audoin Consultants) eine Befragung bei mittelständischen produzierenden Unternehmen durchgeführt.
Das Ergebnis: Mehr als die Hälfte (52 Prozent) hat demnach eine MDM-Lösung im Einsatz, weitere 13 Prozent planen dies (siehe Grafik). „Doch die Zahlen zeigen auch, dass es immer noch Nachholbedarf gibt“, sagt Milani. Zumal MDM-Lösungen sukzessive abgelöst werden durch Enterprise-Mobility-Management-Systeme.

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