Cryptowars 25.04.2016, 12:38 Uhr

US-Behörden geben Druck auf Apple auf

Auch in einem weiteren Streitfall hat sich Apple erfolgreich geweigert, den US-Behörden beim Entsperren eines iPhones zu helfen. An die Daten sind die Behörden dennoch gelangt.
(Quelle: Lester Balajadia / Shutterstock.com)
Apple bleibt standhaft: US-Behörden sind auch in einem zweiten vielbeachteten Streitfall ohne Hilfe des Herstellers an Daten in einem iPhone gekommen und geben den Druck auf den Konzern auf. Diesmal mussten die Ermittler nicht einmal zu Hacker-Methoden greifen, denn jemand gab ihnen einfach den Zugangscode, wie aus Gerichtsunterlagen von Freitag hervorgeht. Nach Informationen des "Wall Street Journal" gab in dem Verfahren in New York der Angeklagte selbst die Zahlenkombination preis. Zuvor hatte er behauptet, er habe sie vergessen.
Damit kam die US-Regierung auch in einem zweiten Gerichtsverfahren nicht dazu, Apple zur Hilfe beim Aufknacken eines iPhones zu zwingen. Der Konzern hatte seinen Widerstand auch damit begründet, dass die Ermittler als rechtliche Grundlage ein Gesetz aus dem Jahre 1789 nutzten, das Richtern grundsätzlich erlaubt, alle nötigen Maßnahmen zur Durchsetzung des Rechts anzuordnen. Apple warnte, ein solcher Präzedenzfall könne die Tür für weitreichende Überwachung öffnen. Der Richter in New York stellte sich auf die Seite des Konzerns.
Die Regierungsseite wollte die Entscheidung des New Yorker Richters kippen. Mit dem Ende des Verfahrens bleibt diese im Raum stehen. Es könnte für die Regierungsseite nun schwieriger werden, bei Gerichten Anordnungen zu erreichen, die Apple zur Mitarbeit zwingen. Der Konzern hatte bereits vergangene Woche eine Einstellung des Verfahrens in New York gefordert. Die Ermittler hätten nicht nachgewiesen, dass sie alle Möglichkeiten zum Knacken des iPhones ohne Hilfe des Konzerns ausgeschöpft hätten.




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